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Funkwerk halten


09.04.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, empfiehlt die Aktie von Funkwerk (ISIN DE0005753149 / WKN 575314) weiterhin zu halten.

Funkwerk habe zuletzt Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt. Diese seien angesichts des Strategiewechsels und der Neuausrichtung des Konzerns wie von den Analysten erwartet schwach ausgefallen: Umsatz: 290,6 Mio. EUR (Guidance: 300,0 Mio. EUR; Vorjahr: 241,8 Mio. EUR), EBIT: 14,4 Mio. EUR (Guidance: 15,0 Mio. EUR; Vorjahr: 10,1 Mio. EUR), Konzernüberschuss nach Steuern: 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 6,9 Mio. EUR; hier sei keine Guidance ausgegeben worden; der Gewinn je Aktie habe mit 0,80 EUR entsprechend unter den Erwartungen der Analysten (0,86 EUR) gelegen) und Dividende: 0,25 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,35 EUR je Aktie).

Die vorgelegten Zahlen würden die Umbruchssituation des Konzerns widerspiegeln. Im Geschäftsbereich Traffic and Control Communication (TCC) hätten die Umsätze von 97,0 Mio. EUR auf 158,8 Mio. EUR gesteigert werden können, wobei auf die integrierte Gesellschaft Funkwerk Information Technologies (FIT, früher Vossloh Information Technologies) alleine 48 Mio. EUR entfallen seien. Die Restrukturierung sowie die Integration von erworbenen Unternehmen seien nach Aussagen des Vorstands in diesem Geschäftsbereich inzwischen abgeschlossen.

Der Geschäftsbereich Automotive Communication habe in 2007 lediglich 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,5 Mio. EUR) zum EBIT beitragen können. Verzögerte Produkteinführungen sowie ein gestiegener Preis- und Wettbewerbsdruck hätten die Ergebnisse in 2007 belastet.

Enterprise Communication, der dritte Geschäftsbereich von Funkwerk, habe einen operativen Verlust von 1,3 Mio. EUR verbuchen müssen (Vorjahr: Gewinn von 4,0 Mio. EUR). Zugleich habe Funkwerk hier einen Umsatzrückgang von knapp 20% verzeichnet. Die Gesellschaft habe auf die enttäuschende Entwicklung reagiert und die Geschäftsfelder Messaging und Netzwerke voneinander getrennt. Der verlustbringende Teil sei hierbei in 2007 der Netzwerk-Bereich gewesen. Die Analysten würde es nicht überraschen, wenn dieser Unternehmensteil auf mittlere Sicht veräußert würde.

Die Gesellschaft habe sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz in allen Geschäftsfeldern zu steigern. Treiber des Wachstums seien in den Geschäftsfeldern Traffic & Control Communication und Automotive Communication zu finden, während im Geschäftsfeld Enterprise Communication in 2008 zunächst kein Umsatzwachstum zu erwarten sei.


Zum Jahresende 2007 liege der Auftragsbestand des Konzerns bei 130 Mio. EUR, womit gut 40% des avisierten Umsatzes von 310 Mio. EUR in 2008 abgesichert seien. Somit rechne Funkwerk mit einer Umsatzsteigerung von ca. 7% im Vergleich zum Vorjahr und liege entsprechend unter der letzten Prognose der Analysten von 325 Mio. EUR für 2008.

Die Analysten würden davon ausgehen, dass Funkwerk die Guidance für 2008 erfüllen werde, und sie würden für 2009 ein leichtes Wachstum auf 320 Mio. EUR Umsatz sehen. Das EBIT in 2008 würden sie bei 13,4 Mio. EUR sehen. Für 2009 würden sie mit einem EBIT von 18,0 Mio. EUR rechnen. Dies würde bedeuten, dass Funkwerk in 2009 wieder die von den Analysten zuletzt avisierte EBIT-Marge von 5% übertreffen würde. In 2007 habe hier lediglich eine operative Marge von 4,6% erzielt werden können.

Langfristig sollten im Falle einer erfolgreichen Restrukturierung und Neuausrichtung des Konzerns auch wieder deutlich höhere operative Margen erreicht werden (2004 sei noch eine EBIT-Marge von 9,2% erzielt worden).

Der Konzern besitze mittelfristig ein hohes Potenzial für merkliches Wachstum. Im Geschäftsfeld Automotive Communication würden der Nachrüstmarkt, die Serienauslieferung des Multimode-Compensers sowie das neu aufgebaute Segment Avionik Wachstumsperspektiven bieten. Die von FIT angebotenen Management-Systeme für Bahnen und Verkehrsbetriebe könnten Folgelösungen im industriellen Bereich nach sich ziehen.

Als Anbieter von Systemlösungen würden sich konzernweit Synergien heben lassen. Funkwerk könne auf diese Weise zudem das Unternehmensprofil stärken. Letztlich habe die Gesellschaft die Unternehmensstrategie grundlegend verändert, indem die reine Nischenstrategie aufgegeben worden sei und die Gesellschaft zum Systemanbieter umgebaut worden sei. Zu diesem Zweck sollten Kompetenzzentren entstehen, in denen Lösungen auf Systemebene entwickelt würden. Darüber hinaus strebe die Gesellschaft eine stärkere internationale Marktausrichtung an, um innovative Produkte auf eine breitere Vertriebsbasis stellen zu können.

Es habe sich gezeigt, dass das Umbruchsjahr 2007 die Ergebnisse belastet habe. Auch in 2008 seien noch keine Umsatz- und Ertragssprünge zu erwarten. Für die folgenden Jahre seien aber die Weichen für ein profitables Wachstum gestellt worden.

Dennoch reflektieren die Analysten vom Bankhaus Lampe in ihrer Anlageempfehlung "halten" für die Funkwerk-Aktie die anhaltende Unsicherheit über die Geschäftsentwicklung. Das Kursziel werde von 19 auf 12 EUR gesenkt. (Analyse vom 09.04.2008) (09.04.2008/ac/a/nw)




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