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GESCO kaufen


27.02.2008
GSC Research

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Klaus Kränzle, Analyst von GSC Research, bekräftigt seine "kaufen"-Empfehlung für die Aktie von GESCO (ISIN DE0005875900 / WKN 587590).

GESCO habe am 14.2. seine Neunmonatszahlen veröffentlicht, die Zuwächse in allen Bereichen gebracht hätten. Beim Umsatz habe GESCO um 22,4 Prozent auf 85,6 (Vj. 69,9) Mio. Euro zugelegt. Beim operativen Ergebnis (EBIT) habe GESCO dank einer hohen Fixkostendegression erneut überproportionale Zuwächse verzeichnet und habe um 82 Prozent auf 9,1 (5,0) Mio. Euro deutlich zugelegt.

Der Jahresüberschuss habe aufgrund des durch einen Sondereffekt überzeichneten Vergleichswertes mit 4,3 Mio. Euro nicht ganz das Niveau des Vorjahres in Höhe von 4,6 Mio. Euro erreicht. Im vergleichbaren Vorjahresquartal sei der im Finanzergebnis ausgewiesene Einmalertrag aus dem Verkauf des Minderheitsanteils an einem Gewerbepark im sächsischen Bautzen im Umfang von 2,6 Mio. Euro enthalten gewesen.

Bei Bereinigung des Quartalsüberschusses um diesen außerordentlichen Effekt ergebe sich auch bei dieser Ergebniskennziffer eine glatte Verdopplung des Resultats. Insgesamt hätten sich die Zahlen innerhalb der Erwartungen der Analysten bewegt, was man als positiv werte.

Auf Neunmonatsebene habe der Umsatz somit um 30 Prozent auf 251,1 (193,0) Mio. Euro zugelegt. Im Zuge der weiterhin guten Branchenkonjunktur im Investitionsgütersektor sei auch der Auftragsbestand um knapp 39 Prozent auf 286,0 (206,1) angewachsen. Das EBIT habe im Zuge der angesprochenen Skaleneffekte in den ersten drei Quartalen mit fast 80 Prozent überproportional zugelegt.

Der Periodenüberschuss sei im Zuge des angesprochenen Sondereffektes im dritten Quartal 2006/07 "nur" um 44,2 Prozent auf 13,8 (9,6) Mio. Euro gestiegen und habe zwangsläufig mit der Steigerungsrate des operativen Ergebnisses nicht Schritt halten können. Auf Aktienebene habe somit ein EPS von 4,57 (3,49) Euro ausgewiesen werden können.

Anders ausgedrückt habe GESCO nach neun Monaten bereits 80 Prozent der Gewinnschätzung der Analysten erreicht, so dass sie davon ausgehen würden, dass die Wuppertaler Mittelstandsholding auch im laufenden Geschäftsjahr die Analystenprognose sicher erfüllen oder sogar leicht übertreffen werde.


Vor diesem Hintergrund würden die Analysten ihre eigenen Schätzungen für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 im Wesentlichen beibehalten und weiterhin mit einem Umsatz von 330 Mio. Euro kalkulieren. Beim EBIT würden sie jetzt einen Wert von 34,7 (bisher 29,8) Mio. Euro ansetzen, da sie die Fixkostendegression in dieser Dimension unterschätzt hätten.

In Anbetracht des boomenden Investitionsgütersektors, in dem die meisten Unternehmen der GESCO-Gruppe tätig seien, und damit eingehenden Auslastungsquoten an der Kapazitätsgrenze hätten die Analysten ihre Schätzungen für das kommende Geschäftsjahr 2008/09 überarbeitet. Den Umsatz hätten sie mit 353 Mio. Euro unverändert gelassen, da sie davon ausgehen würden, dass die vom Vorstandmitglied Hans-Gert Mayrose in einem "Börse Online"-Interview angekündigten Investitionen ihre volle Wirkung erst im Geschäftsjahr 2009/10 entfalten würden. Auf der anderen Seite hätten die Analysten deshalb ihre Prognose für die Abschreibungen erhöht und für das Finanzergebnis gesenkt.

Man rechne nunmehr mit einem EBIT von 33,6 (bisher 31,5) Mio. Euro, das damit leicht unter dem Niveau des laufenden Geschäftsjahres liegen würde. Durch die im Zuge der Unternehmenssteuerreform sinkende Steuerquote würden die Analysten dennoch weiterhin einen Jahresüberschuss nach Steuern und Anteilen Dritter von 18,2 Mio. Euro erwarten, was einem Ergebnis je Aktie von 6,02 Euro entspreche. In Anlehnung an die bisherige Dividendenpolitik würden die Analysten auf dieser Basis von einer Dividende von 2,40 Euro je Aktie ausgehen.

Den geschilderten Rückgang auf EBIT-Ebene betrachte man als notwendige Verschnaufpause, um die Basis für zukünftiges Wachstum zu schaffen, was mit den bestehenden vollausgelasteten Kapazitäten in dieser Form nicht mehr möglich gewesen wäre.

Mit einem KGV von 7,9 auf Basis ihrer Schätzungen für das kommende Geschäftsjahr besitze die GESCO-Aktie nach Erachten der Analysten weiterhin erheblicher Bewertungsspielraum nach oben. Zudem bestehe nach wie vor konkrete SDAX-Fantasie, da GESCO zum wiederholten Male das 110/110-Aufnahmekriterium bei Marktkapitalisierung und Börsenumsatz erfüllt habe und eigentlich nur auf einen freiwerdenden Platz im Small-Cap-Index warte.

Im Zuge der zuletzt an den Börsen zu beobachtenden allgemeinen Ausverkaufsstimmung bei Small- und Mid Caps sei auch die GESCO-Aktie nicht von Abgabedruck verschont geblieben. Die schnelle Erholung nach dem zeitweisen Einbruch auf ein absurd anmutendes Tief von unter 36 Euro unterstreiche jedoch die Einschätzung der Analysten von GESCO als solidem Investment.

Man halte die moderate Bewertung in Verbindung mit dem bewährten Geschäftsmodell weiter für vielversprechend.

Daher raten die Analysten von GSC Research dem Anleger, die momentane Kursschwäche der GESCO-Aktie weiterhin zum Kauf zu nutzen und empfehlen die Aktie mit einem unveränderten Kursziel von 72 Euro. Die Dividendenrendite von 4,6 Prozent sollte das Kursrisiko zudem nach unten begrenzen. (Analyse vom 27.02.2008) (27.02.2008/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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