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Datum/Zeit |
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7,35 € |
-0,080 € |
-1,09 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000PAT1AG3 |
PAT1AG |
- € |
- € |
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PATRIZIA Immobilien halten 03.04.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Aktie von PATRIZIA Immobilien (ISIN DE000PAT1AG3 / WKN PAT1AG) von "verkaufen" auf "halten" herauf.
Am 02.04.2008 habe die PATRIZIA Immobilien Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Diese hätten sich wie folgt dargestellt: Umsatz: 193,3 Mio. EUR (Vj: 237,6 Mio. EUR), Bewertungsergebnis: 69,5 Mio. EUR (Vj.: 0,2 Mio. EUR), EBIT: 111,1 Mio. EUR (Vj.: 51,3 Mio. EUR), Finanzergebnis: -47,9 Mio. EUR (Vj.: -4,74 Mio. EUR), Konzernergebnis: 48,0 Mio. EUR (Vj.: 32,4 Mio. EUR) und Dividende je Aktie: 0,00 EUR (Vj.: 0,15 EUR).
Die Umsätze der Gesellschaft hätten sich im vergangenen Geschäftsjahr deutlich rückläufig entwickelt. Ausschlaggebend für diese Entwicklung seien wie erwartet die geringen Umsätze aus der Veräußerung von Wohnungen gewesen. Allein die Privatisierungserlöse seien von 152,2 Mio. EUR auf 64,5 Mio. EUR zurückgegangen. Die Erlöse aus den Verkäufen an institutionelle Anleger seien zudem in 2007 komplett weggefallen.
Nur die Mieteinnahmen hätten im Zuge des höheren Immobilienbestandes (1,5 Mrd. EUR; Vj.: 228,4 Mio. EUR) um über 300% gesteigert werden können und die negative Entwicklung in den anderen Erlösquellen teilweise kompensieren können. Auch in der Projektentwicklung hätten durch den Verkauf des Wasserturmes 34,4 Mio. EUR erlöst werden können.
Dass das EBIT im letzten Geschäftsjahr so stark habe zunehmen können, liege an zwei Umständen. Einerseits an der eben beschriebenen Entwicklung der Mieteinnahmen, da sie ins EBIT eingehen würden, die korrespondierenden Fremdfinanzierungskosten der Immobilien aber erst im Gewinn vor Steuern einbezogen würden. Andererseits sei das gute EBIT-Ergebnis durch die bereits erwähnten Bewertungsgewinne hervorgerufen worden. Damit sei die EBIT-Ziffer mit Vorsicht zu sehen.
Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuern ergebe sich ein nüchterneres Bild. Allein das Finanzergebnis habe sich durch den hohen Finanzbedarf des aktuellen Immobilienportfolios verschlechtert. In den Steuern seien verschiedene einmalige negative und positive Steuereffekte enthalten, wie EK02 und die Steuerreform. Insgesamt seien diese Effekte mit 2,3 Mio. EUR positiv in die normale Steuerbelastung eingegangen.
Für 2007 schütte die Gesellschaft keine Dividende aus, was nach Erachten der Analysten als positiv zu werten sei, da ohne die Neubewertung der Immobilien für 2007 ein Verlust gestanden wäre.
Für 2008 wolle die Gesellschaft einen Gewinn von 25 bis 30 Mio. EUR vor Bewertungsgewinnen erwirtschaften. Dies sollte nach Erachten der Analysten schwer fallen, da durch die Neubewertung der Bestände ein Teil der Gewinne aus dem Verkauf bereits in 2007 generiert worden sei (auch wenn nicht cash-wirksam). Die Analysten würden in ihrer vorsichtigen Analyse von einem etwas geringeren Vorsteuerergebnis in Höhe von 19,2 Mio. EUR ausgehen.
Die Gesellschaft habe sich optimistisch für die Zukunft gezeigt und Fehler in der Vergangenheit eingeräumt. Vor allem das extreme Wachstum im Jahr 2007 sei für das Management nur schwer zu bewältigen gewesen.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe kommen bei einem Peer-Group-Vergleich für die PATRIZIA Immobilien-Aktie auf einen fairen Wert von 4,20 EUR und stufen den Titel somit mit "halten" ein. Zudem würden sie zu bedenken geben, dass das Management das zuletzt verlorene Vertrauen bei den Anlegern erst zurückgewinnen müsse. Zudem sei in 2007 das Brot und Butter Geschäft, der Verkauf von Wohnimmobilien, sehr schwach gewesen. Das Kursziel werde von 7 auf 4,20 EUR gesenkt. (Analyse vom 03.04.2008) (03.04.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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