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CropEnergies chancenreich 15.09.2008
SdK AktionärsNews
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "SdK AktionärsNews" halten die CropEnergies-Aktie (ISIN DE000A0LAUP1 / WKN A0LAUP) für ein chancenreiches Investment.
Anfang 2006 habe die Südzucker AG ihre Bioethanol-Aktivitäten in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert und diese im September 2006 unter der Firmierung CropEnergies AG an die Börse gebracht. Mit einer Beteiligung von 70,6% habe der Zuckerriese jedoch nach wie vor das Sagen. Vom Emissionspreis von 8 Euro habe die Aktie bis heute mehr als 60% eingebüßt. Von dem jetzt erreichten Niveau aus könnten sich nun wieder Chancen ergeben.
Eine Einschätzung sei aufgrund der vielfältigen Einflussfaktoren indes nicht einfach. Alternative Energieträger seien zweifellos sinnvoll und notwendig, allerdings schlage die Stimmung seit einiger Zeit um, nachdem nicht mehr nur Öl- und Gas-, sondern auch die Nahrungsmittelpreise explodieren würden, wofür unter anderem die Bioethanol-Branche verantwortlich gemacht werde. Wie der Vorstandsvorsitzende Lutz Gunderjahn auf der Hauptversammlung in Mannheim vor rund 800 Aktionären erklärt habe, sei dies jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil leide die Branche, nachdem der Getreidepreis der mit Abstand wichtigste Kostenfaktor bei der Produktion sei, selbst am meisten unter dieser Entwicklung, zumal die Preise für Bioethanol wegen der Überkapazitäten in Brasilien und den USA nicht entsprechend mitzögen.
Im Geschäftsjahr 2007/08 sei von diesen Schwierigkeiten jedoch noch nichts zu spüren gewesen. Der Umsatz sei um 27% auf 187 Mio. Euro gestiegen und das operative Ergebnis habe sich trotz der bereits gestiegenen Weizenpreise um immerhin 5% auf 22 Mio. Euro erhöht, da frühzeitig Absicherungsgeschäfte vorgenommen worden seien. Förderlich sei außerdem der große Erfolg des Nebenprodukts ProtiGrain gewesen, das sich als Proteinfuttermittel großer Nachfrage erfreue und nicht zuletzt habe sich die verstärkte Nutzung der von Südzucker gelieferten Zuckersirupe als günstiger Rohstoffalternative positiv auf die Kostenstruktur ausgewirkt. Der Jahresüberschuss sei dank eines verbesserten Finanzergebnisses und durch positive Einmaleffekte aus der Steuerreform sogar von 11,2 auf 20,2 Mio. Euro gestiegen und das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis pro Aktie liege bei 0,24 (0,16) Euro.
Im ersten Quartal 2008/09 seien aber erste Schatten erkennbar gewesen. Die Erlöse hätten sich zwar um weitere 66% auf 56,4 Mio. Euro erhöht, das operative Ergebnis sei mit 5,5 Mio. Euro jedoch lediglich stabil geblieben, womit sich die Marge auf 9,7(16,2)% ermäßigt habe - im Branchenvergleich sei dies immer noch ein beachtlicher Wert, viele Wettbewerber würden Verluste schreiben. Das Nachsteuerergebnis habe sich indes auf 3 (4,2) Mio. Euro reduziert. Hier würden sich die Aufwendungen für den Werksaufbau im belgischen Wanze belastend auswirken.
Der Vorstand halte nämlich gerade jetzt an der Vorwärtsstrategie fest und wolle die Kapazitäten der drei Tochtergesellschaften in Zeitz in Sachsen-Anhalt, in Wanze und in Dünkirchen in Frankreich bis zum Jahresende auf über 700.000 Quadratmeter nahezu verdreifachen. Für das Gesamtjahr habe er auf der Hauptversammlung einen Umsatzanstieg von mindestens 50% in Aussicht gestellt und mittelfristig solle sogar ein Geschäftsvolumen von 500 Mio. Euro bei einer Marge von rund 10% erreicht werden.
Die Anleger seien indes noch skeptisch, ob dies tatsächlich funktioniere. Die Aktie zeige auch nach dem Absturz von 60% keinerlei Anzeichen für eine Erholung, habe sich auf dem Niveau knapp über 3 Euro aber zumindest stabilisiert. Der Börsenwert liege im Moment mit 260 Mio. Euro auch bereits unter dem Eigenkapital, das zum Bilanzstichtag mit 304 Mio. ausgewiesen werde. Dies suggeriere, dass bald Verluste geschrieben würden, wonach es derzeit nicht aussehe. Zudem sei das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 68% (69%) und einer von immateriellen Werten nahezu freien Bilanz solide aufgestellt. Würden die genannten Ziele auch nur annähernd erreicht, müsste sich für die Aktie wieder ein gewisses Potenzial eröffnen.
Die Experten von "SdK AktionärsNews" halten die CropEnergies-Aktie für ein chancenreiches Investment. (Ausgabe 173 vom 12.09.2008) (15.09.2008/ac/a/nw)
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