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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000A0LD6E6 A0LD6E -   € -   €
 
 
 

Gerresheimer kaufen


12.12.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Leslie Iltgen, Analystin vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Gerresheimer (ISIN DE000A0LD6E6 / WKN A0LD6E) weiterhin mit "kaufen" ein.

Zwar habe das Unternehmen nach Aussagen des Managements im November noch keine "De-Stocking"-Effekte (Abbau von Lagerbeständen insbesondere bei den großen Pharmaunternehmen) gesehen, jedoch hätten einige Unternehmen (u.a. Novartis und Astra Zeneca) angekündigt ihre Lagerbestände zu reduzieren, so dass die Analysten nicht mehr ausschließen könnten, dass auch Gerresheimer in den kommenden Monaten davon betroffen sein könnte.

Dieser Effekt könnte zu einer "Delle" in den ersten sechs Monaten des neuen Geschäftsjahres führen. Da die Pharmaunternehmen jedoch angehalten seien einen Sicherheitsbestand vorzuhalten, gehe man davon aus, dass dieser Effekt zeitlich begrenzt sein werde und es in der zweiten Jahreshälfte 2009 zu einer Entspannung kommen werde.

Margendruck werde voraussichtlich auch durch die Zusammenführung von zwei Schmelzöfen in Q2/Q3 2009 entstehen. Der Produktionsausfall werde 7 Wochen andauern und Kosten in Höhe von rund 20 Mio. EUR verursachen. Dies betreffe den Bereich Moulded Glass, wo die Analysten die Margenerwartung entsprechend angepasst hätten. Hinzu würden die Anlaufkosten für die 3. RTF-Linie und fehlende Ergebnisbeiträge aus dem Bereich Technical Plastics (TP), aufgrund der sich deutlich verschlechternden Lage auf dem Automobil-Zuliefer-Markt kommen.


Die Unsicherheit, was den baldigen Verkauf von TP anbelange, sei gestiegen. Sollte es dem Konzern nicht möglich sein dieses Geschäft zeitnah zu veräußern, hätte dies im kommenden Jahr aufgrund der schlechten Auftragslage ebenfalls entsprechenden Margendruck zur Folge. In ihrem Modell hätten die Analysten den Verkauf dieser Sparte bislang noch nicht einbezogen, dies gelte aber auch für den nun zu erwartenden Margendruck für den Fall, dass eine Veräußerung in Q1/2009 nicht erfolge.

Ihre Schätzungen für 2009 und 2010 hätten die Analysten entsprechend angepasst und würden nun ein Ergebnis je Aktie in Höhe für 2009 von 1,00 EUR (zuvor: 1,34 EUR) und für 2010 in Höhe von 1,65 EUR (zuvor: 2,06 EUR) erwarten. Ihr Kursziel reduziere sich auf Basis ihres DCF-Modells von 33 EUR auf 27 EUR. Ihre Kaufempfehlung würden die Analysten jedoch beibehalten, da sie immer noch davon ausgehen würden, dass es Gerresheimer gelingen dürfte,auch im kommenden Jahr weiter zu wachsen, wenngleich nicht auf dem Niveau von 2008.

Neben dem allgemeinen Marktwachstum getrieben durch den weltweit steigenden Bedarf an Medikamenten und benutzerfreundlichen Verpackungslösungen, dürften auch diverse Wachstumsprojekte (darunter der Ausbau der Produktionskapazitäten bei RTF-Spritzen, der Ausbau des Pen-Geschäfts sowie des Geschäfts mit Desiccant Closures) zum weiteren Wachstum beitragen.

Dem zu erwartenden Margendruck durch den Abbau von Lagerbeständen bei den Pharmaunternehmen sowie bei einem Nicht-Verkauf der TP-Sparte stünden Margenverbesserungspotenzial u.a. durch den Kapazitätsausbau im RTF-Spritzen-Bereich oder etwa im Segment Life Science Research durch die Verlagerung der Produktion nach China aufgrund der dort deutlich niedrigeren Lohnkosten gegenüber (hier größter Margensprung in kommenden zwei Jahren zu erwarten).

Trotz der genannten Unsicherheitsfaktoren seien die Analysten zuversichtlich, dass es dem Unternehmen gelingen sollte auch langfristig weiter zu wachsen, zum einen getrieben durch den allgemein steigenden Bedarf nach Medikamenten und damit nach modernen und benutzerfreundlichen Verpackungslösungen, zum anderen durch die vom Unternehmen vorangetriebenen Wachstumsprojekte. Dabei dürfte Gerresheimer als global aufgestellter "One-Stop-Shop" für die Pharmaindustrie sicherlich profitieren. Den jüngsten Kursrückgang würden die Analysten indes für übertrieben halten.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die Gerresheimer-Aktie weiterhin mit dem Anlageurteil "kaufen". Das Kursziel werde von 33,00 auf 27,00 EUR gesenkt. (Analyse vom 12.12.2008) (12.12.2008/ac/a/nw)



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