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GESCO kaufen 04.09.2008
GSC Research
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die GESCO-Aktie (ISIN DE0005875900 / WKN 587590) unverändert mit "kaufen" ein.
GESCO sei mit guten Zahlen in das laufende Geschäftsjahr 2008/09 (bis 31.03.) gestartet. Demnach habe die Wuppertaler Mittelstands-Holding beim Umsatz um knapp 15 Prozent auf 92,4 (Vorjahr 80,5) Mio. Euro zugelegt. Die Ergebniskennziffern seien unter anderem aufgrund der unerwartet lange fortdauernden Fixkostendegression zum wiederholten Male überproportional angestiegen. Das EBITDA sei um mehr als ein Viertel auf 13,9 (10,9) Mio. Euro gesteigert worden. Das EBIT habe um knapp ein Drittel auf 11,4 (8,6) Mio. Euro zugelegt.
Der Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter habe zusätzlich von einer im Zuge der Steuerreform auf 34 (40) Prozent reduzierten Steuerquote profitiert und sei mit 6,2 (4,3) Mio. Euro um 43 Prozent höher ausgefallen als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Das Ergebnis je Aktie habe sich analog von 1,42 auf 2,03 Euro verbessert. Zu berücksichtigen sei dabei, dass in den Zahlen auch eine Rückstellung von ca. 600 TEUR für den Bonus von 250 Euro je Mitarbeiter anlässlich des 10-jährigen Börsen-Jubiläums enthalten sei. Ohne diesen Einmaleffekt hätte das Ergebnis je Aktie sogar bei ca. 2,18 Euro gelegen.
Insgesamt hätten diese Zahlen selbst die ambitionierten Erwartungen der Analysten übertroffen. Als erfreulich werte man zudem den um über ein Viertel auf 115,6 (90,8) Mio. Euro angewachsenen Auftragseingang, der es der Unternehmensgruppe ermöglichen sollte, die Auswirkungen der herannahenden Konjunkturabkühlung vorläufig abzufedern.
Im Rahmen des Quartalsberichtes habe GESCO die Ende Juni kommunizierte Unternehmensplanung bestätigt. Diese sehe für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 370 Mio. Euro sowie einen Konzernjahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter von 21,5 Mio. Euro vor, was ein Ergebnis je Aktie von 7,11 Euro bedeuten würde.
Die Analysten von GSC Research halten diese Prognosen vor dem Hintergrund des 1. Quartal-Ergebnisses zumindest auf der Ergebnisseite für recht vorsichtig. Vor diesem Hintergrund rechne man für das Geschäftsjahr 2008/09 weiterhin mit einem Umsatz von 371 Euro. Im Zuge einer von den führenden Wirtschaftsforschungsinstituten auf mittlere Sicht erwarteten Abkühlung der deutschen Konjunktur gehe man damit nicht nennenswert über die Guidance des Unternehmens hinaus. GESCO habe im Quartalsbericht betont, dass derartige Überlegungen für das zweite Halbjahr auch Grundlage der eigenen Prognose gewesen seien.
Die Analysten würden ihre Schätzung für das EBIT dagegen auf 40,8 (bisher 39,7) Mio. Euro erhöhen. Den Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter sehe man nun bei 22,3 (21,6) Mio. Euro, was ein Ergebnis je Aktie von 7,39 (7,15) Euro nach sich ziehen und eine Dividende von 2,80 Euro ermöglichen würde.
Auch diese erhöhte Schätzung stelle nach Erachten der Analysten noch eine eher vorsichtige Herangehensweise dar. Nach ihren Erfahrungen mit den verlässlichen und stets eher konservativen GESCO-Prognosen in der Vergangenheit gehe man derzeit davon aus, dass die Guidance einen ausreichenden Sicherheitspuffer beinhalte und auch bei einer sich weiter abschwächenden Konjunktur eingehalten werden dürfte.
Dass das GESCO-Management die eigenen Prognosen bislang nicht angehoben habe, sehe man als Tribut an die allgemeine Konjunkturabkühlung. Erst vor wenigen Tagen habe der Vorstandssprecher Gert Mayrose jedoch auf Nachfrage der Analysten einmal mehr betont, dass die Konzernunternehmen bis dato noch nicht von Vorboten dieser von den Wirtschaftsforschungsinstituten erwarteten Entwicklung erreicht worden seien.
Für das kommende Geschäftsjahr 2009/10 hätten sie ihre Schätzungen ebenfalls beim Umsatz beibehalten und für das Ergebnis marginal erhöht. Man rechne somit bei unverändert 390 Mio. Euro Umsatz mit einem EBIT von 41,4 (bisher 40,6) Mio. Euro sowie einem Ergebnis je Aktie von 7,48 (7,30) Euro. Das würde weiteres Wachstum auf hohem Niveau bedeuten, impliziere aber eine gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr von 10,8 auf 10,4 Prozent zurückgehende EBIT-Marge.
GESCO sei sich bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen selbst treu geblieben. In gewohnter Manier habe die Wuppertaler Mittelstandsholding mit hohen Umsatzzuwächsen und überproportionalen Ergebniszuwächsen aufgewartet. Ermöglicht worden seien diese guten Zahlen ihres Erachtens durch die fortgesetzte Fixkostendegression. Nichtsdestotrotz erhöhen sie vor dem Hintergrund einer herannahenden Konjunkturabkühlung im Investitionsgütersektor ihre Prognosen nur leicht, auch wenn sich nach ihrer Überzeugung sogar eine wesentlich stärkere Anhebung rechtfertigen lassen würde.
Man halte das niedrige KGV von lediglich 6,8 in Anbetracht des bewährten Geschäftsmodells somit für fundamental nicht erklärbar.
Daher raten die Analysten von GSC Research dem Anleger, die aktuellen Kurse zum Kauf von Anteilen zu nutzen und stufen die GESCO-Aktie mit einem von 73 auf 77 Euro erhöhten Kursziel weiterhin als klaren Kauf ein. Die Dividendenrendite von 5,6 Prozent auf Basis ihrer für das laufende Geschäftsjahr geschätzten Dividende sollte zudem dabei helfen, den Kursverlauf zu stabilisieren. (Analyse vom 04.09.2008) (04.09.2008/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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