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7,35 € |
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-1,09 % |
24.04/17:35 |
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WKN |
Jahreshoch |
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| DE000PAT1AG3 |
PAT1AG |
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PATRIZIA Immobilien halten 17.10.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die PATRIZIA Immobilien-Aktie (ISIN DE000PAT1AG3 / WKN PAT1AG) unverändert zu halten.
Für das erste Halbjahr hätten sich die Umsätze auf 98,3 Mio. EUR belaufen (Vj.: 58,4 Mio. EUR). Die Treiber hinter der Umsatzentwicklung seien zum einen die Veräußerungsumsätze, die sich auf 59,4 Mio. EUR (Vj.: 21,4 Mio. EUR) belaufen hätten. Zum anderen hätten die Mietumsätze angesichts des größeren Portfolios weiter zunehmen können (38,3 Mio. EUR; Vj.: 29,1 Mio. EUR).
Das EBIT habe sich auf 24,1 Mio. EUR belaufen (Vj.: 23,1 Mio. EUR). Zusätzlich belastet worden seien die Ergebnisse durch das Finanzergebnis in Höhe von -21,4 Mio. EUR (Vj.: -8,0 Mio. EUR) als Folge des ausgebauten Portfoliobestandes. Das EBT sei damit unter dem Vorjahreswert ausgefallen (2,7 Mio. EUR; Vj.: 15,1 Mio. EUR). Der Bereich Service habe 2,6 Mio. EUR (Vj.: 1,9 Mio. EUR) dazu beigetragen. Beim EBIT sei der Unterschied mit 28,1 Mio. EUR gegenüber 0,2 Mio. EUR im Vorjahr noch gravierender.
Das Portfolio der Gesellschaft bestehe aktuell aus ca. 13.000 Wohneinheiten, mit regionalen Schwerpunkten in München, Köln/Düsseldorf und Hamburg. Im Investmentbereich habe der Hauptschwerpunkt der operativen Tätigkeit gelegen. Dieser Bereich habe 95,7 Mio. EUR (Vj.: 56,5 Mio. EUR) zum Konzernumsatz beigesteuert.
Zu diesem Teil des Unternehmens zähle der Ankauf von Wohnimmobilien mit dem Ziel, diese später wieder zu veräußern. Während der Haltedauer der Immobilien würden zumeist Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen zur Realisierung des festgestellten Wertsteigerungspotenzials der Objekte durchgeführt. Der Verkauf der Immobilien erfolge über Einzel- und Blockverkäufe. Als opportunistische Ergänzung engagiere sich das Unternehmen in Projektentwicklungen im Gewerbe- und Wohnimmobilienbereich.
Im Geschäftsbereich Services sollten verstärkt Chancen durch Co-Investments mit internationalen Investoren genutzt werden, bei denen PATRIZIA jeweils vollständig für die operative Umsetzung des gemeinsamen Konzeptes zuständig sein werde. Daneben werde insbesondere das Asset Management weiter ausgebaut werden. Aktuell würden sich ca. 1,0 Mrd. EUR externer Assets under Management befinden. Weitere Umsätze erziele die im April 2007 gegründete Kapitalanlagegesellschaft, die bereits zwei Fonds aufgelegt habe. Neben einem deutschen Wohnimmobilienfonds sei auch ein Europa Wohnimmobilienfonds für institutionelle Investoren aufgelegt worden. Das Dienstleitungsspektrum werde durch Property Management sowie Sales Management ergänzt.
Das Unternehmen werde sich dieses Jahr weiter konsolidieren. Damit einhergehend sollte die Anzahl der gehaltenen Wohnimmobilien weiter sinken. Das Unternehmen sei zuversichtlich, kleinere Portfolien in der zweiten Jahreshälfte veräußern zu können. Neben dem Investment-Bereich solle auch der Service-Bereich mit positiven Ergebnissen überzeugen können. Der Gesamtkonzern rechne für das Gesamtjahr 2008 mit 1.400 bis 1.500 verkauften Einheiten. Zum Halbjahr seien bereits 384 Einheiten veräußert worden (247 im Rahmen von Privatisierungen und 137 Einheiten über Blockverkäufe). Nach Meinung der Analysten sei diese Anzahl unter den aktuellen Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten recht hoch.
Das Ergebnis vor Steuern werde in der aktuellen Guidance mit 25 bis 30 Mio. EUR (ohne Effekte aus der Marktbewertung von Zinssicherungsgeschäften und Wertänderungen des Immobilienbestandes) angegeben. Nach Einschätzung der Analysten sei diese Guidance ambitioniert.
Mittelfristig sollte nach Meinung der Analysten der Bereich Asset Management an Bedeutung gewinnen. Das Unternehmen gehe davon aus, dass sich die Assets under Management in den nächsten zwei Jahren mehr als verdoppeln sollten. Insgesamt rechne das Unternehmen bis 2010 mit mehr als 2 Mrd. EUR Assets under Management. Nach Erachten der Analysten scheine dieser Ausblick mindestens erfüllbar zu sein, da neben den Assets, die für Dritte verwaltet würden auch die Immobilienwerte, die sich in den Fonds befinden würden, sowie die Co-Investments dazu gezählt würden. Durch den Ausbau der stabilen Erlöse aus dem Service-Bereich sollte es zu einer Stabilisierung der Umsatz- sowie Ergebniszahlen innerhalb des Jahres kommen und die Saisonalität des Geschäftsmodells verringert werden.
Um die Guidance für das Gesamtjahr erreichen zu können, müsse die Gesellschaft ein starkes zweites Quartal absolvieren. Die Analysten würden in ihrem Basisszenario davon ausgehen, dass die Verkäufe leicht unter den Erwartungen ausfallen würden. Auf längere Sicht sollte aber der Service-Bereich an relativer Stärke zunehmen können. Dort sollten die Umsätze in den nächsten Quartalen stärker ansteigen.
Insgesamt sei die Aktie in den letzten Monaten stark zurückgekommen. Die Analysten würden aktuell davon ausgehen, dass das Geschäftsmodell in der aktuell turbulenten Zeit einem Stresstest unterzogen werde. Deswegen sollte man bei diesem Wert, trotz hohen Abschlags des Aktienkurses auf das Eigenkapital, abwarten.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe stufen die Aktie von PATRIZIA Immobilien weiterhin als Halteposition ein, ändern aber ihr Kursziel von 3,00 auf 2,00 EUR. Zur Findung ihres Kurszieles diene den Analysten ihr Peer-Group-Vergleich. (Immobilienaktien 2008/2009 vom 16.10.2008) (17.10.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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