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MVV Energie marktneutral 28.01.2002
Independent Research
Die Analysten von Independent Research sehen die Aktie von MVV Energie (WKN 725590) "marktneutral".
Der Umsatz sei bedingt durch die Zukäufe um 82% (strukturbereinigt +45%) auf 1.180 Mio. Euro gestiegen. Damit habe das Unternehmen die eigenen Planungen von 920 Mio. Euro sowie die Umsatzschätzung von Independent Research in Höhe von 1.066 Mio. Euro übertroffen. Man führe dies auf ein über den Erwartungen liegenden Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres zurück. Die Wachstumsrate im Umsatz habe nach neun Monaten noch bei 75% (ohne EVO +39%) gelegen. Hauptwachstumsfaktoren seien höhere Erlöse aus dem Stromhandel, aus dem Verkauf von Verbundgas aufgrund höherer Gaspreise sowie gestiegenes Dienstleistungsgeschäft gewesen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sei um 36% auf 133 Mio. Euro gewachsen und habe damit auch die Konzernplanungen, die nur mit einem Anstieg von 32% auf 128 Mio. gerechnet hätten, sowie die Schätzungen von Independent Research mit 127 Mio. Euro übertroffen. Größere Einmaleffekte hätten hier eine Rolle gespielt. MVV habe durch den Verkauf der EnBW-Anteile einen Buchgewinn von 111 Mio. Euro erzielt und für die Erweiterung des Gasnetzes habe man aus Kundenbeiträgen 6 Mio. Euro erlöst. Dem seien 32,4 Mio. Euro als außerordentliche Aufwendungen für den Ausbau des Gasnetzes und sonstige außerordentliche Kosten in Höhe von 58 Mio. Euro gegenüber gestanden.
Das bereinigte EBIT habe MVV mit 106 (84,6) Mio. Euro angegeben, was einer bereinigten EBIT-Marge von 9% entspreche. Trotz der absoluten Steigerung um 25,8% habe der Konzern damit nicht mehr die bereinigte EBIT-Marge des Vorjahres von 13% erreicht. Das Vorsteuerergebnis (EBT) sei aufgrund höherer Finanzierungskosten nur um 25% auf 99,7 (79,2) Mio. Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss sei aufgrund einmaliger steuerlicher Effekte auf 43,4 (48,1) Mio. Euro gesunken.
Man gehe weiterhin von einem nicht publizierten Anteil Dritter am Ergebnis von 3,9 Mio. Euro aus, so dass der Konzernjahresüberschuss 39,5 Mio. Euro oder 0,78 (alte Schätzung: 1,26 Euro je Aktie) Euro betragen dürfte. Trotz des unter den Erwartungen liegenden Ergebnisses wolle MVV aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung eine Dividende auf dem Niveau des Vorjahres (0,56 Euro zuzüglich Bonus in Höhe von 0,19 Euro) auszahlen. MVV rechne 2001/2002 mit einem Anstieg auf 1.533 Mio. Euro Umsatz und einem EBIT von 140,6 Mio. Euro. Positiv auf die Umsatzentwicklung werde sich die kalte Witterung in den ersten Monaten des Geschäftsjahres und Preiserhöhungen für Strom niederschlagen.
Rechne man die erwarteten akquisitorischen und konsolidierungsbedingten Umsätze in Höhe von rund 100 Mio. Euro hinzu, halte man derzeit einen Konzernjahresumsatz in Höhe von 1.400 (alt: 1.300) Mio. Euro für realistisch. Ein höheres Wachstum des Umsatzes könne neben anhaltendem akquisitorischem Wachstum auch durch eine weitergehende Ausweitung des Stromhandels erfolgen. Dieser sei jedoch durch geringere Ergebnismargen gekennzeichnet und dürfte die operative Marge nicht verbessern. Die EpS-Prognose für das laufende Geschäftsjahr betrage 0,79 (alt 1,83) Euro und für 2002/2003 erwarte man 1,08 Euro.
Insgesamt lautet das Anlageurteil der Experten von Independent Research für die Aktie von MVV Energie "marktneutral".
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