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Demag Cranes kaufen 14.12.2007
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Gordon Schönell, vergibt für die Aktie von Demag Cranes (ISIN DE000DCAG010 / WKN DCAG01) weiterhin das Rating "kaufen".
Bereits am 24.10.2007 habe die Gesellschaft ein vorläufiges bereinigtes EBIT in Höhe von 94,6 Mio. EUR für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006/07 genannt. Somit hätten die gestern publizierten endgültigen Zahlen auch nicht mehr überraschen können. Das endgültige bereinigte EBIT habe die Vorhersage genau getroffen.
Auch an der Guidance für das laufende Geschäftsjahr, die im Zusammenhang mit dem vorläufigen Zahlen veröffentlicht worden sei, habe sich nichts geändert. Die Umsatzerlöse hätten sich im Geschäftsjahr 2006/07 auf 1,08 Mrd. EUR belaufen, was einer Steigerung im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr von 9,5% entsprochen habe. Die Gesellschaft habe hier die Erwartung der Analysten von 1,07 Mio. EUR leicht übertreffen können.
Das solide Umsatzwachstum verteile sich dabei sehr einheitlich auf die drei Geschäftsfelder. Im Bereich Industriekräne, dem größten Segment habe das Umsatzwachstum bei 8,1% (485,4 Mio. EUR) gelegen, im Segment Hafentechnik bei 10,8% (298,9 Mio. EUR) und das Servicegeschäft habe um 10,4% (296,1 Mio. EUR) zulegen können. Im Segment Hafentechnik habe sich vor allem der Absatz der neuen Generation 5 Krane gut entwickelt. Diese seien im Juli der Grund für die Gewinnwarnung gewesen. Zu dieser sei es aufgrund von Fehlkalkulationen in der Nachfragestruktur gekommen. Das eingeführte Baukastenprinzip habe zur Folge gehabt, dass kleinere Krane mit Komponenten der größeren Krane ausgerüstet worden seien, um die Standardisierung zu erhöhen. Dies habe aber den Nachteil gehabt, dass es bei diesen kleineren Kranen zu einem Overengineering gekommen sei, welches nicht von den Kunden verlangt und entsprechend auch nicht bezahlt worden sei.
Trotzdem hätte die Modulbauweise die Effizienz und Profitabilität gesteigert, wenn die tatsächliche Nachfragestruktur der geplanten entsprochen hätte. Diese habe sich aber von den großen Generation 5 Kranen hin zu den kleineren Kranen verschoben. Auch das in der Gewinn- und Verlustrechung ausgewiesene, nicht um Posten wie Sondereffekte aus der Purchase Price Allocation und Abfindungszahlungen bereinigte Ergebnis in Höhe von 82,0 Mio. EUR habe die Erwartung der Analysten exakt getroffen. Die hohe Steuerquote resultiere überwiegend aus Belastungen in Höhe von 8,64 Mio. EUR aus der Unternehmenssteuerreform.
Um die Herstellkosten nun nachhaltig zu senken, habe der Vorstand fünf Maßnahmenpakete mit einem positiven EBIT-Effekt von 15 Mio. EUR festgelegt. Die Analysten würden erwarten, dass diese Maßnahmen bis zum Ende des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres 2007/08 umgesetzt werden könnten und ihre volle Ergebniswirksamkeit im Geschäftsjahr 2008/09 erreichen würden. Die Maßnahmen würden vorsehen, die Vorhersagen der Nachfragestruktur zu verbessern sowie die Produktion und die Beschaffungslogistik effizienter zu gestalten. Ein Kernpunkt dabei stelle die Vereinfachung der Produktion und die Vermeidung des Overengineering dar. Die Nachfrage nach Produkten aus diesem Segment bewege sich nach Angaben der Gesellschaft auf einem hohen Niveau. Die Gründe für die nicht zufrieden stellenden Ergebnisse würden allein aus den Herstellkosten resultieren.
Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr sehe eine Steigerung des Umsatzes auf 1,13 Mrd. bis 1,16 Mrd. Euro vor. Das bereinigte EBIT solle auf ca. 110 Mio. EUR ansteigen (+16%). Als Sonderbelastungen erwarte die Gesellschaft lediglich weiter Einflüsse aus der Purchase Price Allocation in Höhe von 5,6 Mio. EUR, so dass das nicht bereinigte EBIT im Bereich von 105 Mio. EUR liegen sollte. Durch die Umsetzung der Maßnahmenpakete gehe der Vorstand davon aus, dass die Ertragskraft im Segment Hafentechnologie im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gesteigert werde. Das bereinigte Segment-EBIT solle zum Ende des laufenden Geschäftsjahres zwischen 18 Mio. und 20 Mio. EUR betragen, nach 9,6 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2006/07.
Der Kurs sei im Anschluss an die Gewinnwarnung von knapp 52 EUR auf 31 EUR gefallen, habe sich aber zwischenzeitlich wieder auf ca. 40 EUR verbessern können, ehe der Kurs im Sog der Finanzmarktkrise deutlich stärker gesunken sei als der Benchmark-Index SDAX und auf 27 EUR durchgesackt sei. Hier sei nach Meinung der Analysten die Skepsis gegenüber der Aktie aufgrund der Konjunkturabhängig der Gesellschaft noch größer als bei anderen Unternehmen. Werde es in Folge der Subprimekrise zu einem weltweiten wirtschaftlichen Abschwung kommen, würde dies die Gesellschaft nach Erachten der Analysten deutlich merken.
Die Analysten würden aber davon ausgehen, dass die Gesellschaft nach der Gewinnwarnung im vergangenen Geschäftsjahr bei ihrer Guidance sehr vorsichtig sei, um nicht noch mal an den eigenen Zielsetzungen zu scheitern. Auch sie hätten in ihren Bewertungsmodellen aus Vorsichtsgründen über niedrigere Gewinnerwartungen das konjunkturelle Risiko einkalkuliert.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe senken ihr Kursziel in Folge ihres zuletzt eingetrübten makroökonomischen Ausblicks auf 35 EUR (alt. 42 EUR) behalten aber angesichts des damit verbundenen Kurspotenzial ihre Anlageempfehlung "kaufen" für die Aktie von Demag Cranes bei. (Analyse vom 14.12.2007) (14.12.2007/ac/a/nw)
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