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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 10,32 € |
10,37 € |
-0,050 € |
-0,48 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006305006 |
630500 |
- € |
- € |
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DEUTZ verkaufen 23.03.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) unverändert mit "verkaufen".
DEUTZ habe am Donnertag die Zahlen zum Geschäftsjahr 2008 vorgelegt und diese am Freitag im Rahmen einer Analystenkonferenz näher erläutert.
Für den Verlust in 2008 sei das schwache zweite Halbjahr und insbesondere das vierte Quartal verantwortlich gewesen. Im Schlussquartal sei die Anzahl der abgesetzten Motoren um 43,5% und der Umsatz um 25,7% eingebrochen. Dass der Umatz nur unterproportional gesunken sei, habe an einem veränderten Produktmix mit einem höheren Anteil des Bereiches Customised Solution, in dem die Preise pro Motor höher seien, gelegen. Hier seien die Rückgänge sowohl in Bezug auf den Auftragseingang, die Stückzahl und den Umsatz nicht so hoch ausgefallen wie im Kompaktmotorenbereich, da das Geschäft projektgetrieben sei und nicht an den Absatzzahlen der OEM's hänge.
Der Auftragseingang sei um 42,4% rückläufig gewesen (Kompaktmotoren: -43,6%; Customised Solutions: - 38,6%). Das EBIT vor Restrukturierungsmaßnahmen sei in Q4 entsprechend des Umsatzrückgangs stark gesunken und habe bei -12,1 Mio. EUR gelegen. Während das Segment Customised Solutions noch einen positiven Beitrag habe leisten können, habe der Bereich Kompaktmotoren ein Minus von 22,6 Mio. EUR erzielt. Die zusätzlichen Aufwendungen hätten sich in Q4 auf -14,3 Mio. EUR belaufen und seien für Personalstrukturmaßnahmen angefallen. Für das Geschäftsjahr 2008 werde wohl keine Dividende ausgezahlt werden.
Durch das US-Private Placement (200 Mio. EUR) sei die Gesellschaft derzeit finanziell gut aufgestellt. Allerdings gebe es hier Covenants zu erfüllen. Für die Analysten scheine es so, dass die Ziele für 2009 insbesondere auf die Erfüllung dieser Bedingungen ausgerichtet seien. Ziel sei es, ein leicht operatives Ergebnis (EBIT vor Einmaleffekten) zu erzielen. Würden die Kreditbedingungen verletzt, drohe eine Verdoppelung der Zinsen von aktuell ca. 6%. Ziel des Sparprogramms MOVE sei es, die fixen Kosten im Konzern in 2009 um über 60 Mio. EUR zu reduzieren.
Der Geschäftsentwicklung von DEUTZ sei nach Erachten der Analysten sehr schwer voraussehbar, was die vielen Gewinnrevisionen in der Vergangenheit unterstreichen würden. Vor diesem Hintergrund könnten die Analysten die Verletzung der Covenants nicht vollkommen ausschließen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die DEUTZ-Aktie, trotz der bereits eingetretenen hohen Kursverluste, weiterhin mit dem Anlageurteil "verkaufen" ein, unabhängig von der Erfüllung bzw. Nichterfüllung der Kreditvereinbarungen. In einem Worst-Case-Szenario sollten die beiden Großaktionäre und Geschäftspartner Volvo und Same DEUTZ-Fahr allerdings als Stütze wirken. Das Kursziel von 2 EUR werde bestätigt. (Analyse vom 23.03.2009) (23.03.2009/ac/a/nw)
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