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HORNBACH HOLDING auf die Watchlist setzen 10.03.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die HORNBACH HOLDING-Aktie (ISIN DE0006083439 / WKN 608343, VZ) auf die Watchlist zu setzen.
Der Betreiber von Bau- und Gartenmärkten habe in den ersten neun Monaten des Wirtschaftsjahres 2008/2009 per Ende November nichts von der Krise gespürt. Im Neunmonatszeitraum seien die Einnahmen der Hornbach Holding AG, der Muttergesellschaft der gleichnamigen Baurmarkkette, um 6,5 Prozent auf über 2,2 Milliarden Euro geklettert. Noch besser habe sich der Ertrag entwickelt. Vor Zinsen und Steuern sei der Gewinn um 65 Prozent auf rund 165 Millionen Euro gestiegen. Hierzu hätten auch nicht operative Ergebniseffekte aus Immobilienverkäufen beigetragen. Ohne diese Effekte sei das EBIT operativ immerhin noch um rund 30 Prozent gestiegen.
Beim Treffen in Frankfurt habe sich Vorstandschef Albrecht Hornbach und sein CFO Roland Pelka für die weitere Entwicklung recht zuversichtlich gezeigt. Bislang sei in den Hornbach Bau- und Gartenmärkten nur wenig von einer Konsumflaute zu spüren. Dennoch gebe es natürlich auch für Deutschlands viertgrößten Baumarktkonzern einige Unwägbarkeiten. Insbesondere in der Frage, wie sich der private Konsum in der nächsten Zeit entwickeln werde. "Diese Glaskugel habe ich leider nicht dabei, weshalb eine Aussage für das neue Wirtschaftsjahr sehr schwierig ist", so Hornbach.
Grundsätzlich sehe der Firmenlenker aber nicht schwarz. Grund sei, dass in schwierigen Zeiten Konsumenten den Kauf von Autos oder teuren Luxusartikeln aufschieben würden. Gerne werde in solchen Phasen das Eigenheim aufgewertet. Professionelle Heimwerkerker und Hobbyheimwerker sowie Gärtner würden sodann in den eigenen vier Wänden werkeln und das nötige Material im Baumarkt einkaufen. Auch könnte die Baumarktkette von Investitionen von Eigenheimbesitzern bezüglich Dämmung und anderen umweltfreundlichen Maßnahmen profitieren. "Exakt dafür bieten wir die richtigen Produkte an", sage Hornbach.
Das Geschäftsjahr 2008/2009 der Hornbach Holding, welches Ende Februar ende, dürfte der Konzern erfolgreich abgeschlossen haben. "Wir haben ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt bei einem deutlich überproportionalen Gewinnsprung des EBIT", sage CFO Pelka. "Daran halten wir fest". Entsprechend dürfte die Holding Einnahmen von circa 2,75 Milliarden Euro ausweisen und die Baumarkt AG Einahmen von rund 2,6 Milliarden Euro. Die Rekordwerte des EBIT aus dem Vorjahr von 119 Millionen Euro in der Muttergesellschaft und 96 Millionen Euro im Hornbach Baumarkt dürften jeweils deutlich überschritten werden.
Besonders zufrieden habe sich Pelka hinsichtlich des Schlussquartals mit einer erfolgreichen Sale & Leaseback Transaktion gezeigt. Ein Konsortium aus Privatinvestoren und der in Tel Aviv börsennotierten Electra Real Estate habe ein Portfolio von mehreren Baumärkten der Gruppe mit einem Gesamtvolumen von mehr als 60 Millionen Euro erworben. "Der Veräußerungsgewinn in Q4 liegt bei für uns bei rund 20 Millionen Euro", sage der Finanzvorstand. Neben operativer Gewinnsteigerung werde dieses Geschäft das EBIT zusätzlich dynamisieren.
Auf die mögliche Eintrübung des operativen Geschäfts könne Hornbach schnell und sehr flexibel reagieren. So sei im neuen Geschäftsjahr lediglich die Eröffnung von zwei neuen Baumärkten geplant. "Wir können an dieser Stelle auf die Bremse drücken und sind nicht in Eile schnell neue Märkte zu eröffnen", sage Hornbach. An der Kostenschraube seien die Pfälzer ebenfalls flexibel. "Wir sind schon sehr kosteneffizient. Wenn es wider Erwarten zu einem dauerhaften drastischen Nachfrageeinbruch in unseren Märkten käme, wären wir in der Lage, auf der Kostenseite vernünftig gegenzusteuern", ergänze Pelka.
Deutschlands viertgrößte Baumarktkette habe nach neun Monaten im Kalenderjahr 2008 schneller wachsen können als die die Branche. Diese habe auf flächenbereinigten Umsatz sogar Rückgänge zu verzeichnen, während Hornbach Zuwächse verzeichnet habe. Der Trend eines besseren Abschneidens zur Branche könnte sich weiter fortsetzen. Der Marktanteil des Baumarkt-Betreibers liege aktuell bei circa 8,5 Prozent.
Das Familienunternehmen aus der Pfalz stehe auf gesunden Beinen. Selbst wenn das Jahr 2009/2010 auch für Hornbach nicht einfach werde und die rezessiven Daten nicht spurlos an der Firma vorbeigehen würden, sei die Aktie bei Kursen um 40 Euro alles andere als ambitioniert bewertet. Aktuell werde das Unternehmen um mehr als 50 Prozent unter dem Niveau des Buchwertes von knapp 800 Millionen Euro gehandelt. Die Kapitalisierung liege aktuell bei 361 Millionen Euro.
Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von HORNBACH HOLDING auf die Watchlist zu setzen. (Analyse vom 10.03.2009) (10.03.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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