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ESCADA halten 26.03.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Christoph Schlienkamp, stuft die Aktie von ESCADA (ISIN DE0005692107 / WKN 569210) unverändert mit "halten" ein.
"Das Handelsblatt" melde heute Morgen, dass der Finanzinvestor Apax bei ESCADA einsteigen wolle, um gemeinsam mit dem russischen Großaktionär Aksenenko (Anteil 27%) die Mehrheit an dem Modekonzern zu übernehmen. Neuer Vorstandschef solle der bisherige HUGO BOSS-Chef Bruno Sälzer werden, der angabegemäß für ESCADA keine Konkurrenzschutzklausel habe und somit bereits zur Jahresmitte 2008 einsteigen könnte. Ob Apax auch mit den anderen ESCADA-Großaktionären kooperieren wolle, sei noch unklar. Pakete von rund 10% würden angabegemäß Bestinver und ESCADA-Gründer Ley halten.
Für Apax wäre ESCADA das zweite große Engagement in der Modebranche. 2005 habe der Finanzinvestor für 1,6 Mrd. USD den börsennotierten Konzern Tommy Hilfiger gekauft und von der Börse genommen. Ob es zu Synergien in einem Konzern ESCADA/Hilfiger kommen könnte, sei aus heutiger Sicht noch offen. Wichtig bleibe festzuhalten, dass ESCADA selber über hinreichend große Ertragspotenziale verfüge.
In den zurückliegenden Jahren habe es eine Vielzahl von Veränderungen in der Aktionärsstruktur und damit verbundene Managementwechsel gegeben, die aber bis heute nicht dazu geführt hätten, das zweifelsohne vorhandene Markenpotenzial zu heben und die Restrukturierungsstory zu beenden.
ESCADA werde seit Mitte 2007 von Jean-Marc Loubier geführt, der vom französischen Luxusgüterkonzern LVMH gekommen sei. Zuletzt habe aber auch er über eine wenig zufriedenstellende Geschäftsentwicklung in 2006/07 bzw. im ersten Quartal 2007/08 berichten müssen. Der Umsatzrückgang habe im ersten Quartal 2007/08 11,8% auf 142,1 Mio. EUR betragen. Das EBITDA habe 6,8 Mio. EUR nach 21,6 Mio. EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum erreicht. Das Konzernergebnis nach Minderheiten habe sich auf -3,9 Mio. EUR (Q1 2006/07: 6,9 Mio. EUR) belaufen.
Die Gründe für die negative Geschäftsentwicklung der ersten drei Monate seien neben Währungseffekten vor allem die verhaltene Resonanz auf die Herbst/Winter-Kollektionen 2007 gewesen, wodurch bereits das vierte Quartal 2006/07 negativ beeinflusst worden sei.
Für das Gesamtjahr 2007/2008 habe der Vorstand zuletzt seine Prognose bestätigt und strebe bei Konzernumsatz und Konzern-EBITDA Zuwachsraten im unteren einstelligen Prozentbereich sowie ein positives Ergebnis nach Steuern an. Dabei sei von einer moderaten Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr und von einer zunehmenden Dynamik in der zweiten Jahreshälfte auszugehen.
Die Nachrichten würden zweifelsohne wesentlich zu den aktuellen Kursgewinnen des heutigen Tages von 19% beitragen. Insgesamt sei auch zu berücksichtigen, dass es in den zurückliegenden Jahren immer wieder Gerüchte über den Einstieg eines neuen Aktionärs oder über strategische Partnerschaften gegeben habe. Die Praxis der vergangenen Jahre habe jedenfalls mehr als deutlich gezeigt, dass der Konzern ESCADA auch einen nicht zu unterschätzenden Komplexitätsgrad besitze.
Wenn die Analysten ihre Anlageempfehlung auf dem aktuellen Kursniveau nicht auf "kaufen" heben würden, dann hätten sie die Ausführungen des Großaktionärs im Kopf, das aktuelle Management unterstützen zu wollen (Quelle: Bloomberg). Zudem könne einem Finanzinvestor nicht daran gelegen sein, dass die eigenen Pläne in der Öffentlichkeit diskutiert würden. Aus fundamentalen Überlegungen sei die ESCADA-Aktie aktuell angesichts der gegebenen Bewertung (EV/EBIT 2009e: 9,3, KGV 2009e: 12,9) auch kein Kauf.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bewerten die ESCADA-Aktie weiterhin mit "halten". Das Kursziel werde von 29,00 auf 17,00 EUR gesenkt. (Analyse vom 26.03.2008) (26.03.2008/ac/a/nw)
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