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MVV Energie halten


01.02.2002
LB Baden-Württemberg

Die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg raten nach wie vor die Aktien von MVV Energie (WKN 725590) zu halten.

MVV Energie sei der einzige in Deutschland an der Börse notierte kommunale Versorger. Neben der Energieversorgung der Region Mannheim habe sich der Schwerpunkt zunehmend auf Deutschland insgesamt verlagert. Hauptaktionär sei mit ca. 73% die Stadt Mannheim.

Das zum 30. September abgelaufene Geschäftsjahr sei durch den Verkauf der EnBW-Beteiligung, die Vollkonsolidierung der Energieversorgung Offenbach (EVO) sowie einige Sonderabschreibungen geprägt. Der Umsatz habe abzüglich der Neukonsolidierungen um 39% auf 905 Mio. Euro gesteigert werden können. Maßgeblich dazu beigetragen habe die sehr starke Ausweitung des Stromhandels. Der Umsatzanteil der Dienstleistungssparte sei auf ca. 10% erhöht worden. Das um Sondereffekte bereinigte EBIT inklusive EVO habe 106 Mio. Euro betragen, was einer Steigerung von 26% entspreche. Aufgrund höherer Zinsaufwendungen und einer untypisch hohen Steuerquote von rund 56% sei der Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter auf 38,4 Mio. Euro gesunken.


MVV Energie dürfte die Stärkung der Verteileraktivitäten durch den Erwerb von Beteiligungen an Stadtwerken weiter konsequent fortsetzen. Man begrüße diese strategische Ausrichtung, da sie eine wichtige Basis für die Vermarktung der angebotenen Produkte (u.a. Powerline-Technologie) und Dienstleistungen bilde. Zudem seien weitere Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien geplant. Dies umfasse zum einen die Gründung einer Venture Capital Tochtergesellschaft; allerdings erscheine das Budget in Höhe von 40 Mio. Euro unverhältnismäßig hoch.

Zum anderen sollte MVV Energie vom Erneuerbare-Energien-Gesetz durch den Aufbau der Stromerzeugung mittels Biomasse mittelfristig profitieren. Das nahezu abgeschlossene Restrukturierungsprogramm bezüglich des Großkraftwerks Mannheim wirke zudem effizienzsteigernd. Der Streubesitz dürfte im Jahresverlauf durch die Abgabe von Anteilen des Hauptaktionärs Stadt Mannheim auf mindestens 25% erhöht werden. Auch sei eine Kapitalerhöhung geplant. Zusammen mit dem im Sommer anvisierten Verkauf der Anteile an der Gasversorgung Süddeutschland dürften so die Investitionen finanziert werden.

Die Stärkung der Verteileraktivitäten sei ebenso wie die Ausweitung des Stromhandels zur Optimierung der Beschaffungsseite zu begrüßen. Jedoch seien auch dessen Risiken zu beachten. Das derzeitige Manko des geringen Free-Floats sollte durch das geplante Mix-Placement beseitigt werden, wenngleich die angestrebte Kapitalerhöhung tendenziell kursbelastend wirken dürfte.

In Summa behalten die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg daher ihre Einstufung "halten" bei.




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