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Homag abwarten 12.03.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten ein oder zwei Quartale vor einem Einstieg in die Homag-Aktie (ISIN DE0005297204 / WKN 529720) abzuwarten.
Wie drastisch die Finanz- und Wirtschaftskrise auf einige Unternehmen einschlage, lasse sich an der Homag Gruppe darstellen. Noch vor wenigen Wochen habe sich Vorstandschef Joachim Brenk zuversichtlich gezeigt, das Jahr 2008 mit einem Rekordgewinnen abzuschließen. Auch das Jahr 2009 sollte sich vernünftig entwickeln. Das alles sei jedoch Schnee von gestern. Die Folgen der Finanzkrise hätten sich im Schlussquartal gezeigt.
Der Umsatz habe 856 Mio. Euro anstatt rund 890 Mio. Euro erreicht. Die anvisierte Gewinnsteigerung von 20 Prozent werde das Unternehmen ebenfalls nicht erreichen. Mehrere Sondereffekte hätten zu Verlusten geführt, die das Ergebnis belastet hätten. Beispielsweise würden die Kapriolen mehrerer Währungen mehr als vier Mio. Euro kosten. Immerhin würden die Schopflocher jedoch das Ertragsniveau des Vorjahres erreichen. Das entspreche einem Profit von circa 32 Mio. Euro oder mehr als 2,10 Euro je Aktie.
Erfreulich hingegen sei, dass der Cashflow noch ordentlich gesprudelt sei. "Wir haben in 2008 einen Free Cashflow erzielt", habe Brenk den Experten von "TradeCentre.de" im Hintergrundgespräch gesagt. Dies sei auch der Grund, weshalb sich die Nettoverschuldung gegenüber dem dritten Quartal von fast 95 auf unter 80 Mio. Euro reduziert habe. Zur Dividende für das vergangene Jahr habe sich der Firmenlenker nicht festlegen wollen. Die Experten von "TradeCentre.de" vermuten, dass sich das Niveau des Vorjahres nicht halten lasse. Die Höhe der Auszahlung hänge auch davon ab, ob sich Homag intensiv nach Zukäufen umschaue.
"Wir haben großes Interesse in der jetzigen Phase uns nach Zukäufen umzusehen. Wenn wir das machen, ist es nicht sinnvoll sehr hohe Dividenden auszuschütten", erkläre der Firmenlenker. Selbst unter wirtschaftlichen Aspekten, das Jahr 2009 werde ertragstechnisch eher ein verlorenes Jahr, werde eine Reduktion der Dividende sinnvoll sein. Einen kompletten Ausfall der Dividende erwarte man nicht. Das dürfte schon allein dem Großaktionär, der im SDAX notierten Deutschen Beteiligungs AG, nicht schmecken.
Das Jahr 2009 habe der Maschinenbauer für die Bau- und Möbelindustrie mit einem Auftragsbestand von rund 164 Mio. Euro gegenüber 255 Mio. Euro im Vorjahr gestartet. Allein im Schlussquartal habe sich der Auftragseingang um üppige 46 Prozent reduziert. "Die Monate November und Dezember verliefen sehr enttäuschend. Der Januar war wieder etwas besser. Aber ebenfalls unter unseren Erwartungen", habe Brenk gesagt. Vor allem das großvolumige Projektgeschäft sei von der Nachfrage stark betroffen. Gut 230 Mio. Euro Umsatz sei in 2007 auf dieses Geschäft entfallen, 2008 bereits deutlich weniger gewesen sei, was glücklicherweise aber weniger margenstark sei.
Die einstige Prognose das Jahr 2009 mit Einnahmen von rund 800 Mio. Euro abzuschließen bei einer EBITDA-Marge vor Mitarbeiterbeteiligung von nahezu zehn Prozent sei sodann nicht länger zu halten. "Die Prognose stand unter dem Vorbehalt, dass es zu keinem dramatischen Abschwung kommt. Dieser Fall ist aber inzwischen eingetreten", erkläre der CEO. Die Einnahmen dürften in diesem Jahr nunmehr zweistellig zurückgehen. Auch die Marge dürfte rückläufig sein und der Gewinn deutlich sinken. "Wir streben im Gesamtjahr ein positives Ergebnis an, auch wenn in einzelnen Quartalen ein Verlust nicht auszuschließen ist."
Sobald der Markt allerdings wieder drehe, wolle Brenk von der Pole-Position starten. "Mittelfristig können wir von der Energie-Thematik profitieren. Auch der Trend zu Fertighäusern sollte eher zunehmen als abnehmen. Unser Kerngeschäft ist zudem schnell wieder auf Kurs, wenn sich die Märkte insgesamt beruhigen. Ich bin mittelfristig zuversichtlich, auch wenn uns die Finanz- und Wirtschaftskrise in 2009 härter trifft, als vor ein paar Wochen noch angenommen", ziehe Brenk Bilanz.
Die Aktie von Homag habe die Krise längst vorweggenommen. Der Aktienkurs sei in nur einem Jahr von 25 auf inzwischen 6 Euro implodiert. Die Kapitalisierung sei von einst über 500 Mio. Euro auf unter 100 Mio. Euro geschmolzen. Das Unternehmen sei sehr interessant. Allerdings halten die Experten von "TradeCentre.de" einen jetzigen Einstieg für verfrüht, da das Kurspotenzial doch eher begrenzt ist. Das Potenzial nach unten inzwischen auch.
Man sollte ein oder zwei Quartale vor einem Einstieg in die Homag-Aktie abwarten, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 12.03.2009) (12.03.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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