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LUDWIG BECK kaufen


08.01.2009
GSC Research

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, empfiehlt weiterhin, die Aktien von LUDWIG BECK (ISIN DE0005199905 / WKN 519990) zu kaufen.

LUDWIG BECK habe am 5. Januar im Rahmen des sog. "Trading Statements" vorläufige Umsatzzahlen auf Bruttoebene (d.h. inklusive der Mehrwertsteuer) für das abgelaufene Geschäftsjahr gemeldet. Demnach habe das Münchener Unternehmen filial- bzw. flächenunbereinigt einen plangemäßen Umsatzrückgang um 0,9 Prozent auf 102,6 (Vj. 103,5) Mio. Euro verzeichnet. Flächenbereinigt habe LUDWIG BECK hingegen einen Zuwachs von fast 2 Prozent auf 102,6 (100,7) Mio. Euro ausgewiesen, was man im Hinblick auf das schwierige Umfeld des deutschen Einzelhandels als beachtlich einstufe.

Da man den Umsatz auf Nettoebene schätze, habe man die jetzt veröffentlichten Zahlen um die Mehrwertsteuer bereinigt. Dabei wolle man darauf hinweisen, dass die nachfolgenden Zahlen für 2008 von LUDWIG BECK noch nicht offiziell veröffentlicht worden seien und somit später unter Umständen Rundungsdifferenzen auftreten könnten. Flächenunbereinigt habe LUDWIG BECK somit einen Nettoumsatz von 86,2 (87,0) Mio. Euro ausgewiesen, was zwar unter der Schätzung der Analysten von 87,5 Mio. gelegen habe, in Anbetracht des schwierigen Umfeldes betrachte man das aber trotzdem noch als zufrieden stellend.

Als wesentlich wichtiger stufe man die in der Unternehmensmitteilung gemachten qualitativen Aussagen hinsichtlich des Weihnachtsgeschäftes und der Ergebnisentwicklung ein. LUDWIG BECK habe hier gemeldet, dass das Weihnachtsgeschäft entgegen allen Befürchtungen besser als im Vorjahr ausgefallen sei. Als Folge dessen gehe das Unternehmen nach aktuellem Erkenntnisstand davon aus, dass die angepeilte Ergebnissteigerung von 10 Prozent auf EBIT-Ebene "vollumfänglich" erreicht werde. Damit habe LUDWIG BECK nach dem Eindruck der Analysten erneut besser als die Branche abgeschnitten, die laut Verbandsangaben lediglich ein unverändertes Weihnachtsgeschäft für habe verbuchen können.


Die Peer Group habe man aus deutschen Einzelhandelsunternehmen (Arcandor / ehemals Karstadt Quelle, Bijou Brigitte, Douglas, Fielmann, Hawesko, Hornbach-Baumarkt, Metro und Praktiker) als vergleichbaren Firmen an der Börse gebildet. Die Gewinnschätzung der Analysten für 2009 von 0,75 (bisher 0,78) Euro je Aktie führe in Verbindung mit dem durchschnittlichen 2009er-KGV der Peer Group von 9,7 (bisher 9,9 für 2008) sowie einem Abschlag von 15 Prozent aufgrund der gegenüber dem Großteil der Peer-Group-Unternehmen deutlich geringeren Größe zu einem fairen Wert von 6,15 (5,96) Euro für die LUDWIG BECK-Aktie. Hier spiegle sich die zwar zurückhaltende, aber vergleichsweise stabile Bewertung von deutschen Handels- und Konsumtiteln im aktuellen Börsenumfeld durch die Marktteilnehmer wieder.

Wegen der stetigen Cash-Flow-Einahmen von LUDWIG BECK nehme man zusätzlich eine DCF-Bewertung vor. Das Modell der Analysten (Ausgangs-Cash Flow 3,5 Mio. Euro, Abzinsungszinssatz 6,01%, ewiges Wachstum 0%, Beta 1,0) ergebe einen fairen Wert von 15,18 (14,51) Euro. Der gestiegene Wert resultiere aus dem seit der letzten Analyse drastisch gesunkenen Zinsniveau. Als fairen Wert der Aktie lege man den Mittelwert aus Peer-Group- und DCF-Bewertung zugrunde. Damit bilde man einerseits die Abhängigkeit vom deutschen Einzelhandel und Konsumklima ab, trage auf der anderen Seite aber auch der Fähigkeit von LUDWIG BECK Rechnung, am exklusiven Hauptstandort in München hohe Margen zu generieren und somit eine eigene "Firmenkonjunktur" zu kreieren. Der gewichtete Fair Value aus Peer Group und DCF-Modell betrage somit 10,66 (bisher 10,23) Euro, welchen man auf das neue Kursziel von 10,60 (10,20) Euro abrunde.

LUDWIG BECK stemme sich mit Erfolg gegen das schwierige wirtschaftliche Umfeld für den privaten Konsum in Deutschland. Das Münchener "Kaufhaus der Sinne" habe zwar leicht unter der Umsatzschätzung der Analysten gelegen, habe aber mit einer stringenten Kostendisziplin das selbst gesetzte Ziel für 2008, das operative Ergebnis (EBIT) um 10 Prozent zu steigern, erreicht. Da dies auch den Schätzungen der Analysten entsprochen habe, werte man das jetzige "Trading Statement" trotz der Umsatzunterschreitung der Schätzung der Analysten als sehr positiv.

Man nehme zwar im Hinblick auf die zurückhaltenden Wirtschaftsprognosen für das laufende Jahr die Schätzungen für 2009 leicht zurück. Man gehe aber davon aus, dass es LUDWIG BECK erneut gelingen werde, sich in diesem ambitionierten Umfeld wacker zu schlagen. Zudem dürfte sich der Konsum insgesamt nach dem Eindruck der Analysten auf niedrigem Niveau stabilisieren. Man erneuere somit die Kaufempfehlung für die LUDWIG BECK-Aktie. Das Kurspotenzial falle zwar mit etwas mehr als 16 Prozent begrenzt aus, auf der anderen Seite erachte man das Chancen-Risiko-Profil des Wertes insgesamt als ausgewogen. Die nach den Korrekturen geschätzte Dividendenrendite stelle mit 3,3 Prozent zwar für sich genommen kein Kaufargument mehr da, sollte jedoch nach dem Eindruck der Analysten verlässlich gezahlt werden.

Die Analysten von GSC Research empfehlen die Aktie für LUDWIG BECK weiterhin zum Kauf. Das Kursziel werde von zuvor 10,20 Euro auf jetzt 10,60 Euro erhöht. (Analyse vom 08.01.2009) (08.01.2009/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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