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H&R WASAG kaufen 04.01.2008
SRH AlsterResearch
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Oliver Drebing, stuft die Aktie von H&R WASAG (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) mit "kaufen" ein.
Die Aussichten auf einen positiven Newsflow in 2008 würden die Analysten für gut halten. Nach ihrem Eindruck sei es CEO Gert Wendroth mit der von ihm gewählten Ansprache der Investoren gelungen, eine mit dem Weggang von Horst Hollstein entstandene Vertrauenslücke zu den Aktionären zu schließen. Damit sich dieses auf den Kursverlauf auswirke, müsse H&R WASAG im Februar die erwarteten Zahlen berichten und die positiven Aussichten für das laufende Jahr konkretisieren.
Wendroth habe die Gründe für die seit dem Q3 schwächere Ergebnisdynamik klar kommuniziert. Er habe verdeutlicht, dass nicht die Preisentwicklung des auf Tagesbasis eingekauften Rohöls primär für eine zwischenzeitliche Schwäche (Windfall losses) verantwortlich sei, sondern deren Relation zu den Verkaufspreisen der Spezialitätenprodukte. Diese Verkaufspreise seien an das Marktgefüge bei Grundölen gekoppelt und würden für die Laufzeit eines Quartals oder langfristiger ausgehandelt. Außerordentlich günstige Relationen von Grundöl- (Verkauf) zu Rohölpreisen (Einkauf) hätten 2006 für Windfall profits von bis zu 25 Mio. EUR gesorgt. Das Verhältnis von Grundölpreisen zur Rohölnotierung habe dann ab Q2 2007 mit Richtung auf ein historisch "normales" Maß korrigiert.
Die für H&R WASAG negativen Effekte dieser Phase hätten sich über die letzten Monate zugespitzt. Q4 2007 sei somit ergebnisseitig deutlich gegenüber den acht Vorquartalen abgefallen - man gehe für das Quartal von einem EBT bei lediglich 4,3 Mio. EUR aus. Für die jetzt zum Jahresbeginn terminierten Verhandlungen über langfristige Abnahmekontrakte zeige sich Wendroth zuversichtlich, dass die Preiskorrektur weitgehend abgeschlossen sei.
Die nachhaltige operative Ergebniskraft sehe der Vorstand aktuell in einer Größenordnung bei 55 Mio. EUR (EBT). Sie sei 2007 gegenüber dem Vorjahr 2006 angestiegen und werde mit dem schrittweisen Vollzug des "Projekts 40" im laufenden Jahr weiter erhöht. Bislang gebe es für 2008 noch keine offizielle Guidance. Wendroth habe jedoch durchblicken lassen, dass er sich bei Erwartungen eines EBT von 70 Mio. EUR wohl fühle. Darin eingerechnet seien erstmals positive Ergebniseffekte des "Projekts 40". Während diese 2008 in der Größenordnung von 14 Mio. eingeplant seien, würde ab 2009 die Ergebniswirkung von zusätzlichen 40 Mio. EUR voll zur Entfaltung kommen. Die nachhaltige Ergebniskraft werde 2009 somit einen Sprung auf 95 Mio. EUR vollziehen. Um weitere 30 Mio. EUR bis 35 Mio. EUR wachsen solle das jährliche Ergebnis dann ab 2012 mit vollendeter Umsetzung des "Programms 40+", Arbeitstitel "Golden cut". Außerdem sehe man bis Anfang des nächsten Jahrzehnts die Duplizierung der in Europa erfolgreichen Vermarktung von chemisch-pharmazeutischen Spezialitäten nunmehr auch in Asien.
Die bisherigen Minderheitsgesellschafter der Sythengrund Grundstücksverwertungsgesellschaft hätten Ende 2007 ihre Beteiligung an der Sythengrund gegen 2,65 Millionen Vorzugsaktien der H&R WASAG AG getauscht. Damit erhöhe sich die Aktienanzahl um 9,7%. Die Vorzugsaktien seien ab 2007 gewinnberechtigt. Die Ausübung des Tauschrechts war von den Analysten von SRH AlsterResearch erwartet worden. Die von ihnen publizierten Ergebnisprognosen zu dem Titel hätten stets die um 2,65 Millionen Vorzugsaktien erhöhte Aktienbasis berücksichtigt. Sythengrund verfüge über Grundbesitz mit Quarzsandvorkommen (13,5 Mio. t Quarzsand; jährlicher Ergebnisbeitrag aus geplantem Abbau bei ca. 2 Mio. EUR).
Die Analysten von SRH AlsterResearch erhöhen ihre Prognose für 2007 auf Basis des Nachsteuerergebnisses. Hierbei würden sie die niedrigere Besteuerung im berichteten Q3 nachvollziehen und die nach der Ausübung des Tauschrechts nunmehr reduzierten Ansprüche von Minderheitsgesellschaftern berücksichtigen. Das EPS würden sie auf Basis der aktuellen Aktienanzahl mit 1,55 EUR (bisher 1,36 EUR, einschließlich Gewinn aus der Entkonsolidierung der Sprengstoffsparte) erwarten.
Für 2008 würden die Analysten ihre EBT-Erwartungen von bislang 80 Mio. EUR auf 75 Mio. EUR reduzieren. Erfolgreiche Vertragsverhandlungen auf Kundenseite würden sich erst nach einer kurzen Frist auf die Ergebnissituation auswirken. Mit ihrer Prognose würden die Analysten aber oberhalb der zu erwartenden Guidance von 70 Mio. EUR bleiben, die ein höheres Maß an Vorsicht der neuen Unternehmensführung ausdrücken werde.
Das Anlageurteil "kaufen" der Analysten von SRH AlsterResearch für die H&R WASAG-Aktie gründet auf der langfristigen Ergebnisperspektive mit einer ab 2008 wieder deutlich anziehenden positiven Dynamik. Auf Nachsteuerebene prognostiziere man bis 2012 für das nachhaltige, also um Windfall profits wie Windfall losses bereinigte Ergebnis eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Compound annual growth rate, CAGR) von 25%. Das Kursziel werde von 40 EUR auf 30 EUR reduziert. (Analyse vom 04.01.2008) (04.01.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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