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XING kaufen 13.01.2009
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von XING (ISIN DE000XNG8888 / WKN XNG888) zu kaufen.
Der Betreiber des Business-Netzwerkes XING sei eine Gelddruckmaschine. Bei allen wichtigen Kennzahlen gebe es überall nur Pluszeichen und neue Bestmarken. Nach neun Monten in 2008 hätten die Hamburger bei Einnahmen von 25 Millionen Euro eine um M&A-Kosten von über 700.00 Euro bereinigte EBITDA-Marge von 38 Prozent erzielt. Der operative Cashflow habe mit 11,5 Millionen Euro in der Zeit von Januar bis September gesprudelt. Trotz der Kosten für Zukäufe habe das Unternehmen auch einen Free-Cashflow von rund fünf Millionen Euro ausweisen können.
Die Zahlen für das dritte Quartal hätten ebenfalls mit neuen Bestmarken und super Margen überzeugt. Die EBITDA-Marge habe ein Niveau von 40 Prozent erreicht und die Umsatzrendite habe satte 20 Prozent betragen. XING erziele seit nunmehr sieben Quartalen neue Rekorde. "Der Trend setzte sich auch im vierten Quartal fort", sage Gründer und CEO Lars Hinrichs im Gespräch mit "TradeCentre.de". Bei der Gesellschaft sei von der Krise nichts zu spüren. "Wir profitieren von der derzeitigen Situation". In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten würden Menschen auf persönliche Kontakte setzen und ihr Netzwerk nutzen, um sich auszutauschen.
XING zähle inzwischen mehr als 6,5 Millionen Mitglieder und bereits mehr als eine halbe Million zahlende Kunden. Was früher diverse Wirtschaftszeitungen ihr bestes Ass im Ärmel genannt hätten, erfreue nun Hinrichs Monat für Monat. Um das Unternehmen auf mehrere Säulen zu stellen und zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen, würden die Netzwerker inzwischen auch Stellenanzeigen und Werbung anbieten. "Das Potenzial im B2B-Geschäft mit Firmenkunden haben wir längst noch nicht ausgereizt. Auch hier ist noch viel Platz für Wachstum." Um den Mitgliedern noch mehr beruflichen Mehrwert zu bieten, habe XING kurz vor dem Jahreswechsel das New Yorker Unternehmen socialmedian übernommen.
Die Kombination mit der innovativen Social News Technologie von socialmedian biete großes Potenzial, um berufstätige bei XING auch mit intelligent gefilterten Content und Services zu versorgen. Über die Filterung der News durch das eigene soziale Netzwerk könne der berufliche Informationsfluss intelligent gesteuert und damit die Relevanz der so gefilterten Nachrichten entscheidend verbessert werden. "Wir wollen unseren Mitgliedern stets den größtmöglichen beruflichen Mehrwert bieten und dazu gehören natürlich auch relevante Informationen. Dafür verfügen wir jetzt über die notwendige Schlüsseltechnologie", erkläre Hinrichs.
Um das Wachstum zu beschleunigen, könnte XING so beispielsweise auch mit Zeitungen stärker kooperieren. Laut Hinrichs würden Kooperationsgespräche mit "sehr großen Firmen" auf allen Fronten stattfinden. Drittes Standbein sei Werbung. "Wir sind von Werbung nicht abhängig und es ist auch nicht unser Hauptfokus. Wir nehmen zusätzliche Umsätze aber natürlich gern mit", erkläre der jüngst 32 Jahre alt gewordene Unternehmer.
Die Norddeutschen würden sich trotz guter Marktstellung nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. "Wir haben riesiges Potenzial. Alles, was unseren Mitgliedern echten beruflichen Mehrwert bringt, ist interessanter Content für uns. Dabei prüfen wir auch laufend, was wir unseren Mitgliedern kostenlos anbieten und für welche neuen Services wir auch zusätzliche Erträge generieren können. Dafür haben wir eine prall gefüllte Projektpipeline. Unsere Mitglieder können sich im ersten Quartal des neuen Jahres auf viele neue Features freuen, die vor allem auf das Networking für Unternehmen abzielen."
Hinrichs gerate bei der Vorstellung regelrecht ins Schwärmen und sehe in dem erweiterten Serviceleistungen auch viel Platz für zusätzliche Einnahmen. Die Katze aus dem Sack habe der CEO an dieser Stelle aber nicht lassen wollen. "XING wird bereits heute von vielen als eine Art berufliche "Gelbe Seiten" genutzt. Daraus ergibt sich für uns viel Potenzial für neue Ertragssäulen", deute Hinrichs an.
In 2008 dürfte XING bei Einnahmen von circa 35 Millionen Euro ein EBITDA von mehr als zwölf Millionen Euro einfahren. Netto sollten mehr als sieben Millionen Euro in der Kasse klingeln oder circa 1,35 Euro je Aktie. Für 2009 erwarte Hinrichs weiterhin starke Wachstumsraten. "Unser Fokus liegt in erster Linie darauf, unsere Marktführerschaft in Europa konsequent auszubauen und auch umsatzseitig weiter sehr schnell zu wachsen." Trotz des imposanten Wachstums seien bei den Hamburgern auch stets die Gewinne mitgewachsen. Um die Marktanteile weiter auszubauen, werde auch weiter investiert. Dies könnte kurzfristig auch einen Einfluss auf die Margen haben.
Zukäufe seien unverändert für XING interessant. "In der jetzigen Phase können wir durch drastisch geringere Kaufpreise Firmen zukaufen im Vergleich zum Frühjahr oder Sommer 2008. Diese Chancen werden wir nutzen wenn wir erkennen, dass sich daraus ein deutlicher Mehrwert für uns ergibt", erkläre Hinrichs. Auf der Bank horte XING mehr als 40 Millionen Euro Cash bei keinerlei Schulden.
Nach United Internet in ihrer besten Phase sei nach Erachten der Experten nun XING vermutlich sogar das beste börsennotierte Internetunternehmen in Deutschland. Starkes Wachstum, super Margen, hervorragende Cashflows und viel Geld in der Kasse - wo bekomme man dies heutzutage sonst geboten? Mittelfristig könnte XING von sehr großen Playern auch aufgekauft werden.
Hinrichs, der sich Mitte Januar in den Aufsichtsrat zurückziehe, halte knapp 30 Prozent der Anteile. "Nach fünf Jahren in XING übergebe ich das Zepter an meinen Nachfolger Stefan Groß-Selbeck. XING hat inzwischen eine Phase erreicht, die ich in andere Hände geben will. Mein Fokus ist wieder eine neue Firma zu gründen", sage der Firmenchef. Sein Aktienpaket an der Gesellschaft sehe er aber als langfristiges Investment. Zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Preisniveau, sollte etwa Google oder ein Medienkonzern ein Angebot auf den Tisch legen, könnte Hinrichs eventuell doch schwach werden. Aber das sei eher ein mittel- als kurzfristiges Szenario.
Mit einem KGV von 12 für 2009 sei XING sehr günstig zu haben.
Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die XING-Aktie zum Kauf und sehen in dem Papier eine Chance von 100 Prozent auf Sicht von zwölf bis 18 Monaten. (Analyse vom 13.01.2009) (13.01.2009/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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