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Deutsche Wohnen halten 31.03.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, stuft die Deutsche Wohnen-Aktie (ISIN DE0006283302 / WKN 628330) von "verkaufen" auf "halten" herauf.
Die Deutsche Wohnen AG habe letzte Woche die Zahlen für das Geschäftsjahr 2007 bekannt gegeben. Diese seien wie folgt ausgefallen: EBITDA: 62,2 Mio. EUR (2007e: 64,9 Mio. EUR), Konzernüberschuss: 29,8 Mio. EUR (2007e: 30,0 Mio. EUR), FFO (Funds from operations) je Aktie: 0,01 EUR, Dividende: 0,00 EUR (2007e: 0,40 EUR).
Die Deutsche Wohnen AG habe im Geschäftsjahr 2007 durch die Übernahme der GEHAG ihr Geschäftsmodell grundlegend verändert. Habe früher die Privatisierung der Wohnbestände im Vordergrund gestanden, sei es heute primär die Bestandshaltung. Somit seien die Zahlen für 2007 nur bedingt mit denen aus dem Jahr 2006 vergleichbar.
Im Zuge der Veröffentlichung der Zahlen habe die Deutsche Wohnen AG noch einige Details für die zukünftige Strategie bekannt gegeben bzw. bereits gemachte Angaben bestätigt. So wolle sich das Management zunehmend auf vorerst zwei Zentren beim Wohnimmobilienbestand begrenzen - einerseits Berlin und andererseits Frankfurt. In beiden Regionen könne sich das Unternehmen vorstellen, noch weitere Akquisitionen vorzunehmen. In Berlin schließe das Management aber vorerst größere Zukäufe aus.
Im Rahmen dieser Fokussierungsstrategie sollten Bestände außerhalb dieser Zentren sukzessive abgebaut werden. Dies betreffe ca. 5.000 Wohneinheiten (ca. 10% des Bestandes). Im laufenden Jahr sei hier mit dem Verkauf einer ersten Tranche (2.000 bis 3.000 Wohneinheiten) zu rechnen.
Nach Gesellschaftsangaben könne man sich einen Eintritt in eine weitere Region (z.B. Hamburg) vorstellen. Die Analysten vom Bankhaus Lampe sehen hier zumindest kurzfristig aber keinen Handlungsspielraum. Somit sollte das organische Wachstum der Gesellschaft im Zentrum der Wachstumsstrategie der Gesellschaft stehen. Das Management rechne für 2008 mit einem Mietwachstum von 2,9% (auf vergleichbarer Fläche), was einem durchschnittlichen Mietzins von 5,03 EUR je m² gleichkomme. Nach Erachten der Analysten sei dies ein ambitioniertes Ziel, sollte aber erreichbar sein.
Neben dem Stammgeschäft habe die Deutsche Wohnen AG noch Beteiligungen an einem Kabelbusiness sowie einem Altersheimbetreiber. Beide Gesellschaften könnten grundsätzlich verkauft werden. Beim Kabelbetreiber stehe die Deutsche Wohnen AG nicht unter Zugzwang und wäre bei einem angemessenen Angebot (ab 30 Mio. EUR) für einen Verkauf bereit. Dies würde einen Gewinn von 5 Mio. EUR bedeuten. Ein Verkauf des Altersheimbetreibers könnte der Gesellschaft 110 Mio. EUR bis 120 Mio. EUR einbringen. Nach Erachten der Analysten sei ein Verkauf beider Gesellschaften ein strategisch günstiger Schritt, um sich aufs Kerngeschäft zu fokussieren und finanzielle Mittel freizusetzen.
In den nächsten Jahren solle der FFO, eine Schlüsselkennziffer der Gesellschaft, weiter ansteigen und im Jahr 2009 bei 1,40 EUR je Aktie liegen. Man gehe für 2009 von einem etwas geringeren FFO von 1,38 EUR je Anteilschein aus. Nach Erachten der Analysten sei die Gesellschaft auf einem guten Weg, die Neustrukturierung voranzutreiben. Man sehe das Jahr 2008 als Konsolidierungsjahr, in welchem es noch zu Restrukturierungsaufwendungen kommen sollte.
Insgesamt stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Deutsche Wohnen-Aktie nunmehr von "verkaufen" auf "halten" ein und sehen das Kursziel bei 20,00 EUR nach zuvor 24,00 EUR. (Analyse vom 31.03.2008) (31.03.2008/ac/a/nw)
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