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Sixt für spekulativ agierende Anleger 05.02.2009
Antizyklischer Börsenbrief
München (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Antizyklischer Börsenbrief" eignen sich die Sixt-Aktien (ISIN DE0007231334 / WKN 723133, VZ) vor allem für spekulativ agierende Anleger.
Das Unternehmen sei in Deutschland und Österreich Marktführer in der Autovermietung und einer der größten unabhängigen Leasing-Anbieter. Die ersten neun Monate 2008 seien durchwachsen ausgefallen: Zwar seien in den Geschäftsbereichen Autovermietung und Leasing deutliche Umsatzzuwächse über Marktdurchschnitt zu verzeichnen gewesen. Das Konzernergebnis befinde sich damit weiterhin auf hohem Niveau, sei allerdings durch deutlich gestiegene Fuhrparkkosten und von einem schlechteren Finanzergebnis beeinflusst worden.
Bis Herbst vergangenen Jahres seien die Geschäfte bei Sixt noch gut gelaufen: Der operative Konzernumsatz aus Autovermiet- und Leasinggeschäften (ohne Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge), der die Geschäftsentwicklung von Sixt am besten widerspiegle, habe sich im Neun-Monats-Zeitraum von Januar bis September auf Basis einer robusten Nachfrage aus dem Inland und eines dynamisch wachsenden Auslandsgeschäfts um 12,1 Prozent auf 1,15 Mrd. Euro (neun Monate 2007: 1,02 Mrd.) erhöht. Dabei habe der Geschäftsbereich Autovermietung einen Umsatzzuwachs von 11,6 Prozent auf 832,6 Mio. Euro verzeichnet. Der Umsatz aus Leasinggeschäften habe sich in den ersten neun Monaten um 13,7 Prozent auf 313,5 Mio. Euro erhöht. Der gesamte Konzernumsatz (inklusive Erlöse aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge) habe sich nach neun Monaten auf 1,34 Mrd. Euro belaufen (Vorjahreszeitraum: 1,17 Mrd., +14,4 Prozent).
Das Konzernergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) habe in den ersten neun Monaten 2008 trotz der Kostenmehrbelastungen im operativen Geschäft mit 143,1 Mio. Euro um 3,6 Prozent über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums (138,1 Mio.) gelegen. Der Rückgang des Konzernergebnisses vor Steuern (EBT) von 110,9 Mio. Euro auf 95,9 Mio. Euro (-13,5 Prozent) sei auf ein schlechteres Finanzergebnis zurückzuführen, das außer von höheren Zinsaufwendungen zur Finanzierung der vergrößerten Flotte zusätzlich durch ein geringeres Ergebnis aus der Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten beeinflusst gewesen sei.
Die Rahmenbedingungen für die Sixt-Geschäfte hätten sich seit September in wichtigen Märkten im Zuge des allgemeinen Konjunkturabschwungs und der Finanzkrise eingetrübt, auf dem stark ermäßigten Kursniveau sei mittlerweile aber auch eine ganze Menge an schlechten Nachrichten enthalten. Trotz dieses widrigen Umfelds strebe der Vorstand unverändert an, im Gesamtjahr 2008 den operativen Konzernumsatz zu steigern. Beim Konzern-EBT werde mit einer Größenordnung von 100 Mio. Euro gerechnet. Diese Prognose setze voraus, dass keine negativen Ereignisse von wesentlicher Tragweite für den Konzern eintreten würden.
Das erhöhte Kostenniveau im operativen Geschäft, steigende Finanzierungskosten und der eingebrochene deutsche Gebrauchtwagenmarkt würden sich auch im vierten Quartal dämpfend auf die Ergebnisentwicklung auswirken, so das Unternehmen. Doch trotz des allgemeinen Konjunkturabschwungs rechne Sixt weiterhin mit einem Anstieg des operativen Konzernumsatzes. Beim Konzern-EBT werde allerdings nur noch mit einer Größenordnung von 100 Mio. Euro gerechnet. Zuvor habe Sixt noch mit 115 bis 125 Mio. Euro gerechnet (Gesamtjahr 2007: 137 Mio. Euro). Die aktuelle Prognose setze voraus, dass keine negativen Ereignisse von wesentlicher Tragweite für den Konzern eintreten würden, so das Unternehmen. Der Kursverlauf sehe jetzt recht konstruktiv aus. Die Vorzugsaktien hätten im Bereich von acht Euro kürzlich einen Boden bilden können, der in den vergangenen Wochen nochmals getestet worden sei.
Recht interessant sei die fundamentale Bewertung. Auf dem aktuellen Kursniveau sei einiges an schlechten Nachrichten verarbeitet. Derzeit errechne sich ein KGV für 2009 von etwa 4,0. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis notiere bei 0,2, die Aktien würden 50 Prozent unter Buchwert gehandelt.
Die Aktien von Sixt eignen sich als Depotbemischung vor allem für spekulativ agierende Anleger, die davon ausgehen, dass die Abwrackprämie das Geschäft im Leasingbereich beleben kann, so die Experten von "Antizyklischer Börsenbrief". Der Kursverlauf zeige eine Bodenbildung. Den Stopp-Loss würde man unterhalb von 7,30 Euro platzieren. Insider-Käufe habe es hier zuletzt nicht gegeben. (Ausgabe 2 vom 04.02.2009) (05.02.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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