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Deutsche Wohnen kaufen 28.11.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Deutsche Wohnen-Aktie (ISIN DE0006283302 / WKN 628330) unverändert mit "kaufen" ein.
Die 9-Monats-Zahlen der Deutsche Wohnen hätten wie folgt ausgesehen: Umsatz: 226,7 Mio. EUR (Vj.: 124,5 Mio. EUR); EBIT: 94,3 Mio. EUR (Vj.: 116,7 Mio. EUR); Konzernüberschuss: -13,3 Mio. EUR (Vj.: 58,6 Mio. EUR); FFO (Funds from operations) je Aktie: 0,74 EUR; NAV je Aktie: 37,07 EUR.
Der Umsatzsprung in diesem Jahr sei der Übernahme der Gehag geschuldet. Diese sei in 2007 nicht seit Jahresanfang konsolidiert worden. Das EBIT sei dennoch geringer ausgefallen als im Vorjahr. Hintergrund seien die Erträge aus der oben genannten Übernahme sowie Fair-Value-Bewertungen auf das Immobilienportfolio. Beide Faktoren hätten im Vorjahr für zusätzliche Erträge in Höhe von 57,9 Mio. EUR bzw. 32,5 Mio. EUR gesorgt. Kostenseitig seien in diesem Jahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 20,8 Mio. EUR hinzugekommen. Durch diese sollten in Zukunft Personalkosten in Höhe von 9,9 Mio. EUR im Jahr eingespart werden.
Im eigentlichen operativen Geschäft habe sich die Deutsche Wohnen weiterhin stark gezeigt. Im Bereich Vermietungen seien die Mieten auf 5,07 EUR/m² angehoben worden. Bis zum Jahresende würden bis zu 5,11 EUR/m² in Aussicht gestellt. Die Leerstandsquote im Kernsegment habe sich auf 4,3% ggü. 4,5% im Vorquartal reduziert. Dadurch bedingt habe das Unternehmen seine Guidance für die Nettokaltmieten von 188 Mio. EUR auf 193 Mio. EUR erhöht. Im Bereich Verkauf seien 525 Wohneinheiten im Einzelverkauf und 1.065 Einheiten im Blockverkauf veräußert worden.
Das Nettoergebnis (nach Vertriebsaufwendungen) habe hier 7,3 Mio. EUR betragen. Bis zum Jahresende würden 10 Mio. EUR Gewinn erwartet. Die guten Ergebnisse aus den beiden Bereichen hätten sich auch auf den Cash-flow niedergeschlagen. Der Free-Cash-flow habe in den ersten neun Monaten 40,4 Mio. EUR betragen. Mit diesem sowie mit Teilen des Kassenbestandes seien insgesamt 58,2 Mio. EUR an Darlehen zurückgeführt worden.
Finanzierungsseitig habe das Unternehmen noch einige Aufgaben zu lösen. In den nächsten drei Jahren müssten Kredite mit einem Volumen von 160 Mio. EUR prolongiert werden. Diese würden aber, sofern diese nicht prolongiert werden könnten, durch die Geldflüsse aus dem Verkauf der Immobilien, dem Vermietungsgeschäft sowie dem Verkauf der Tochter Katharinenhof finanzierbar sein.
Insgesamt habe das Unternehmen seine Guidance für das EBITDA auf 137 Mio. EUR für das Gesamtjahr erhöht, das durch die Gewinne in Höhe von 16,7 Mio. EUR aus dem Verkauf der AKF Telekabel sekundiert werde. Auf Ebene des Nachsteuergewinns würden die Analysten davon ausgehen, dass es im letzten Quartal zu weiteren negativen Wertanpassungen von Derivaten kommen werde. Zudem sei noch nicht klar, wie die Wertanpassung des Portfolios zum Jahresende ausfallen werde. Dennoch gehe man davon aus, dass das Unternehmen eine geringe Dividende zahlen werde, um die Aktionäre am Verkauf von AKF Telekabel zu beteiligen.
Folgende Punkte würden die Analysten bei der Aktie als relevant ansehen: Der Personal- und Verwaltungsaufwand seien im Quartalsvergleich rückläufig. Der FFO je Aktie habe 0,74 EUR betragen; dies steigere die Innenfinanzierungskraft. Zugleich sei das Unternehmen ohne Einmaleffekte operativ noch sehr schwach.
Das Unternehmen habe sich in den letzten Quartalen gut aufgestellt. Durch die bisher getätigten Restrukturierungen würden die Verwaltungskosten im Portfolio weiter sinken.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Deutsche Wohnen-Aktie weiterhin mit "kaufen" ein. Das Kursziel liege unverändert bei 10,00 Euro. (Analyse vom 28.11.2008) (28.11.2008/ac/a/nw)
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