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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0006305006 630500 -   € -   €
 
 
 

DEUTZ verkaufen


11.11.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Gordon Schönell, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500) unverändert mit "verkaufen" ein.

Die Zahlen zum dritten Quartal seien nach der Gewinnwarnung vom 13. Oktober erwartungsgemäß schwach ausgefallen. Der Auftragseingang sei um 15,5% auf 321,8 Mio. EUR gesunken. Beide Segmente (Kompaktmotoren sowie Customised Solutions) hätten mit -15,4% bzw. -15,8% dabei einen nahezu identischen Einbruch hinnehmen müssen. Die Auftragseingänge seien vor allem in den beiden größten Anwendungsbereichen mobile Arbeitsmaschinen (-34,0%) sowie Automotive (-26,7%) stark rückläufig gewesen, während aus der Landtechnik auch in Q3 noch ein Auftragsplus von 46,0% zu verzeichnen gewesen sei (bei jedoch nachlassender Dynamik).

Die Umsätze seien in Q3 um 7,4% gesunken, wobei sich der Rückgang bei den Kompaktmotoren auf -8,3% und im Segment Customised Solutions auf -4,2% belaufen habe. Die Anzahl der verkauften Motoren habe sich dagegen noch wesentlich deutlicher um -18,1% reduziert. Durch eine Verschiebung im Produktmix hin zu größeren Motoren habe diese negative Entwicklung nicht voll auf die Umsatzentwicklung durchgeschlagen.


Das Konzern-EBIT sei in Q3 mit 0,3 Mio. EUR noch leicht positiv gewesen. Im Segment Kompaktmotoren habe sich das operative Ergebnis auf -11,8 Mio. EUR belaufen. Der deutliche Absatzeinbruch in Verbindung mit den hohen möglichen Kapazitäten in Folge des Booms über die letzten Jahre, habe in diesem Massengeschäft für eine deutliche Unterauslastung der Produktion gesorgt. Das Segment Customised Solutions habe mit -4,4% auf 12,9 Mio. EUR lediglich einen leichten Rückgang verzeichnet.

Der starke Einbruch des Auftragseingangs, den man nach Erachten der Analysten auch in den nächsten Quartalen immer wieder sehen werde, lasse nichts Gutes erwarten. Vor diesem Hintergrund schließe die Gesellschaft nicht aus, dass die erst vor kurzem nach unten korrigierten Ziele für 2008 (Umsatz +2%; EBIT-Marge 2%) nicht voll erreicht würden.

Zur Absicherung der Profitabilität habe DEUTZ ein, nach eigenen Aussagen, umfassendes Maßnahmenpaket zur Absicherung der Profitabilität eingeleitet. Hieraus solle ein zusätzlicher Ergebnisbeitrag im Bereich von angabegemäß 60 bis 90 Mio. EUR realisiert werden, so dass die Marge über den rein operativ (ohne Restrukturierungsaufwendungen) angestrebten 2% aus 2008 liegen solle. Dieses Paket werde schon im laufenden Jahr zu Aufwendungen im Bereich von ca. 15 Mio. EUR führen, so dass die Analysten in 2008, in Verbindung mit einem zu erwartenden 2-stelligen negativen EBIT in Q4, zumindest einen Vorsteuerverlust erwarten würden.

Auch für 2009 seien sie deutlich skeptischer als die Gesellschaft selber. In der Vergangenheit habe DEUTZ die eigenen Ziele in einem guten konjunkturellen Umfeld bereits zu häufig nach unten korrigieren müssen. Zum einen würden die Analysten noch weitere Aufwendungen im Zusammenhang mit einer erneuten Restrukturierung erwarten und zum anderen würden sie nicht glauben, dass DEUTZ die rein operative Marge aus 2008 (BHLe: 1,9%), wie angekündigt, verbessern könne.

Aufgrund ihres negativen Szenarios stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die DEUTZ-Aktie unverändert mit dem Anlageurteil verkaufen ein. Das Kursziel reduziere man von 2,80 auf 2,00 EUR. (Analyse vom 11.11.2008)(11.11.2008/ac/a/nw)




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