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ESCADA spekulative Turnaround-Chance


24.07.2008
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" sehen bei der Aktie von ESCADA (ISIN DE0005692107 / WKN 569210) beim Kurs unter 14 EUR eine spekulative Turnaround-Chance.

Die Gerüchteküche um den strauchelnden Modekonzern hätten schon lange gekocht. Die Spatzen hätten es schon längst von den Dächern gepfiffen, dass die Gebrüder Wolfgang und Michael Herz, Mitinhaber des Tchibo-Konzerns, sich bei ESCADA einkaufen wollten und der erfolgsverwöhnte Ex-Boss von HUGO BOSS, Bruno Sälzer, Vorstandschef bei der aus der Mode kommenden Firma werde. Jüngst sei dies offiziell bestätigt worden. Seit dem 1. Juli sei Sälzer Chef bei ESCADA.

Die herzsche Milliardärsfamilie sichere sich in einem ersten Schritt zehn Prozent an der Gesellschaft zu einem Preis von 14 Euro je Aktie. Eine weitere Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Altaktionäre werde derzeit ebenfalls zu 14 Euro platziert. Die Herz-Brüder würden ihr Bezugsrecht ausnutzen und auch sämtliche Aktien kaufen, die nicht von Altaktionären bezogen würden. Insgesamt würden rund 50 Millionen Euro netto in die Scheune gepumpt. Geld, das ESCADA dringend brauche.


Sälzer werde bei ESCADA seinen Kopf und Strategie durchsetzen. Es werde und könne von seinem Aufsichtsrat ihm wohl auch keiner dazwischenfunken. Klar sei, der "Neue" werde bei ESCADA keinen Stein auf dem anderen lassen. Die Firma brauche eine Sanierung und ein neues Profil. Sälzer werde sich sicherlich so schnell wie möglich emotionslos von der wenig lukrativen Primera Gruppe trennen. Der zähe Läufer sei ein Zahlenmensch, der Unternehmen auf Profit und Cashflow trimme. Sälzers Vorgänger hätten sich mehr nach Farben und Schnitten der nächsten Kollektionen orientiert und den Laden nach Lust und Laune geführt.

Harte Einschnitte habe ESCADA nötig. Im ersten Halbjahr 2007/08 per Ende April seien knapp 300 Millionen Euro umgesetzt und netto fast zehn Millionen Euro in den Sand gesetzt worden. Für das Gesamtjahr sei das Ziel ein EBITDA von 51 Millionen Euro zu erwirtschaften bereits auf 37 Millionen Euro gestutzt worden. Denkbar, dass Sälzer in diesem Wirtschaftsjahr noch mit der Axt durch die Bilanz gehe und alles abwerte, was nicht besenrein sei. Unterm Strich werde ESCADA einen zweistelligen Millionenbetrag im Gesamtjahr platt machen.

Eine Einbahnstraße sei der marode Konzern nicht. Sälzer müsse schon die Hemdsärmel nach oben krempeln und schaffen. Die Eigenkapitalquote liege vor den Kapitalmaßnahmen bei unter 20 Prozent und die Verschuldung sei insgesamt recht üppig. Nach Kapitalerhöhung sei das Grundkapital eingeteilt in knapp 21 Millionen Aktien. Diese würden einen Börsenwert von knapp 300 Millionen Euro repräsentieren. Die Experten würden dem umtriebigen Schwaben zutrauen, aus der Scheune wieder einen profitablen Modekonzern zu schmieden.

Unter 14 Euro ist die ESCADA-Aktie eine spekulative Turnaround-Chance, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 24.07.2008) (24.07.2008/ac/a/nw)



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