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Aragon halten 01.12.2008
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Torsten Klingner, Analyst von SES Research, stuft die Aragon-Aktie (ISIN DE000A0B9N37 / WKN A0B9N3) weiterhin mit "halten" ein.
Die vorgelegten Q3-Zahlen hätten im Rahmen der Erwartungen gelegen. Da im Q3 der übernommene Strukturvertrieb Compexx konsolidiert worden sei (Umsatzanteil ca. EUR 2,5 Mio.), sei der Umsatz im organischen Geschäft gegenüber dem Vorjahresquartal um ca. 10% zurückgegangen. Dazu seien die Zurückhaltung der Anleger bei Einmalanlagen (Zertifikate, Aktienfonds, geschlossene Fonds) und der Rückgang der Assets under Management um 9% gekommen.
Auf der Ergebnisseite sei der Ergebnisbeitrag von der biw Bank durch Rückstellungen von ca. EUR 0,5 Mio. im Zusammenhang mit einer erhöhten Risikovorsorge im Rahmen der Einlagensicherung geschmälert worden. Durch die Bankenkrise könnten höhere Beiträge für den Einlagensicherungsfonds gefordert werden.
Die biw Bank (Anteil 47%) habe im Q3 trotz der Finanzkrise die Kundenzahl gegenüber dem Q2/08 um knapp 10% auf über 60 Tsd. steigern können (VJ: 40 Tsd.). Die Zahl der abgewickelten Orders habe jedoch im Jahresverlauf mit 0,91 Mio. im Q3 (Q1: 1 Mio., Q2: 0,82 Mio.) stagniert.
Im Q4 rechne Aragon mit einem leicht positiven Ergebnis. Bei den angestrebten exklusiv gebundenen Finanzmaklern (Haftungsdachvermittlern) sei das Jahresziel von 900 auf 700 bis Ende 2008 zurückgenommen worden. Bis Ende 2009 sollten es aber weiterhin 1.500 sein. Vor dem Hintergrund, dass strukturierte Produkte derzeit schwer beim Endkunden absetzbar seien, sei die Bereitschaft der Vermittler sich dem Haftungsdach anzuschließen geringer.
Aragon habe bereits auf den Ergebnisrückgang reagiert und verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen vorgenommen. Neben der Reduzierung der Holdingkosten werde beispielsweise bei JDC, deren Struktur bisher für starkes Wachstum ausgelegt gewesen sei, das Personal um 10% reduziert. Insgesamt solle der Kostenblock um ca. EUR 2 Mio. sinken.
Insbesondere kleine Maklerpools, die auf das Einmalanlagengeschäft fokussiert seien, hätten derzeit Probleme. Hier dürften sich für Aragon in den kommenden Monaten attraktive Gelegenheiten bieten, über die Buy and Build-Strategie zu wachsen (verfügbare Mittel ca. EUR 10 Mio.). Aus der durch die Krise forcierten Marktkonsolidierung sollte Aragon durch die herausragende Positionierung gestärkt hervorgehen. Marktbedingt bleibe die Visibilität gering.
Die Analysten von SES Research bewerten die Aragon-Aktie weiterhin mit "halten". Die Risikoprämie im DCF-Modell werde erhöht, wodurch das Kursziel von EUR 17 auf EUR 15 gesenkt werde. (Analyse vom 01.12.2008) (01.12.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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