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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 29,28 € |
29,44 € |
-0,16 € |
-0,54 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006219934 |
621993 |
- € |
- € |
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Jungheinrich VZ halten 20.04.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934 / WKN 621993, VZ) weiterhin mit dem Rating "halten" ein.
Jungheinrich habe zuletzt die endgültigen Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 veröffentlicht und diese im Rahmen einer Analystenkonferenz näher erläutert. Die Gesellschaft habe bereits im Vorfeld ein Statement zum Umsatz und EBIT veröffentlicht, sodass das Augenmerk auf der zukünftigen Entwicklung gelegen habe.
Für das laufende Geschäftsjahr plane die Gesellschaft derzeit einen Rückgang bei den Auftragseingängen und bei den Umsätzen im Bereich von 20%, was sich mit den bisherigen Analystenerwartungen decke. Gleichzeitig betone der Vorstand allerdings, dass die Unsicherheiten natürlich relativ hoch seien. Das oberste Ziel unter diesen Rahmenbedingungen seien die Wahrung der Rentabilität sowie keine Verschlechterung bei den Nettofinanzverbindlichkeiten hinnehmen zu müssen.
Studien würden davon ausgehen, dass der Markt für Flurförderzeuge in 2009 weltweit um ca. 28% zurückgehen werde. In den ersten beiden Monaten des Jahres habe es mit -50% deutlich schlimmer ausgesehen. Da aber im vierten Quartal des Jahres 2009 mit einem im Vergleich zum schwachen Vorjahresquartal recht stabilen Absatzniveau gerechnet werde, sollte sich der Abschwung wohl so nicht fortsetzen.
Warum sehe Jungheinrich den eigenen Umsatz weniger rückläufig als es die Statistiken erwarten lassen würden? Zum einen sei Jungheinrich stark in der Lagertechnik und bei Gegengewichtsstaplern mit Elektromotoren. Diese Bereiche seien weniger zyklisch als beispielsweise der Absatz von Gegengewichtsstaplern mit Verbrennungsmotoren, ein Bereich in dem Jungheinrich aktuell relativ schwach aufgestellt sei. Zum anderen habe das Servicegeschäft zuletzt ca. 30% der Umsätze ausgemacht und werde als relativ stabil angesehen. Außerdem sei Jungheinrich sehr gut im Gebrauchtfahrzeughandel aufgestellt - ein Bereich der zumindest zu Beginn des Jahres nur moderat rückläufig gewesen sei (ungefähr -10%).
Angabegemäß werde sich in den nächsten drei Monaten entscheiden, ob die eingeleiteten Maßnahmen im Bereich Personal ausreichen würden (u. a. Kurzarbeit seit 1. März) oder ob zusätzlich auch betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen werden müssten, die entsprechend zu außerordentlichen Aufwendungen führen würden. Belastend hätten sich in diesem Jahr neben der fehlenden Auslastung der Produktion vor allem auch die zuletzt stark aufgebauten Vertriebsaktivitäten ausgewirkt, die nach Erachten der Analysten weniger flexibel seien. Aktuell würden insbesondere die Verträge im Materialeinkauf nachverhandelt. Hier habe Jungheinrich einige Verträge Mitte 2008 in der Rohstoff-Hausse abschließen müssen, die bereits im vierten Quartal die Marge hätten fallen lassen. Entlastungen auf der Materialkostenseite werde es daher wohl erst ab dem zweiten Halbjahr geben.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe behalten ihre Anlageempfehlung "halten" für die Jungheinrich-Aktie vorerst bei. Auf der einen Seite weise das Unternehmen zwar eine solide Bilanz auf und das DCF-Modell der Analysten sowie ihr Peer-Group-Vergleich würden noch ein gewisses Aufwärtspotenzial zeigen. Auf der anderen Seite würden sie allerdings die Gefahr von außerordentlichen Belastungen im Zusammenhang mit Kapazitätsanpassungen sehen, die das Sentiment in diesem Titel belasten würden und somit einer nachhaltigen Outperformance im Weg stehen könnten. Das Kursziel werde von 7,50 auf 9 EUR angehoben. (Analyse vom 20.04.2009) (20.04.2009/ac/a/nw)
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