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ARQUES Industries verkaufen 20.11.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, stuft die Aktie von ARQUES Industries (ISIN DE0005156004 / WKN 515600) mit "verkaufen" ein.
ARQUES habe heute das Zahlenwerk zum Neun-Monats-Zeitraum vorgelegt. Nachdem es bereits am 17.11. eine Gewinnwarnung für das laufende Geschäftsjahr gegeben habe, habe die Schwäche der Zahlen nicht mehr groß überraschen können. Die Verluste zum Halbjahr seien somit deutlich ausgebaut worden: der Umsatz: 3.925,8 Mio. EUR (+322%), das EBITDA: 40,6 Mio. EUR (-72,7%), das EBIT: -92,3 Mio. EUR (n.a), das Konzernergebnis: -114,7 Mio. EUR (n.a.).
Der Umsatz habe im Wesentlichen aufgrund der großen Akquisition von Actebis, welche im vierten Quartal 2007 erstmals konsolidiert wurde, über dem Niveau aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gelegen. Das EBITDA sei so deutlich zurückgegangen, da die Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen sowie aus der Auflösung von negativen Unterschiedsbeträgen (Bargain Purchase), also aus dem Kerngeschäft, deutlich gesunken seien. Die Erträge aus den Bargain Purchase seien im Neun-Monats-Zeiraum von 135,6 Mio. EUR auf 13,1 Mio. EUR zurückgegangen, die Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen seien von 60 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR gesunken. Im dritten Quartal sei das EBITDA in diesem Jahr erstmals in Minus gerutscht.
Da sich sowohl die planmäßigen Abschreibungen deutlich von 27,6 Mio. EUR auf 60,6 Mio. EUR erhöht hätten und im laufenden Geschäftsjahr bereits außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund nicht erfolgreicher Restrukturierungen in Höhe von 72,3 Mio. EUR angefallen seien, sei ARQUES auch nach drei Quartalen beim EBIT deutlich in Minus gerutscht.
Positiv habe sich der Free-Cash-flow entwickelt. Er sei von 13,2 Mio. EUR auf 57,2 Mio. EUR gestiegen. Im Berichtszeitraum habe ARQUES Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 70 Mio. EUR zurückgeführt. Damit hätten sich diese von 339,5 Mio. EUR zum 31.12.2007 auf nun 263 Mio. EUR reduziert. Dem stünden liquide Mittel in Höhe von ca. 100 Mio. EUR gegenüber. Die Eigenkapitalquote sei in den letzten neun Monaten von 21,9% auf 17,6 Mio. EUR gesunken.
ARQUES plane für das laufende Geschäftsjahr mit einem EBITDA von über 100 Mio. EUR. Nach mehreren Gewinnwarnungen im laufenden Jahr, sollte es hier so kurz vor Geschäftsjahresende wohl keine weiteren Zielverfehlungen geben. Einen wesentlichen Beitrag vom daraus resultierenden EBITDA in Höhe von ca. 60 Mio. EUR in Q4 werde aus dem negativen Unterschiedsbetrags im Zusammenhang mit der seit dem 1.10.2008 konsolidierten SHC, die nun unter dem Namen Gigaset Communications GmbH agiere, resultieren.
In diesen Zeiten würden die Analysten große Probleme auf ARQUES in Bezug auf die Restrukturierung ihrer Beteiligungen zukommen sehen. In den letzen Jahren habe ARQUES hier insbesondere von dem wirtschaftlichen Rückenwind profitiert. Heute seien die Rahmenbedingungen für das Geschäftsmodell von ARQUES wesentlich schlechter, Sanierungen würden mehr Zeit und damit Aufwand in Anspruch nehmen. Zuletzt hätten sich die Banken selbst bei Finanzierungen von gesunden Unternehmen zurückgehalten, so dass es auch von dieser Seite Probleme geben könnte. Insgesamt würden die Analysten ein Investment trotzt der deutlichen Kursverluste und den Gerüchten einer Übernahme durch Aurelius als riskant erachten.
Aus diesem Grund stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die ARQUES-Aktie mit der Anlageempfehlung "verkaufen" ein. Schätzungen für 2009 seien aufgrund des Geschäftsmodells nach Erachten der Analysten nicht möglich. Das Kursziel werde vom 11,00 auf 1,00 EUR reduziert. (Analyse vom 20.11.2008) (20.11.2008/ac/a/nw)
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