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PC-Ware kaufen 20.11.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Andreas Wolf und Felix Ellmann, Analysten von SES Research, empfehlen die Aktie von PC-Ware (ISIN DE0006910904 / WKN 691090) weiterhin zu kaufen.
PC-Ware habe die Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2007/2008 veröffentlicht und damit die Prognosen von SES Research insgesamt getroffen.
Der Umsatz von EUR 161,8 Mio. bedeute ein Wachstum von 6,3% yoy, das jedoch allein aus der seit 1. August 2007 konsolidierten Comparex Central Europe and Iberia (Umsatzbeitrag: EUR 15,7 Mio.) resultiere. Damit sei die Umsatzentwicklung leicht hinter den Prognosen von SES Research zurückgeblieben. Ursächlich für die verhaltene organische Umsatzentwicklung sei insbesondere die anhaltende Investitionszurückhaltung im öffentlichen Bereich, die zu einem Umsatzanstieg im Kernsegment SoftWare-Licensing von lediglich 2,7% gegenüber dem Vorjahresquartal geführt habe, sowie sinkende HardWare-Umsätze.
Darüber hinaus habe PC-Ware Direct Enterprise Agreements (DEA) abgeschlossen, die ein Reselling-Umsatzvolumen von EUR 12,3 Mio. repräsentieren würden. Im Rahmen dieser trete PC-Ware nicht als Reseller auf, sondern erhalte ein Honorar für die Beratungsdienstleistung in Zusammenhang mit dem Lizenzvertrag.
Das EBITDA habe mit EUR 2,7 Mio. die Erwartungen der Analysten getroffen. Damit zeige PC-Ware eine deutliche Verbesserung der EBITDA-Marge gegenüber dem Vorjahresquartal.
Das EBIT und das Nettoergebnis seien durch Abschreibungen auf den Auftragsbestand der Comparex Central Europe and Iberia im Rahmen der Purchase Price Allocation (PPA) in Höhe von TEUR 471 belastet worden. Da diese Belastungen bisher nicht hinreichend hätten konkretisiert werden können, seien diese nicht in den SES-Prognosen berücksichtigt gewesen. Zu beachten sei dabei, dass diese Abschreibungen nicht zahlungswirksam und daher ohne Einfluss auf die Bewertung im Rahmen des DCF-Modells seien. Damit würden die berichteten Ergebniskennziffern im Rahmen der Erwartungen liegen.
Durch die Comparex Central Europe and Iberia habe PC-Ware die regionale Präsenz um Spanien und diverse osteuropäische Länder sowie das Leistungsspektrum um Dienstleistungen rund um Rechenzentren erweitert. Mit dem Aufbau eines SoftWare-Lizenzierungsteams in Spanien habe sich PC-Ware bereits positioniert, um auf diesem überdurchschnittlich stark wachsenden Markt (EITO: Marktwachstum 2007e +6,6%) Cross-Selling-Gelegenheiten zu nutzen. Die Präsenz im osteuropäischen Raum im Bereich Rechenzentren sollte PC-Ware für weiteres Cross-Selling nutzen können.
Als positiv sei darüber hinaus zu werten, dass es PC-Ware zunehmend gelinge, den hervorragenden Kundenzugang einer Nummer eins im SoftWare-Licensing in Deutschland, den Niederlanden, Italien und der Tschechischen Republik und Nummer zwei in EMEA bei einer Kundenbasis von rund 85.000 Kunden in den Absatz auch von Nicht-Microsoft-Produkten zu transformieren (Q2: Adobe +39%, McAfee +18%). Damit sollte der Anteil von Microsoft-Umsätzen (Q2/2007: 52,6%) sukzessive sinken und die Abhängigkeit von der Nachfrage nach den Produkten dieses Herstellers reduziert werden.
Das aus den vergangenen Jahren bekannte Bild eines starken dritten Quartals sollte sich erneut wiederholen. Dieses werde insbesondere von den auszuschöpfenden IT-Budgets getrieben, die bei Großunternehmen sowie den öffentlichen Haushalten das Ausgabeverhalten stark prägen würden. Damit sollte sich insbesondere die Kaufzurückhaltung des öffentlichen Bereichs auflösen.
Ursächlich für diese sei eine große Ausschreibung für Microsoft-Produkte durch das Bundesinnenministerium gewesen, die eine Signalwirkung auf andere öffentliche Einrichtungen gehabt habe. Diese sei im Juni 2007 durch PC-Ware gewonnen worden (jährliches Auftragsvolumen von ca. EUR 30 bis 50 Mio.) Vor dem Hintergrund der Kameralistik der öffentlichen Haushalte sollten im kommenden Quartal die Umsätze in diesem Kundensegment deutlich anziehen.
Die Bewertung der PC-Ware-Aktie stelle sich derzeit im Peer-Group-Vergleich als besonders günstig dar. Sämtliche Multiplikatoren 2009e würden auf eine Unterbewertung der PC-Ware-Aktie deuten. Besonders gegenüber Bechtle weise PC-Ware eine signifikante Unterbewertung auf. Lediglich Computacenter zeige günstigere EV/EBITDA und EV/EBIT-Multiplikatoren. Aufgrund des gegenüber Computacenter stärkeren Wachstums von EBITDA und EBIT sei eine höhere Bewertung von PC-Ware gerechtfertigt.
Das stark erwartete dritte Quartal sollte für positiven Newsflow sorgen und die Umsatz- und Ergebnisgrößen für das Gesamtjahr konkretisieren.
Das Kursziel von EUR 21,00 auf Basis eines DCF-Modells sowie das Rating "kaufen" für die Aktie von PC-Ware werden von den Analysten von SES Research bestätigt. Angesichts der Unterbewertung der PC-Ware im Peer-Group-Vergleich und der Kursrückschläge der letzten Tage stelle die derzeitige Schwäche der Aktie eine günstige Einstiegsgelegenheit dar. (Analyse vom 20.11.2007) (20.11.2007/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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