|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
JENOPTIK "buy" 13.06.2008
VISCARDI AG
München (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der VISCARDI AG stufen die Aktien von JENOPTIK (ISIN DE0006229107 / WKN 622910) mit "buy" ein.
JENOPTIK sei Spezialist für photonische und mechatronische Technologien. Während der letzten Dekade habe das ehemals ostdeutsche Kombinat unzählige Unternehmen gekauft und verkauft und die Belegschaft von 27.000 auf 3.500 Mitarbeiter reduziert. Indes hätten Ertrag und Bilanz Verluste erlitten.
Nach dem Börsengang 1998 mit einem umgerechneten Preis von EUR 14,90 pro Aktie und einer Marktkapitalisierung von EUR 644 Mio. habe der Konzern heute einen Wert von lediglich EUR 269 Mio. und die Nettoverschuldung sei auf etwa EUR 200 Mio. gestiegen.
Das neue Management unter Leitung von Michael Mertin stehe der Herausforderung gegenüber, die Finanzlage der JENOPTIK zu stabilisieren, eine bessere Kundenorientierung einzuführen und letztendlich die EBIT-Margen auf die historisch in Aussicht gestellten 10% zu bringen. Die Analysten der VISCARDI AG halten dies mittelfristig für möglich.
Die österreichische Familie Humer habe über ECE Industriebeteiligung nun eine 25%ige Beteiligung an JENOPTIK. Ihr Ziel sei eine Investmentrendite von über 20% pro Jahr über die nächsten fünf Jahre. Allerdings habe der Aktienkurs im Zuge von anfänglichen Übernahmen nachgegeben. Auch wenn die Analysten der VISCARDI AG eine Aufstockung der Beteiligung für möglich halten, kann bei 29% die Grenze liegen, zumindest mittelfristig. Nur wenn JENOPTIKs Management unvermutet größeren Problemen ausgesetzt würde, halten die Analysten der VISCARDI AG es für möglich, dass die Humer Familie eine erhöhte Kontrolle anstreben kann. Indes würden die 25% fast die Hälfte der Aktionäre ausmachen, die die Hauptversammlung 2008 besucht hätten.
Die neue Führung scheine über breite Industrieexpertise zu verfügen und könne so in der Lage sein, mittelfristig den Umsatz auf EUR 1 Milliarde zu heben und das EBIT von 9% auf 10% zu erhöhen. Die Expansion in den USA und potenziell nach Osteuropa, jedoch nicht nach China, könne bedeuten, dass sich die mittelfristige Entwicklung später als vom Management erwartet einstelle.
JENOPTIK habe jeher eine führende Rolle in Technologien für Optik eingenommen, jedoch könne eine bessere Fokussierung und stärkere Integration der betrieblichen Tätigkeiten das Unternehmen für einen größeren Konzern attraktiver machen.
JENOPTIKs Aktienkurs habe unter den mannigfaltigen Geschäftstätigkeiten und der Nichterfüllung der Erwartungen gelitten. Gutes Management könne das gleiche Rating wie das anderer Unternehmen im Optik- und Lasersektor rechtfertigen. Derzeit würde die Aktie auch aufgrund von Unsicherheiten bezüglich des neuen Aktionärs mit einem Discount gehandelt werden.
Die Analysten der VISCARDI AG meinen, dass diese Bedenken mit der Zeit nachlassen sollten und sehen für die JENOPTIK-Aktie das Kursziel bei EUR 7,50 pro Aktie mit einer "buy"-Empfehlung. (Analyse vom 13.06.2008) (13.06.2008/ac/a/nw)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|