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euromicron kaufen


07.04.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Frank Neumann, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die euromicron-Aktie (ISIN DE0005660005 / WKN 566000) unverändert mit "kaufen".

Am 27. März habe euromicron endgültige Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben. Diese seien wie folgt ausgefallen: Umsatz: 136,5 Mio. EUR (Vj: 115,9 Mio. EUR), EBIT: 12,0 Mio. EUR (Vj.: 7,7 Mio. EUR), Konzernüberschuss: 7,0 Mio. EUR (Vj.: 4,4 Mio. EUR) und Dividende je Aktie: 0,80 EUR (Vj.: 0,70 EUR).

Damit habe der Umsatz unter den früheren Schätzungen der Analysten gelegen. Die Gründe hierfür seien mannigfaltig gewesen. Eine Hauptursache sei ein nach 2008 verschobener Auftrag über 10 Mio. EUR gewesen. Zusätzlich habe das Management von weiteren Übernahmen abgesehen, was das anorganische Wachstum geringer als erwartet habe performen lassen. Als der dritte Umstand könne die strickte Selektion von Aufträgen genannt werden, das heiße margenschwache Aufträge seien vermehrt abgelehnt worden. Infolgedessen und eines strikten Kostenmanagements sei die Materialaufwandsquote deutlich gesunken. Sie habe nur noch 45,7% (Vj.: 50,2%) des Umsatzes betragen.

Zusätzlich hätten die unterproportional gewachsenen Holdingkosten (2,5 Mio. EUR, Vj.: 2,4 Mio. EUR) sowie geringere Aufwendungen für Unternehmensübernahmen (1,8 Mio. EUR, Vj.: 2,8 Mio. EUR) positiv zu Buche geschlagen. Insgesamt habe sich dies in einer stark verbesserten EBIT-Marge von 8,8% (Vj.: 6,6%) niedergeschlagen. Positiv würden die Analysten auch die höhere Dividendenauszahlung sehen. Etwas kritischer würden sie dagegen den negativen Free-Cashflow sehen.

Aktuell sei die Nord LB mit 19,9% Hauptaktionärin bei euromicron. Diese solle das Paket für einen Kunden zusammengekauft haben. Über den Namen des Kunden sei in den vergangenen Wochen heftig spekuliert worden. Angeblich verweigere dieser nun die Annahme des Anteils. euromicron befinde sich zurzeit in Gesprächen mit der Nord LB und habe bereits Investoren in der Hinterhand, die sich für dieses Aktienpaket interessieren würden. Nach Erachten der Analysten sollte durch die Umplatzierung dieses Pakets die Aktie nicht weiter unter Druck geraten.

Die Gesellschaft sehe aktuell eine verbesserte Investitionsneigung in der Industrie. Dagegen würden sich die öffentlichen Haushalte bei Investitionen in ihre IT-Ausstattung weiterhin zurückhalten, hätten aber unverändert Nachholbedarf bei den Investitionen. Die Zukunft werde von höheren Anforderungen an Übertragungsgeschwindigkeit, Datenvolumina und Sicherheit geprägt sein. Dies sollte zu weiteren Investitionen in diesen Sektor führen. Dennoch sei der Margendruck in diesem Markt unverändert hoch.


Auch für 2008 sollte das Wachstum aus organischen und anorganischen Quellen gespeist werden. Die bisher im Portfolio befindlichen Unternehmen hätten einen annualisierten Umsatz von ca. 170 Mio. EUR. Dieser Wert solle binnen Jahresfrist um 10% gesteigert werden. Die ersten Monate in 2008 würden dahingehend vielversprechend aussehen. Bei der Übernahme von weiteren Firmen würden sich verschiedene Möglichkeiten ergeben. So versuche die Gesellschaft bei einer italienischen Firma mit einem Jahresumsatz von 10 bis 12 Mio. EUR zum Zug zu kommen.

Insgesamt wolle das Management einen Umsatz von rund 200 Mio. EUR erwirtschaften und dabei ein EBIT von 16,5 bis 19,0 Mio. EUR realisieren. Damit rechne es mit einer relativ stabilen EBIT-Marge. In ihren Schätzungen würden die Analysten von einem etwas geringeren Umsatz (197 Mio. EUR) sowie einem EBIT von 17,7 Mio. EUR ausgehen. Dies entspreche einem Gewinn je Aktie von 2,22 EUR. In ihrem vorhergehenden Research seien die Analysten noch von einem Gewinn je Aktie von 2,30 EUR ausgegangen. Bei der Dividende würden sie keine Änderung vornehmen und von 1,00 EUR je Anteilsschein ausgehen.

Im laufenden Geschäftsjahr würden die Analysten mit einem negativen Free-Cashflow rechnen, was ohne Kapitalerhöhung zu höheren Finanzverbindlichkeiten führen sollte.

Weiterhin würden die Analysten davon ausgehen, dass die Gesellschaft ihren Auslandsanteil am Umsatz weiter erhöhen werde. Auch die Einführung einer neuen einheitlichen IT-Plattform in ausgewählten Gesellschaften sowie die weitere Integration der verschiedenen Konzerngesellschaft stünden in 2008 im Fokus der Strategie.

Längerfristig wolle das Unternehmen weiter wachsen. Bereits 2010, so das Management, solle ein Umsatz von 300 Mio. EUR erwirtschaften werden. Auch alle 30 DAX-Werte sollten bis dahin als Kunden gewonnen werden (aktuell: 20 DAX-Werte). Das organische Wachstum sehe die Gesellschaft dabei bei 5 bis 10% pro Jahr. Weiteres Wachstum solle wie in der Vergangenheit durch Zukäufe realisiert werden. Nach Erachten der Analysten sollte dies möglich sein, wenngleich sie in ihrem Basisszenario kurzfristig von geringen Beiträgen aus anorganischem Wachstum ausgehen würden.

Gerade der steigende Bedarf an leistungsfähigen Netzwerken aufgrund steigender Datenströme werde nach Erachten der Analysten hohe Investitionen in die Infrastruktur mit sich bringen. Sie würden davon ausgehen, dass euromicron mit den angebotenen Produkten und Dienstleistungen davon profitieren werde. Ferner würden sie davon ausgehen, dass es der Gesellschaft auch zukünftig gelingen sollte, profitabel zu wachsen.

Ihre Bewertung würden die Analysten anhand ihres Peer-Group-Vergleichs sowie ihres Discounted-Dividend-Modells vornehmen und dabei auf einen fairen Wert der Aktie von 18,00 EUR kommen.

Das Anlageurteil der Analysten vom Bankhaus Lampe bleibt bei dem Wert von euromicron weiterhin "kaufen". Das Kursziel werde von 30 auf 18 EUR gesenkt. (Analyse vom 07.04.2008) (07.04.2008/ac/a/nw)




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