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5,80 € |
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-1,55 % |
20.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007856023 |
785602 |
- € |
- € |
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ElringKlinger auf die Watchlist setzen 10.02.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von ElringKlinger (ISIN DE0007856023 / WKN 785602) ganz oben auf die Watchlist zu setzen.
Der Automobilzulieferer aus dem schwäbischen Dettingen an der Erms werde von der desaströsen Branchenlage nicht verschont. Allerdings würden die Schwaben ihr Unternehmen vielfach besser durch die Krise steuern als so manch andere aus dem Zuliefererumfeld. Das Unternehmen habe in 2008 Geld verdient und strebe auch in diesem Jahr ansehnliche Renditen an.
"Die Fahrzeugindustrie liegt am Boden. Solch eine Situation war zumindest bisher unvorstellbar. Wir sind nicht direkt an die Fahrzeugindustrie gekoppelt, sondern eher an den weltweiten Verkauf von Motoren", sage Vorstandschef Stefan Wolf den Experten im Hintergrundgespräch. Der Auftragseingang im Gesamtjahr 2008 liege dennoch um 20 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Damit sind wir im Branchenvergleich noch gut weggekommen. Andere haben Rückgänge von 50 bis 70 Prozent".
Laut dem CEO könne ElringKlinger die Situation zumindest etwas abfedern. Das liege an der breiten Produktpalette. Bei Themen wie zum Beispiel Verbrauchs- und Emissionsreduzierung sowie Abschirmtechnik seien die Schwaben mit von der Partie. Auch von der Abwrackprämie, die vor allem kleinere und mittlere Fahrzeuge etwas beflügle, profitiere ElringKlinger. Zudem sei der Vorstand auf Zukunftsthemen wie Brennstoffzellen oder Elektroantriebe gut vorbereitet.
Euphorie beim Thema Elektroauto breche bei Wolf allerdings nicht aus. "Die Hersteller vermitteln nicht das richtige Bild der Lage. Das Thema Elektro-Motor, zumindest in Großserien zu vernünftigen Preisen, liege weit, weit in Ferne", sage Wolf. In den nächsten drei bis fünf Jahren werde diesbezüglich laut dem Firmenchef nicht viel passieren. "Eher in 10 bis 15 Jahren". Grund: "Woher soll der Strom kommen?". Wer über Großserien von Elektro-Motoren spreche, könne gleich den Bau von Atomkraftwerken in Auftrag geben, ergänze Wolf. Für ElringKlinger sei dieses Thema daher vorerst kein Besonderes.
Für 2009 erläutere Wolf den Experten gegenüber zwei Szenarien. Erstens: Sofern sich die Fahrzeugmärkte in der zweiten Jahreshälfte wieder zu erholen beginnen würden, erwarte der CEO einen Umsatz von circa 660 Millionen Euro und eine EBIT-Marge von 12 bis 13 Prozent. Das entspreche dem Niveau des Vorjahres unter Berücksichtigung einer bereinigten Marge. Zweites Szenario: Der Rückgang der Fahrzeugproduktion auf den Märkten in Nordamerika und Europa stürze in diesem Jahr um weitere 20 bis 25 Prozent ab.
Zusätzlich würden sich die Schwellenländer bei den Fahrzeugverkäufen weiter abschwächen, solle der Umsatz bei 580 bis 600 Millionen Euro liegen und die EBIT-Marge bei acht bis zehn Prozent. "Aus heutiger Sicht stellt dies unser Worst-Case dar", sage Wolf. Operativ würde die Firma sodann knapp 50 Millionen Euro verdienen. Abzüglich des Finanzergebnisses von negativen 15 Millionen Euro und einer Steuerquote von 39 Prozent, errechne sich ein Überschuss von mehr als 25 Millionen Euro und ein Ergebnis je Aktie von circa 45 Cent.
Um das Unternehmen auf die veränderte Marktsituation einzustellen, wolle Wolf bereits in diesem Jahr zehn Millionen Euro an Kosten sparen. "Das trifft die Personal- und Sachkosten. Befristete Verträge verlängern wir nicht und ab dem 1. Februar führen wir Kurzarbeit ein", sage Wolf. Zudem würden die Investitionen auf circa 40 Millionen Euro mehr als halbiert. Das müsste am Jahresende positive Auswirkungen auf den Free Cashflow haben, da ElringKlinger satte operative Cashflows einfahre.
Dank der guten Cashflows sei auch die Verschuldung, nach neun Monaten Ende 2008 hätten die kurz- und langfristigen Bankschulden bei knapp einer Viertelmilliarde Euro gelegen, nicht tragisch. Die rund 90 Millionen Euro an kurzfristigen Schulden wolle Wolf langfristig umfinanzieren. "Wir haben kein Problem diese umzufinanzieren. Allerdings machen wir die Finanzierung mit Sparkassen und Volksbanken anstatt mit Großbanken".
ElringKlinger sei einer der gesündesten Automobilzulieferer. Für das Jahr 2008 kündige Wolf auch eine Dividende an. Im Jahr zuvor seien 47 Cent ausgeschüttet worden. "Die Dividende wird geringer als in 2007 ausfallen. Sie wird aber trotz der Lage eine vernünftige Größenordnung haben", erläutere der Firmenchef.
Die Experten "TradeCentre.de" empfehlen die Aktie von ElringKlinger ganz oben auf die Watchlist zu setzen und stärkere Rücksetzer in den Bereich von 6,00 bis 6,50 Euro für Käufe zu nutzen. Großaktionär Lechler habe dies übrigens auch jüngst getan. Er habe die Beteiligung an ElringKlinger auf über 55 Prozent aufgestockt, da er Geld übrig gehabt habe und das Kursniveau für ihn reizvoll gewesen sei. (Analyse vom 10.02.2009) (10.02.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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