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GfK Depotbeimischung


25.03.2009
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "TradeCentre.de" bietet sich die Aktie von GfK (ISIN DE0005875306 / WKN 587530) bei Rücksetzern zur Depotbeimischung an.

Das Marktforschungsunternehmen habe in 2008 ein Umsatzplus von 5,5 Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Euro erzielt. Beim EBIT hätten die Nürnberger eine Range zwischen 132 und 139 Millionen Euro erreicht. Das angepasste operative Ergebnis, welches Sonderaufwendungen- und Erträge eliminiere, habe knapp 160 Millionen Euro betragen. Auf diesen Ertrag habe die EBIT-Marge bei 13 Prozent gelegen. Den Zinsaufwand würden die Experten auf circa 20 Millionen Euro und die Steuerquote auf 30 Prozent schätzen. Netto dürfte die Gesellschaft in 2008 knapp 80 Millionen Euro verdient haben oder circa 2,20 Euro je Aktie. Von dem Gewinn würden die Anteilseigner eine Dividende von 46 Cent je Aktie erhalten.

In 2008 dürfte auch der operative Cashflow wieder kräftig gesprudelt sein. Abzüglich Investitionen habe der Free-Cashflow nach neun Monaten bei über 60 Millionen Euro gelegen. Für das Gesamtjahr habe Vorstandschef Klaus L. Wübbenhorst im Hintergrundgespräch noch keine konkrete Zahlen nennen wollen. Er betone jedoch, dass diese wichtige Kennzahl "ordentlich" ausgefallen sei.

Bilanziell stehe GfK auf gesunden Beinen. Per Ende September habe das Eigenkapital bei rund 510 Millionen Euro gelegen. Die Aktivseite sei insbesondere mit Geschäfts- und Firmenwerten in Höhe von knapp 750 Millionen Euro geschmückt, die deutlich über dem Niveau des Eigenkapitals liegen würden. Normalerweise stünden Investoren bei diesen Relationen die Haare zu Berge. Bei dem Marktforschungsunternehmen resultiere der Goodwill aus dem Geschäft raus. "Wir sehen keine große Gefahr, an dieser Stelle Sonderabschreibungen durchführen zu müssen. Die Position ist werthaltig", sage der CEO. Die Nettoverschuldung von circa 450 Millionen Euro halte sich ebenfalls noch im Rahmen. "Mit einer Nettoverschuldung des zweifachen EBITDA können wir gut leben."


Für das Jahr 2009 rechne das Unternehmen mit recht vernünftigen Ergebnissen. "Wir spüren die Finanzkrise etwas. Stabilisierend wirken jedoch langfristige Verträge, die uns eine gewisse Visibilität geben", so Wübbenhorst. Zudem sei das Geschäftsmodell in der Summe relativ krisenresistent. Wübbenhorst erwarte sogar in 2009 ein organisches Umsatzplus. Das Auftragsbuch decke per Ende Januar 30,2 Prozent des erwarteten Jahresumsatzes ab. Externes Wachstum über Akquisitionen habe der Vorstandschef nicht ausgeschlossen. "Die Marge wollen wir auf Vorjahresniveau halten."

Um sich nicht zu sehr auf den Lorbeeren auszuruhen, gehe der 53-jährige Professor mit dem Unternehmen ins Fitnessstudio. Das Fitness- und Effizienzprogramm BISS solle ab 2012 jährlich Ergebnisverbesserungen von 30 Millionen Euro aufzeigen. Schon in diesem Jahr würden sich aus der Kur deutlich positive Effekte von neun Millionen Euro zeigen.

GfK notiere aktuell nur moderat über dem Buchwert. Das KGV von sieben für 2009 sei ebenfalls alles andere als ambitioniert.

Nach Meinung der Experten von "TradeCentre.de" bietet sich die GfK-Aktie bei Rücksetzern zur Depotbeimischung an. (Analyse vom 25.03.2009)(25.03.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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