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| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 29,28 € |
29,44 € |
-0,16 € |
-0,54 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0006219934 |
621993 |
- € |
- € |
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Jungheinrich kaufen 17.03.2009
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Jungheinrich (ISIN DE0006219934 / WKN 621993, VZ) von "kaufen" auf "halten" herab.
Jungheinrich habe am 12.03.2009 die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2008 veröffentlicht. Der Umsatz habe leicht über den letzten Schätzungen der Analysten vom 14.11.2008 im Anschluss an die Zahlen zum 3. Quartal gelegen. Das EBIT habe dagegen ihre Prognose genau getroffen. Der Auftragseingang habe bei 2,145 Mrd. EUR gelegen, was noch einem Zuwachs im Vergleich zu 2007 von 1,2% entspreche. Daraus resultiere ein Rückgang der Bestellungen im vierten Quartal von 10,5%.
Die EBIT-Marge habe im vierten Quartal, wie bereits von der Gesellschaft im Vorfeld angekündigt, mit 5,0% deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 9,2% gelegen. Hier hätten sich signifikant höhere Rohstoffkosten ausgewirkt, die auf dem Höhepunkt der Rohstoffhausse ausgehandelt worden seien. Die Dividende solle den gesunkenen Erträgen angepasst und leicht von 0,58 EUR auf 0,55 EUR je Vorzugsaktie gekürzt werden.
Die letzten Zahlen zum Auftragseingang in der weltweiten Flurförderzeugbranche seien sehr schwach gewesen. Im Dezember und Januar seien diese weltweit um fast 60% eingebrochen. Die Analysten würden nicht denken, dass man einen Auftragseinbruch in dieser Höhe bei Jungheinrich sehen werde. Die Gesellschaft habe bereits 2008 bei den Auftragseingangsstatistiken besser abgeschnitten, als der Durchschnitt der Branche.
In 2008 sei die Zahl der weltweit verkauften Flurfördergeräte um 8% zurückgegangen. Zwar liege für Jungheinrich aktuell nur eine Zahl zum gesamten Auftragseingang vor (+1,2%), doch angesichts eines hohen Anteils des Neugeschäfts (> 50%) sollte die Gesellschaft hier besser abschnitten haben. Jungheinrich selber sehe sich von dem Absturz weniger betroffen, da der Konzern stärker in der Lagertechnik (Indoor-Anwendungen) aufgestellt sei, die weniger zyklisch sei als der Bereich der Gegengewichtsstapler (insbesondere mit Verbrennungsmotoren).
Dennoch würden die Analysten Jungheinrich vor einem schweren Jahr 2009 sehen, in dem die operativen Ergebnisse deutlich zurückgehen würden. Die Analysten würden ihre Schätzungen für 2009 infolge der geänderten Marktgegebenheiten nach unten anpassen und erweitern ihr Modell um die Schätzungen für 2010.
Mit Blick auf die Kennzahlen falle bei Jungheinrich stets das niedrige Kurs-Buchwert-Verhältnis auf von 0,4 auf. Die Analysten würden aber in diesem konjunkturellen Umfeld derzeit keine Impulse sehen, die diese vermeintliche Unterbewertung ausgleichen würden.
Vor diesem Hintergrund und ihrer deutlich nach unten korrigierten Schätzungen für 2009 ändern die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Anlageempfehlung für die Jungheinrich-Aktie von "kaufen" auf "halten". Das Kursziel werde von 15 auf 7,50 EUR gesenkt. (Analyse vom 17.03.2009) (17.03.2009/ac/a/nw)
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