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AURELIUS unter 7,30 Euro spekulativ kaufen


19.03.2009
Heibel-Ticker

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" raten die AURELIUS-Aktie (ISIN DE000A0JK2A8 / WKN A0JK2A) zu Kursen unter 7,30 Euro spekulativ zu kaufen.

Wenn man sich die durchschnittlichen Erwartungen der Analysten (abgesehen von der der Experten von Equity Analyst) anschaue, dann werde man feststellen, dass für das Jahr ein Umsatz von über 800 Mio. Euro erwartet worden sei. Dieser sei bei weitem verfehlt worden, Grund sei jedoch nicht die mangelhafte Nachfrage, sondern ein paar Klimmzüge der Bilanzbuchhalter gewesen: In der Branche der Private Equity Unternehmen würden die vollständigen Jahresumsätze der Beteiligungsgesellschaften angegeben, auch wenn die Beteiligung erst im Laufe des Jahres eingegangen worden sei. In der Bilanz würden sodann die Umsätze, die vor der Übernahme stattgefunden hätten, herausgerechnet.

Die Schätzungen der Analysten würden sich jedoch auf den vollständigen Jahresumsatz aller Beteiligungen beziehen und so habe die Vermeldung des Jahresumsatzes von "nur" 580 Mio. Euro wie ein herber Rückschlag geklungen.

Der Aktienkurs von AURELIUS sei seit der Bekanntgabe des vorläufigen Jahresergebnisses von 10 auf nunmehr 7,30 Euro gefallen. Insbesondere die hohen ausstehenden Verbindlichkeiten hätten wohl die Anleger hier verschreckt. Aber auch der vermeintlich wesentlich geringere Umsatz habe für schlechte Stimmung gesorgt.

Am 31.03. werde AURELIUS das endgültige Jahresergebnis vorlegen. Die Experten könnten sich gut vorstellen, dass dort die Verwirrung über die Umsatzberechnung aufgeklärt werde. Darüber hinaus werde das Unternehmen eine genaue Liquiditätsflussrechnung vorlegen und nachdem die Liquiditätsversorgung in den vergangenen Wochen als angespannt bezeichnet werden könnte, werde der Bilanz zu entnehmen sein, dass sich AURELIUS für dieses Jahr keine Sorgen machen müsse.


Details über die Blaupunkt-Übernahme würden gegebenenfalls für neue Fantasie sorgen: Es sei, wie bei solchen Übernahmen nicht selten üblich, eben eine maßgebliche Mitgift mitgegeben worden, die für die nächsten Monate ausreichend liquide Mittel für eine Sanierung von Blaupunkt zur Verfügung stellen sollte.

Damit sei es durchaus möglich, dass das Bewertungsniveau von AURELIUS, das eher einem insolvenzgefährdeten Unternehmen entspreche, wieder auf ein vernünftiges Maß ansteige. Der Vorsteuergewinn von 70 Mio. Euro dürfte zu einem Nettogewinn von schätzungsweise 35 Mio. Euro führen, damit notiere die Aktie auf einem KGV von 2. Darin enthalten sei der Verkaufserlös von 12 Mio. Euro. Rechne man diesen Betrag heraus, so verbleibe ein Nettogewinn von 23 Mio. Euro. Das entspreche dann einem KGV von 70/23 gleiche 3.

Für ein Unternehmen, dessen Liquiditätslage gesichert sei, würden die Experten im Rahmen dieser Krise ein KGV von 5 für gerechtfertigt halten. Sollte sich die Konjunktur erholen, so sei schnell auch ein KGV von 9 möglich. Das Risiko bei AURELIUS sei begrenzt, da das Unternehmen jede Beteiligung im Einzelfall separat abstoßen könne. Dennoch würde eine anhaltende Rezession die Erholungschancen der Beteiligung stark beeinträchtigen und somit auch den Wert mindern. Zur Absicherung würden die Experten also ein Stopp-Loss einsetzen.

Die Experten würden daher denken, dass AURELIUS vom Markt derzeit viel zu pessimistisch bewertet werde. Dennoch bestehe die Gefahr, dass die Veröffentlichung des endgültigen Jahresergebnisses am 31.03. noch böse Überraschungen hinsichtlich von Abschreibungen auf einzelne Beteiligungen enthalten werde. Wenn AURELIUS so wie viele anderen Unternehmen die schlechte Stimmung dazu nutze, um die größtmöglichen Abschreibungen vorzunehmen, damit in den nächsten Jahren die Messlatte etwas niedriger hänge, so könnte das Unternehmen mithilfe von Abschreibungen den obigen Nettogewinn weiter reduzieren. Auch die Dividende könnte aus Liquiditätsgründen vorsorglich gekürzt werden.

Solche Schritte würden die Experten in der gegenwärtigen Situation nicht überraschen, der Kurs würde jedoch nochmals kräftig leiden. Je nach Konjunkturentwicklung würden die Experten für das laufende Jahr eine kräftige Kurserholung erwarten.

Daher eröffnen die Experten von "Heibel-Ticker" bei der AURELIUS-Aktie zu Kursen unter 7,30 Euro eine kleine Position in ihrem spekulativen Portfolio, halten sich aber bereit, nach dem 31.03. nochmals nachzukaufen. Als erstes Kursziel würden sie 11 Euro erwarten, anschließend würden sie die konjunkturellen Rahmenbedingungen für AURELIUS neu bewerten. Zur Absicherung würden sie ein Stopp-Loss unter 5 Euro setzen. (Update vom 19.03.2009 zur Ausgabe 10) (19.03.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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