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Borussia Dortmund halten


12.03.2008
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Sebastian Hein, stuft die Aktie von Borussia Dortmund (ISIN DE0005493092 / WKN 549309) in seiner Ersteinschätzung mit "halten" ein.

In der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA würden die Profifußballaktivitäten des deutschen Bundesligavereins Borussia Dortmund gebündelt. Nicht zuletzt dank sportlicher Erfolge in den späten 50er/60er und in den 90er Jahren besitze der Verein einen hohen internationalen Bekanntheitsgrad, der sich auch in der Marke Borussia Dortmund widerspiegle. Der Verein zeichne sich durch eine breite Fanbasis und konstant hohe Zuschauerzahlen aus. Wertvollstes Asset von Borussia Dortmund sei der SIGNAL IDUNA PARK, der mit 80.708 Plätzen die größte Kapazität aller Stadien in der Bundesliga habe.

Nach den Erfolgen der 90er Jahre, deren Höhepunkt der Gewinn der Champions League 1997 gewesen sei, sei eine Finanzkrise des Vereins gefolgt. Infolgedessen habe die Borussia Dortmund KGaA mithilfe eines Restrukturierungsprogramms saniert werden müssen. Die Folgen der Finanzkrise hätten zum Teil auch heute noch Einfluss auf das operative Geschäft.


Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA stehe unverändert vor der Herausforderung, klar limitierte Finanzbudgets und sportliche Ziele zu vereinbaren. Der Verein strebe an, dies mithilfe einer positiven Transferbilanz, einer verbesserten Vermarktung, höherer TV-Erlöse, konstant hoher Zuschauereinnahmen und intensiver Jugendarbeit zu erreichen. Mittelfristig solle die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb wiedererlangt werden. Diese hätte eine positive Hebelwirkung für die gesamte Erlösstruktur.

Mit der zuletzt erfolgten Vertragsverlängerung mit Trainer Thomas Doll (bis Juni 2010) und der langfristigen Bindung von Geschäftsführung und Vorstandsmitgliedern, beabsichtige das Unternehmen, Kontinuität in sportlicher und betriebswirtschaftlicher Leitung zu bewahren. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Hans-Joachim Watzke, besitze ebenso wie der zweite Geschäftsführer, Thomas Treß, einen Vertrag bis zum 31.12.2011. Ertragspotenziale der Gesellschaft würden in erster Linie aus dem neu ausgehandelten TV-Vertrag (ab 2009/10) sowie dem neu auszuhandelnden Ausrüstervertrag (ab 2009/10) und neuer Sponsoring-Potenziale nach Auslaufen des Vermarktungsvertrages mit SPORTFIVE (ab 2010/11) resultieren.

Ein Fußballunternehmen sei einer Reihe von internen und externen Risikofaktoren ausgesetzt, die Einfluss auf die Ertragslage des Unternehmens nehmen könnten. Das höchste Risiko erwachse unmittelbar aus der geringen Planbarkeit des sportlichen Erfolgs. Der wirtschaftliche Erfolg, der sich u. a. aus Ticketerlösen, TV-Erlösen und Sponsoring zusammensetze, sei vom sportlichen Erfolg abhängig.

Borussia Dortmund sei zudem stark von der öffentlichen Wahrnehmung abhängig, die neben sportlichen Faktoren auch durch Emotionen bestimmt werde. Nicht zuletzt könnten Fehlinvestitionen im Bereich des Lizenzspielerkaders Zielerreichungen gefährden, wobei die Investitionsentscheidung mit hohen Unsicherheiten behaftet sei, da z.B. Verletzungen und Formschwächen von Spielern nicht kalkulierbar seien.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe gelangen gemäß ihres DCF-Modells zu einem Kursziel von 1,60 EUR und stufen die Aktie von Borussia Dortmund im Rahmen ihrer Ersteinschätzung mit dem Anlageurteil "halten" ein. (Analyse vom 12.03.2008) (12.03.2008/ac/a/nw)




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