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H&R WASAG kaufen 25.02.2008
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Marc Gabriel, Analyst vom Bankhaus Lampe, bewertet die H&R WASAG-Aktie (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) nach wie vor mit "kaufen".
Das Unternehmen aus Salzbergen im Emsland habe erste Zahlen zum Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres veröffentlicht: Umsatz: 797,9 Mio. EUR (Vorjahr: 816,8 Mio. EUR), EBITDA: 92,7 Mio. EUR (Vorjahr: 100,9 Mio. EUR), Ergebnis vor Steuern (EBT): 73,1 Mio. EUR (Vorjahr 75,0 Mio. EUR), Ergebnis je Aktie: 1,69 EUR (Vorjahr: 1,63 EUR).
Geringfügig schwächer als im Vorjahr habe sich 2007 das EBITDA entwickelt und 92,7 Mio. EUR (2006: 100,9 Mio. EUR) erreicht. Nach der Gewinnwarnung im Oktober 2007 habe das Unternehmen die operative Ergebniskraft verbessern können, wenngleich die Windfall Profits aus den Vorjahren nicht mehr zum Ergebnis hätten beitragen können. Der Umsatzrückgang liege vor allem in den veräußerten Sprengstoffaktivitäten begründet.
H&R WASAG habe seine Ergebnisprognose für 2008 kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen für 2007 nochmals deutlich zurückgenommen. Das Ziel für das Jahr 2008 von 70 Mio. EUR sei auf 50 Mio. EUR bis 60 Mio. EUR gesenkt worden. Die Guidance basiere auf der Erwartung eines Rohölpreises von 90 USD je Barrel und einer annähernd parallel dazu verlaufenden Entwicklung bei den Preisen für zahlreiche Endprodukte. Diese Prognose sei somit um die in den vergangenen Jahren realisierten Windfall Profits bereinigt. Aussagen zur zukünftigen Entwicklung dieser Windfall Profits wolle das Unternehmen nicht mehr abgeben.
Der Umsatz solle dagegen in 2008 um rund 200 Mio. EUR auf etwa 1 Mrd. EUR ausgeweitet werden und damit deutlich höher liegen als bislang erwartet. Dazu seien die Kapazitäten der Raffinerie in den letzten Jahren erhöht worden.
Außerdem habe das Unternehmen die voraussichtlichen Ergebnisbeiträge aus dem Maßnahmenpaket "Projekt 40" reduziert. Auf Basis des Vorsteuerergebnisses gehe der Vorstand nun für 2008 von einem Beitrag von 9 Mio. EUR, für 2009 von 14 Mio. EUR und für 2010 von rund 20 Mio. EUR aus. Bisher seien hier noch wesentlich höhere Beträge erwartet worden.
Dennoch werde das "Projekt 40" mit zusätzlichen Investitionen von 15 Mio. EUR ausgestattet. Dadurch würden nunmehr 70 Mio. EUR in Erweiterungsinvestitionen rund um die neue Destillationsanlage in Salzbergen fließen. Die Anlage solle das Unternehmen unabhängiger von der Preisentwicklung der Grundöle machen, da sie einen flexibleren Rohstoffeinsatz ermögliche und so zur Produktdiversifizierung beitragen könne.
Erst im Januar habe der Großaktionär, die H&R Beteiligungs-GmbH, die wiederum von den Familien Hansen und Rosenthal (H&R) kontrolliert werde, angekündigt, den Anteil an dem Unternehmen von derzeit 44% auf zunächst 50% im laufenden Jahr ausbauen zu wollen. Dazu würden mehrere Insiderkäufe in den letzten Wochen passen. Nach der Gewinnwarnung von vor einigen Wochen dürfte die Familie aktuell deutlich günstiger an ihr Ziel kommen.
Das Unternehmen habe in den letzten Monaten deutlich unter dem Rückgang des Spreads zwischen Rohölpreis und dem Grundöl gelitten. Dieser Spread, der in der Spitze bei 300 USD gelegen habe und zuletzt auf knapp 100 USD zurückgekommen sei, habe in den vergangenen Jahren immer wieder für so genannte Windfall Profits gesorgt. Dieser Zusatzertrag sei nunmehr "vom Winde verweht" und das Unternehmen wolle sich auf die organischen Ertragstreiber konzentrieren. Daher wolle es zukünftig auch keine Prognosen mehr bezüglich der "Zusatzprofite" machen. Gleichwohl dürften diese Gewinne auch in der Zukunft erzielbar sein, so dass beim Ergebnis zukünftig positive Überraschungen möglich seien.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen die H&R WASAG-Aktie weiter zum Kauf. Als Kursziel hätten sie anhand ihres DD-Modells einen fairen Wert von 16,00 EUR nach zuvor 26,00 EUR errechnet. Darüber hinaus sollten die Insiderkäufe für entsprechende Unterstützung des Kurses sorgen. Auf dem aktuellen Niveau locke zudem eine attraktive Dividendenrendite von 4,1%. (Analyse vom 25.02.2008) (25.02.2008/ac/a/nw)
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