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H&R WASAG kaufen


14.11.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die H&R WASAG-Aktie (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) weiterhin mit "kaufen" ein.

Das operative Ergebnis der H&R WASAG AG habe sich im dritten Quartal 2008 positiv entwickelt. Bereinigt um die, aufgrund des inzwischen vorliegenden Bußgeldbescheides der EU-Kartellbehörden im Rahmen des wettbewerbswidrigen Verhalten im Paraffinbereich in den Jahren 1994 bis 2005, gebildete Rückstellung in Höhe von 22 Mio. EUR, habe das Unternehmen im 3. Quartal 2008 ein operatives Konzernergebnis (EBITDA) von 27,8 Mio. EUR erreichen können.

Dabei habe das Unternehmen von den seit August gesunkenen Einstandspreisen beim Rohöl und der Kapazitätserweiterung profitiert. In den ersten neun Monaten habe sich das um die EU-Kartellrückstellung bereinigte EBITDA auf 67,5 Mio. EUR nach 63,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum ohne Berücksichtigung der verkauften Sprengstoffsparte belaufen. Berücksichtige man die Rückstellung, so verringere sich das EBITDA (sowie alle nachfolgenden Ergebniszahlen) entsprechend um diese 22 Mio. EUR.


Die in den ersten Monaten des Jahres zu tragenden Kostensteigerungen beim Rohöl habe H&R an die Kunden weitergeben können und von den wieder sinkenden Rohölnotierungen im Verlaufe des dritten Quartals in Form von steigenden Margen profitiert. Bereits zum Halbjahr habe H&R aufgrund der sinkenden Auftragseingänge der Automobilindustrie darauf hingewiesen, dass die Ergebnisse im Segment Kunststoffe in diesem Jahr deutlich unter den Erwartungen und den Ergebnissen des Vorjahres bleiben würden. Hier sei nach neun Monaten nur ein EBITDA von 2,5 Mio. EUR erzielt worden. Mit dem Abbau von Leiharbeiter-Kapazitäten und der gezielten Fokussierung auf zusätzlich weniger zyklische Abnehmerbranchen wolle man mittel- bis langfristig zu einer Verbesserung der Situation gelangen.

Neben dem EU-Bußgeld würden die starken Schwankungen bei der Rohstoffpreisentwicklung immer wieder zu hohen Volatilitäten im Ergebnis führen ("windfall profits and losses"). Daher plane der Vorstand in Zukunft (erstmals mit dem Jahresabschluss 2008), die Bewertung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse an diese Umstände anzupassen und eine monatliche Anpassung vorzunehmen, wodurch der Effekt deutlich geglättet werde. Bei der Erstellung des Konzern-Jahresabschlusses 2008 werde sich aus heutiger Sicht ein negativer Bestandsbewertungseffekt ergeben, da die Grundölnotierungen inzwischen der Rohölpreisentwicklung nach unten folgen würden. Auf Basis des aktuellen Niveaus der Rohstoffkosten hätten die Analysten diesen Effekt mit 15 Mio. EUR bewertet.

Diese Einmalbelastung werde durch die gute Geschäftsentwicklung kompensiert werden können, sodass H&R Wasag - bereinigt um die beschriebene Rückstellung - ein über der ursprünglichen Prognose von 50 bis 60 Mio. EUR liegendes Ergebnis vor Steuern (EBT) erzielen könnte. Dieser Betrag reduziere sich entsprechend noch um die Rückstellung von 22 Mio. EUR für die EU-Kartellstrafe, sodass die Analysten die Gewinnerwartung für 2008 auf 43,3 Mio. EUR beim EBIT reduziert hätten.

Die EU-Kartellstrafe habe zu einer Gewinnreduzierung von 0,73 EUR je Aktie für 2008 geführt, damit wäre die Aktie - ohne Sondereffekt - ein KGV-Schnäppchen gewesen. Angesichts der fehlenden Visibilität hinsichtlich der Rezession sei eine Guidance seitens des Unternehmens aktuell noch nicht möglich. Die Analysten hätten die Gewinnreihe nach unten angepasst.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre Kaufempfehlung für die H&R WASAG-Aktie. Das Kursziel betrage 14 EUR (alt: 19 EUR), womit die Aktie ein lohnenswertes Investment sei. (Analyse vom 14.11.2008) (14.11.2008/ac/a/nw)




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