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Borussia Dortmund halten


30.01.2008
GSC Research

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von GSC Research, Klaus Kränzle, stuft die Borussia Dortmund-Aktie (ISIN DE0005493092 / WKN 549309) von "verkaufen" auf "halten" herauf.

Das von den Analysten erwartete und in der letzten Research-Note beschriebene kaufmännische "Traumszenario" habe der BVB mit der Vorlage des Geschäftsberichtes 2006/07 in vollem Umfang bestätigt. Borussia Dortmund habe den Umsatz in der KGaA um 9 Prozent auf 90,9 (Vj. 83,3) Mio. Euro gesteigert. Bis auf die naturgemäß sehr stark schwankenden Transfererlöse hätten alle Umsatzkomponenten zum Teil deutlich im Plus gelegen.

Trotz der bekanntlich sportlich durchwachsenen Saison seien die Erlöse aus dem Ticketing auf hohem Niveau nochmals um 6,4 Prozent auf 18,3 (17,2) Mio. Euro gestiegen. Auch bei den Sponsoreneinnahmen habe sich der BVB mit einer Steigerung von 12,3 Prozent auf 30,5 (27,2) Mio. Euro von der sportlichen Entwicklung abkoppeln können. Hauptträger des Umsatzwachstums sei jedoch das Fernsehen gewesen, bei denen der BVB von einem neuen Fernsehvertrag profitiert habe. Die Erlöse hätten hier um fast die Hälfte auf 21,3 (14,8) Mio. Euro zugelegt.

Im Zuge des Sanierungskurses sei es dem Management gelungen gleichzeitig auch die Kosten zu senken. Der Personalaufwand (Lizenzspieler und "reguläres" Personal) habe gegenüber dem Geschäftsjahr 2005/06 um 8,4 Prozent auf 32,7 (35,7) Mio. Euro gesenkt werden können. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hätten mit 42,7 (57,0) Mio. Euro nur noch 75 Prozent des Vorjahresniveaus betragen. In diesem GuV-Posten würden die Ausgaben für Spielbetrieb, Werbung, Transfers, Medien, Verwaltung und Sonstiges verbucht.

Das Finanzergebnis habe sich im Zuge des Schuldenabbaus und damit einhergehender finanzieller Umschichtungen auf minus 5,5 (-1,0) Mio. Euro verschlechtert. Steuerzahlungen seien nur bei den ertragsunabhängigen Steuern im begrenztem Umfang angefallen, so dass der Jahresüberschuss mit plus 10,3 (-3,9) Mio. Euro nahezu identisch mit dem Vorsteuerergebnis gewesen sei. Unter dem Strich sei ein Ergebnis von plus 0,17 (-0,09) Euro je Aktie ausgewiesen worden.

Insgesamt würden die Analysten die Zahlen als sehr erfreulich bewerten. Der Umsatz habe sich zwar mit 90,9 unter den Prognose von 100 Mio. Euro bewegt. Da die Analysten jedoch die Dimension des Kostenabbaus bei den sonstigen Aufwendungen unterschätzt hätten, habe der Jahresüberschuss mit 10,3 letztendlich über dem Ansatz der Analysten von 8,7 Mio. Euro gelegen. Auf EPS-Ebene gerechnet habe der BVB mit 0,17 Euro je Aktie damit sogar ein besseres Ergebnis als von den Analysten erwartet ausgewiesen.


Bei der Interpretation der Zahlen zu beachten sei, dass der BVB im abgelaufenen Geschäftsjahr stark von der Fußball-WM in Deutschland profitiert habe. So hätten die sonstigen Erlöse, die im Wesentlichen die Position Vermietung und Verpachtung enthalten würden, bei 5,7 (2004/05: 2,8) Mio. Euro gelegen. Grund hierfür sei die Vermietung des SIGNAL IDUNA PARK für die Austragung der Fußball-WM. Ferner seien dem BVB aus der Ausschüttung und Verteilung des Gewinns der Fußball-WM weitere 4,6 Mio. Euro an sonstigen betrieblichen Erträgen zugeflossen.

Im Rahmen des Zwischenberichtes für das erste Quartal (1.7. bis 30.9.) habe Borussia Dortmund einen Konzernumsatz von 25,2 Mio. Euro veröffentlicht. Das operative Ergebnis (EBIT) in der KGaA habe bei minus 0,8 Mio. Euro gelegen, den Jahresüberschuss habe der BVB mit minus 1,9 Mio. Euro beziffert.

Eine Einordnung dieser Zahlen falle den Analysten aufgrund fehlender Vorjahreszahlen schwer, zumal die Zahlen des ersten Quartals aufgrund der meist erst Ende August beginnenden Bundesligasaison nicht auf das gesamte Jahr hochgerechnet werden könnten. Die Geschäftsführung gehe jedoch trotz des planmäßigen Verlustes im ersten Quartal weiterhin von einem positiven Ergebnis im Gesamtjahr aus.

Auch wenn die umfassende Perspektive für eine komplette Neubewertung der BVB-Aktie nach Erachten der Analysten noch fehle, sei das Unternehmen nach dessen Eindruck auf dem Weg dazu, endlich "an der Börse anzukommen", was Indizien wie der erstmalige Quartalsbericht und der aktive Dialog mit Analysten zeigen würden. Allerdings wäre in diesem Zusammenhang auch eine klarere Kommunikation des im Ergebnis des vergangenen Jahres enthaltenen "Windfall Profit" aus der Fußball-WM wünschenswert gewesen.

Die Kursausschläge würden sich zwar weiter am sportlichen Erfolg orientieren, aber der Boden sollte erreicht sein. Nachdem der erste finanzielle Spielraum seit Jahren sinnvollerweise für die Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit genutzt worden seien, würden die Analysten denken, dass es bald an der Zeit sei, auch die Aktionäre bei der Verteilung freiwerdender Mittel zu berücksichtigen und damit für ihre Geduld bei der Sanierung zu entschädigen. Eine Dividendenrendite im Bereich von 3 bis 4 Prozent würde zudem den Kurs nach unten absichern und erstmals einen echten finanziellen Kaufanreiz für die BVB-Aktie bieten.

Die beim Börsengang erzielten Kurse würde man zwar für dauerhaft nicht erreichbar halten, aber zumindest ein Anfang für eine glaubwürdige Börsennotierung sei nach Meinung der Analysten inzwischen gemacht.

Die Analysten von GSC Research stufen die Borussia Dortmund-Aktie von "verkaufen" auf "halten" herauf und passen allerdings das Kursziel von 1,92 Euro auf 1,45 Euro an. (Analyse vom 30.01.2008) (30.01.2008/ac/a/nw)




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