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20.04/17:35 |
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WKN |
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| DE0005565204 |
556520 |
- € |
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Dürr um 9 Euro kaufenswert 02.04.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" halten die Dürr-Aktie (ISIN DE0005565204 / WKN 556520) bei Rücksetzern in den Bereich um 9 Euro für kaufenswert.
Der Automobilzulieferer aus dem Schwabenland habe glänzende Zahlen für das Jahr 2008 präsentieren können. Das Unternehmen habe einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro gestemmt. Das EBIT habe 73 Millionen Euro erreicht. Die EBIT-Marge: 4,5 Prozent. Der Jahresüberschuss habe sich sogar auf 46 Millionen Euro verdoppeln können. Pro Aktie entspreche dies einem Profit von 2,65 Euro.
Aus fortgeführten Aktivitäten, die Basis für 2009, habe der Überschuss bei knapp 30 Millionen Euro oder 1,81 Euro je Aktie gelegen. Der Ordereingang habe sich allerdings gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 1,464 Milliarden Euro verringert. Maßgeblich für diesen Rückgang sei gewesen, dass die Automobilindustrie im Dezember die Vergabe weitgehend verhandelter Lackieranlageprojekte im Wert von circa 200 Millionen Euro ins erste Halbjahr 2009 verschoben habe.
Beim Besuch der Experten in der Zuffenhausener Firmenzentrale zeige sich Finanzvorstand Ralph Heuwing zuversichtlich, dass diese Projekte entsprechend umgesetzt würden. "Wir erwarten aus unserem Auftragsbestand keine Stornos". Der operative Cashflow habe in 2008 rund 31 Millionen Euro erreicht. Abzüglich Investitionen von 19 Millionen Euro, habe der Free Cashflow bei mehr als zehn Millionen Euro gelegen.
Das Jahr 2009 werde natürlich auch für den Dürr-Konzern eine Herausforderung. Jedoch dürfte der Spezialist für Lackieranlagen erheblich besser abschneiden als die meisten Automobilzulieferer. "Wir sind natürlich nicht immun gegen die Krise bei den Herstellern. Aufgrund unserer sehr gut gefüllten Pipeline bin ich aber für die Zukunft zuversichtlich", sage der CFO.
Ins neue Geschäftsjahr sei das Unternehmen mit einem Auftragsbestand von 925 Millionen Euro gestartet. Inklusive dem laufenden Service- und Ersatzanteilgeschäft, was rund ein Viertel zum Umsatz beisteuere, sei zumindest eine ordentliche Grundlage vorhanden. Aus heutiger Sicht erwarte Heuwing einen Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent. Das EBIT werde wahrscheinlich etwas stärker zurückfallen als der Umsatz. Unterstelle man einen Ergebnisrückgang von circa 20 Prozent, könnte am Jahresende ein Gewinn je Aktie auf ein Niveau von etwa 1,50 Euro zurückfallen.
Sehr gut gefalle den Analysten, dass die Bücher des Unternehmens in den letzten Jahren sich erheblich verbessert hätten. Die Nettoverschuldung habe zum Jahresende lediglich noch bei 34 Millionen Euro gelegen. Damit gehöre Dürr zu den Automobilzulieferern mit einer äußerst moderaten Verschuldung. Lediglich der recht hohe Goodwill, der den Löwenanteil des Eigenkapitals von 341 Millionen Euro umfasse, trübe das Bilanzbild
Laut Heuwing drohe an dieser Stelle aber keine Gefahr. Bei den Forderungen bestehe allerdings das latente Risiko in Höhe von 10 bis 15 Millionen Euro. Diese Forderungen bestünden gegenüber General Motors und Chrysler. Bei einer Insolvenz müsste Dürr die Forderungen abschreiben.
Dürr setze 85 Prozent des Umsatzes mit der Automobilindustrie um. Ziel sei, diese "Abhängigkeit" in der Zukunft zu verringern. "Wir wollen uns im Bereich Aircraft stärker positionieren und befinden uns in viel versprechenden Auftragsgesprächen mit Airbus", so der CFO. Beim Airbus-Konzern sei der Konzern als Systemanbieter bereits gesetzt. Zudem würden auch Gespräche mit Herstellern wie Boeing und Lockheed Martin laufen.
Die Aktie von Dürr sei trotz der jüngsten Erholung ein Schnäppchen. Das KGV für 2009 liege bei sechs. Der Börsenwert betrage aktuell nur 164 Millionen Euro. Das sei deutlich weniger als der Buchwert von 341 Millionen Euro. Zudem schreibe das Unternehmen auch in 2009 Gewinne. Obendrauf würden die Schwaben eine üppige Dividende von 70 Cent für das Jahr 2008 ausschütten.
"Die Dividendenzahlung ist ein guter Indikator für den Markt, dass wir trotz Finanz- und Wirtschaftskrise gut gerüstet sind", erläutere Heuwing. Großaktionär Heinz Dürr, Gründer der Firma und ehemaliger CEO der Deutschen Bahn AG, scheine sein Geld bei Dürr gut angelegt zu sehen. Er sei auf der Kaufseite unterwegs und nutze die günstigen Kurse die Aktien einzusammeln.
Die Dürr-Aktie mit einer Dividendenrendite von über sieben Prozent ist bei Rücksetzern in den Bereich um 9 Euro kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 02.04.2009) (02.04.2009/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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