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Porsche noch abwarten 18.12.2001
Sparkasse Aurich-Norden
In einer Auftragsstudie für die Sparkasse Aurich-Norden raten die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH bezüglich der Porsche-Aktie (WKN 693773) derzeit eine abwartende Haltung einzunehmen.
Porsche produziere Fahrzeuge und Motoren aller Art sowie Teile und Baugruppen für solche und andere technische Erzeugnisse. Des weiteren forsche und entwickele Porsche Konstruktionen im Bereich Fahrzeug- und Motorenbau. Ferner gehöre die Beratung auf dem Gebiet der Entwicklung und Fertigung insbesondere von Fahrzeugen und Motoren zum Tätigkeitsfeld. Das Unternehmen konzentriere sich vor allem auf den Sportwagenbereich und sei weltweit die Nummer eins auf diesem Gebiet.
Für das laufende Geschäftsjahr 2001/02 sei der Vorstand optimistisch. Er rechne trotz der schwachen Autokonjunktur mit wachsenden Umsätzen. Das Ergebnis solle mindestens auf Vorjahresniveau liegen. Dazu solle die Porsche-Belegschaft erstmals auf mehr als 10.000 Mitarbeiter steigen. Von der Markteinführung des Geländewagens Cayenne in der zweiten Hälfte 2002 erwarte das Management zudem einen Vorstoß in ganz neue Dimensionen.
Porsche gebe kräftig Gas. Kein Wunder - der Automobilbauer stelle schnelle Flitzer her, die kräftige Gewinne bescheren würden. Jüngst habe der Konzern die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2000/01 (bis Ende Juli) vorgelegt. Gute Zahlen, die zeigen würden, dass das Unternehmen weiter auf Wachstumskurs sei. Porsche habe neue Spitzenwerte bei den wichtigsten Geschäftsdaten vorgelegt. Der Umsatz sei um 21,8 Prozent auf 4,44 Milliarden Euro geklettert. Die Ursache sei der höhere Fahrzeugabsatz. Er habe um 11,9 Prozent auf 54.586 Sportwagen zugelegt.
Auch beim Ergebnis habe der Autobauer geglänzt und das trotz gestiegener Entwicklungsaufwendungen für die Sportwagen-Baureihen sowie den sportlichen Geländewagen Cayenne. Der Vorsteuergewinn (EBT) sei im abgelaufenen Geschäftsjahr um 36,5 Prozent auf 592,4 Millionen Euro ausgeweitet worden. Der Jahresüberschuss habe bei 270,5 Millionen Euro gelegen- nach 210 Millionen Euro im Vorjahr.Damit habe die Gesellschaft nach eigenen Angaben die Position als profitabelster Automobilhersteller der Welt ausgebaut. Das Unternehmen habe seine Umsatzrendite vor Steuern von zuvor 11,9 Prozent auf 13,3 Prozent steigern können, so Konzernchef Wendelin Wiedekind.
Problematisch sei für die kommenden Monate die konjunkturelle Situation der Weltwirtschaft. Ihr dürfte sich auch Porsche nicht entziehen können. Erfreulich sei jedoch, dass sich der Rückgang des US-Absatzes nach den Terroranschlägen kontinuierlich von 19 Prozent im September auf 3 Prozent im November verringert habe. Höhere Absätze verspreche man sich zudem von neuen Modellvarianten, die erst in Kürze auf dem wichtigsten Absatzmarkt Nordamerika zu den Händlern kämen.
Auch im ersten Quartal 2001/02 sei Porsche trotz schlechter Rahmenbedingungen auf Wachstumskurs geblieben. Der Konzernumsatz sei nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent auf rund 1,18 Milliarden Euro gestiegen. Der Fahrzeugabsatz habe sich um 1 Prozent auf 14.615 Stück erhöht, wobei die 911-Modellreihe überproportional um 5,7 Prozent auf 7.954 Einheiten zugelegt habe. Produziert worden seien insgesamt 16.286 Fahrzeuge - 3,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage nach beiden Modellreihen, besonders jedoch nach dem neuen 911, sei weltweit stark, so der Vorstand. Zur Gewinnsituation habe er allerdings keine Angaben gemacht.
Eines sei klar, die konjunkturelle Abkühlung dämpfe die Geschäfte des Autobauers. Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass das Ergebnis auch bei geringeren Absatzzahlen profitieren werde. Begründet werde diese Annahme mit einem besseren Modell-Mix hin zu höherwertigen Sportwagen und einem höheren Absicherungsniveau gegenüber dem Dollar-Kurs. Beispielsweise habe der Absatz des über 240.000 Mark teuren Modells 911 Turbo besonders stark zugelegt - auf mehr als 5.000 Stück. Das lasse die Kasse ordentlich klingeln. Ein gutes Ergebnis erwarte Wiedekind zudem vom Geländewagen Cayenne. Der Optimismus in Bezug auf den Erfolg des Cayenne sei zur Zeit ungetrübt. Allerdings betrete Porsche hier erstmals direkt ein Marktsegment, in dem die Modelle von Mercedes-Benz und BMW bereits Renner seien.
Die Porsche-Aktie habein den vergangenen Wochen kräftig zugelegt. Der Aufwärtstrend sei intakt - aber Vorsicht sei geboten. Mit einem KGV von 23 sei das Papier im Vergleich zu anderen Autobauern nicht gerade günstig bewertet. Ein Aufschlag sei aufgrund der guten Marktposition jedoch gerechtfertigt.
Daher sollten investierte Anleger ihre Positionen mit einem Stopp-Loss absichern während potenzielle Investoren derzeit noch abwarten sollten, so die Experten der Gatrixx NetSolutions GmbH in der Auftragsstudie für die Sparkasse Aurich-Norden.
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