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GfK kaufen 08.04.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Christoph Schlienkamp, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von GfK (ISIN DE0005875306 / WKN 587530) von "halten" auf "kaufen" hoch.
Die Gruppe habe zuletzt die vollständigen Geschäftszahlen für 2007 veröffentlicht und im Rahmen einer Analystenkonferenz weitere Hintergrundinformationen gegeben. Zunächst bleibe festzuhalten, dass die Zahlen keine Überraschungen beinhaltet hätten, da GfK bereits Ende Februar vorläufige Zahlen für 2007 vermeldet habe. Die wichtigsten Eckdaten würden sich wie folgt darstellen: Das organische Umsatzzuwachs 2007 sei um 5,8% auf 1,162 Mrd. EUR gestiegen. Das angepasste operative Ergebnis habe um 4,7% auf 157,6 Mio. EUR zugelegt. Der operative Gewinn sei um 15,1% auf 136,4 Mio. EUR angestiegen und das Konzernergebnis sei um 28,3% auf 91,4 Mio. EUR gewachsen.
Die Überleitung vom angepassten operativen Ergebnis zum operativen Ergebnis erfolge über die Berücksichtigung der hervorgehobenen Posten, die vom angepassten operativen Ergebnis abzuziehen seien. In den hervorgehobenen Posten seien Zu- und Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallokation in Höhe von 30,1 Mio. EUR (2006: 22,5 Mio. EUR) enthalten. Hierbei handle es sich um den Saldo aus regulären Abschreibungen in Höhe von 14,8 Mio. EUR, Impairments sowie Wertaufholungen in Höhe von 15,3 Mio. EUR. Darüber hinaus würden die hervorgehobenen Posten Aufwendungen für Mitarbeiteroptionen und langfristige variable Entlohnungssysteme in Höhe von 1,7 Mio. EUR (2006: 2,9 Mio. EUR) sowie verbleibende sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen enthalten. Saldiert würden diese +10,6 Mio. EUR nach -2,6 Mio. EUR in 2006 betragen.
Die Nettoverschuldung habe 2007 um 69,6 Mio. EUR auf 472,9 Mio. EUR Mio. EUR reduziert werden können. Maßgeblich für diesen Rückgang sei die Rückzahlung von Bankkrediten gewesen. Das Gearing sei im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 92,8% gesunken (2006: 116,3%).
GfK werde der Hauptversammlung vorschlagen, die Rechtsform von der AG in eine Societas Europaea (SE) zu ändern. Der Formwechsel werde nach Angaben des Managements die rechtliche und wirtschaftliche Identität der Gesellschaft nicht verändern. So sollten die Rechte der Aktionäre, die Börsennotierung und der Sitz der Gesellschaft erhalten bleiben. Ebenso werde auch das zweigliedrige Leitungssystem aus Vorstand und Aufsichtsrat beibehalten.
Die Analysten würden glauben, dass die Marktforschungsbranche gerade in Zeiten einer unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung Zuwächse erzielen könne, da die Wirtschaft in dieser Zeit deutlich stärker als zuvor auf sichere Ergebnisse der Marktforschung angewiesen sei, um Fehlinvestitionen in Produkte oder Marketingbudgets zu vermeiden. So verwundere es kaum, dass für die Branche insgesamt im laufenden Jahr ein Wachstum zwischen 4% und 5% zu erwarten sei.
Für GfK würden sich die Chancen insbesondere im weiteren Ausbau des weltweiten Netzwerks und in der Bereitstellung eines innovativen Angebotsportfolios bieten, das auf dem neuesten Stand der technologischen Entwicklung stehe und den Kundenbedürfnissen optimal entspreche. Hinzu komme unverändert die Weiterverfolgung des Strategieprogramms "5 Star Initiative".
GfK gehe selber davon aus, den Umsatz 2008 mit den zu Jahresbeginn konsolidierten Unternehmen um mehr als 5,5% und damit stärker als im Branchenmittel organisch steigern zu können. Der Konzern erwarte, dass die hervorgehobenen Posten 2008 einschl. der voraussehbaren Kosten für die Umwandlung in eine SE in einer Bandbreite von 20 Mio. EUR bis 25 Mio. EUR liegen würden. Das Beteiligungsergebnis werde für 2008 auf Vorjahresniveau erwartet. Der Nettofinanzaufwand solle auf rund 20 Mio. EUR sinken. Insgesamt strebe die GfK im Konzern eine Steuerquote unter 30% an.
In das Geschäftsjahr 2008 sei die GfK-Gruppe angabegemäß erneut gut gestartet. Das Auftragsbuch decke per Ende Februar 2008 schon 42,2% des zu erwartenden Jahresumsatzes ab (2007: 41,1%).
Angesichts der für die Analysten vom Bankhaus Lampe interessanten Wachstumsoptionen erhöhen sie ihre Anlageempfehlung für die GfK-Aktie von "halten" auf "kaufen", auch wenn sie das Kursziel im Vergleich zu ihrem letzten Research vom 1.8.2007 von 36,00 EUR auf 31,00 EUR reduzieren. Man ermittle das Kursziel von 31,00 EUR aus einem Peer-Group-Vergleich mit anderen internationalen Marktforschungsunternehmen. (Analyse vom 08.04.2008) (08.04.2008/ac/a/nw)
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