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Borussia Dortmund halten 24.09.2008
GSC Research
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Borussia Dortmund-Aktie (ISIN DE0005493092 / WKN 549309) unverändert mit "halten" ein.
Borussia Dortmund habe in der KGaA im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 10 Prozent auf 99,9 (Vorjahr 90,9) Mio. Euro verzeichnet. Da der BVB in der Bundesliga mit Platz 13 nicht überzeugt habe, habe man in diesem Zusammenhang auf Einnahmen verzichten müssen, die an den sportlichen Erfolg gekoppelt seien. Dies habe der Club aber durch das Erreichen des Pokalfinales mehr als wettgemacht und die Umsatzschätzung der Analysten somit um fast 5 Mio. Euro übertroffen, da man Umsätze aus dem Pokalwettbewerb sehr vorsichtig angesetzt habe.
Nachdem die Zahlen des Geschäftsjahres 2006/07 von den positiven Effekten der WM überzeichnet sowie die vorherigen Geschäftsjahre jeweils von finanziellen Verwerfungen geprägt gewesen seien, markiere das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/08 nach Erachten der Analysten den Schritt zurück in die Normalität.
Bedingt durch die wieder zurück gewonnene finanzielle Handlungsfähigkeit und die sportlichen Erfolge im Pokal sei zum einen der Aufwandsposten Personal (inklusive des nicht kickenden Personals) um ein Viertel auf 42,5 (34,3) Mio. Euro gestiegen. Zudem seien die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hauptsächlich aufgrund zusätzlicher Ausgaben für den Spielbetrieb im DFB-Pokal von circa 6 Mio. Euro um ein Fünftel auf 51,2 (42,7) Mio. Euro angewachsen.
Auf operativer Ebene habe der BVB ein EBIT von 6,3 (15,8) Mio. Euro ausgewiesen, was jedoch nicht mit dem Vorjahr vergleichbar sei. Der Jahresüberschuss nach Steuern sei mit 1,1 (10,3) Mio. Euro ausgewiesen worden. Das Ergebnis je Aktie habe nach Berechnung der Analysten bei 2 (17) Cent gelegen. Das erzielte Nettoergebnis habe zwar etwas unter der Schätzung der Analysten von 1,5 Mio. Euro gelegen, habe aber die vom Management angekündigte "schwarze Null" erfüllt.
Für die KGaA würden die Analysten im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 (bis 30.6.) den Umsatz auf 102 (bisher 100) Mio. Euro schätzen. Die Grundlage ihres erhöhten Ansatzes bilde zum einen der Basiseffekt aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr, zum anderen gehe man von einer verbesserten Platzierung in der Bundesliga um Platz 8 bis 9 aus, die etwas höhere Fernseherlöse als im vergangenen Jahr zur Folge hätte. Schwer kalkulierbar sei das Weiterkommen im Pokal, wozu natürlich immer eine gewisse Portion Losglück kommen müsse.
Insgesamt würden die Analysten jetzt im laufenden Geschäftjahr 2008/09 ein operatives Ergebnis von 6,5 (8,6) Mio. Euro erwarten. Dieser unter ihren bisherigen Schätzungen liegende Ansatz resultiere neben höheren Ansätzen für die Position Gehälter auch aus erhöhten Abschreibungen aufgrund der Verstärkung des Kaders zu Beginn der laufenden Saison.
Ihre Prognose für den Jahresüberschuss nach Steuern hätten die Analysten mit 1,4 (1,8) Mio. Euro dagegen nur leicht nach unten korrigiert. Die Ursache liege in einem durch den Schuldenabbau stark verbesserten Finanzergebnis im vergangenen Jahr, welches die Analysten in ihren Schätzungen fortgeschrieben hätten. Zudem habe sich die Normalisierung der Steuerzahlungen in gemäßigterer Form gestaltet, als bislang von ihnen in den Schätzungen berücksichtigt worden sei.
Das Ergebnis je Aktie würde sich bei Eintreffen ihrer Prognosen bei 2 (3) Cent einstellen. Eine Dividende erwarte man sowohl für das laufende als auch für das kommende Geschäftsjahr weiterhin nicht.
Für das kommende Geschäftsjahr 2009/10 hätten die Analysten ihre Schätzungen aufgrund der geschilderten Basiseffekte ebenfalls leicht nach oben gesetzt. Den Umsatz sehe man in der KGaA bei 110 (109) Mio. Euro, der Jahresüberschuss sollte ungefähr 4,3 (9,1) Mio. Euro betragen. Hier hätten die Analysten insbesondere die sonstigen Aufwendungen leicht nach oben gesetzt, da sie diese Größe bislang wohl in der Tendenz in allen Jahren zu niedrig angesetzt hätten.
Das EPS erwarte man damit nun bei 7 (15) Cent. Trotz dieser starken Korrektur halte man die genannten Zahlen inzwischen jedoch für belastbarer als ihre bisherigen Ansätze.
Insgesamt zeige ihre Analyse, dass die BVB-Aktie derzeit adäquat bewertet sei. Die Analysten GSC Research erneuern vor diesem Hintergrund ihre "halten"-Empfehlung für die Aktie von Borussia Dortmund und bestätigen ihr Kursziel von 1,45 Euro. (Analyse vom 24.09.2008) (24.09.2008/ac/a/nw)
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