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SKW Stahl-Metallurgie kaufen 14.11.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SES Research, Marc Osigus, rät unverändert zum Kauf der SKW Stahl-Metallurgie-Aktie (ISIN DE000SKWM013 / WKN SKWM01).
SKW Stahl habe am 12.11.07 die Zahlen für das abgelaufene 3. Quartal 2007 bekannt gegeben. Während der Umsatz aufgrund der Wartungsarbeiten einiger US-Kunden im Segment Fülldrähte sowie des schwachen USD mit EUR 52,5 Mio. unter den Erwartungen geblieben sei (SESe: EUR 54 Mio.), sei das EBITDA (ohne Sondereffekte) mit EUR 4 Mio. besser ausgefallen (SESe: EUR 3,6 Mio.). Das temporär schwächere Ergebnis bei den Fülldrähten (EUR 1,7 Mio.) habe durch das dynamische Wachstum im Bereich Pulver & Granulate (EUR 1 Mio.) sowie das sehr starke Ergebnis bei Quab (EUR 1,2 Mio.) mehr als kompensiert werden können.
Wenngleich diese positive operative Entwicklung in Q4 2007 anhalten sollte, erhöhe das Unternehmen aufgrund der Erstkonsolidierung der US-amerikanischen ESM nur die Umsatzprognose von EUR 210-220 Mio. auf EUR 235 Mio., nicht aber die Guidance für das EBITDA von EUR 18,5-19,5 Mio. Zu begründen sei dies ausschließlich durch die nach IFRS notwendige Bewertung der Vorräte bei Erstkonsolidierung zum Marktwert. ESM habe in Antizipation des eingetretenen Anstiegs des Magnesiumpreises erhebliche Lagerbestände aufgebaut und bereits zu vorteilhaften Konditionen an die Kunden kontrahiert. Dies werde in Q4 zwar für Umsätze und positive Cash Flows sorgen - da der Magnesiumpreis seit Einkauf aber um mehr als 50% gestiegen sei, würden die in der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigten Ergebnisbeiträge von ESM bis zum Verbrauch dieser Vorräte unter dem tatsächlichen Niveau liegen. Das Geschäftsjahr 2008 werde dies nur in sehr eingeschränktem Umfang beeinflussen, so dass dann die volle Umsatz- und Ergebnisdynamik des neuen Geschäftsbereiches sichtbar werde.
Die neuen Umsatz- und Ergebnisschätzungen für 2007 würden neben dem erwarteten EBITDA-Einfluss der Fair Value-Bewertung der Vorräte von geschätzten EUR 2,2 Mio. den schwachen USD sowie die um einen Monat später als ursprünglich erwartet erfolgte Erstkonsolidierung von ESM reflektieren.
Im Einklang mit der Berichterstattung der Quartalszahlen habe SKW Stahl die nur sehr moderat wertstiftende Langfristguidance für 2011 adjustiert. Das Unternehmen erwarte nunmehr einen Umsatz in Höhe von EUR 360 Mio. bei einer EBITDA-Marge von 9%. Unter Berücksichtigung eines annualisierten Umsatzes für 2007 in Höhe von ca. EUR 310 Mio. (SKW alt EUR 210 Mio. und ESM alt EUR 105 Mio.) entspreche dies bis 2011 einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von ca. 3,8%. Angesichts der geplanten regionalen Expansion nach Mexiko, Brasilien, Türkei, Russland, Indien und China sowie des Potenzials des Produktes PapCal von mindestens EUR 15 Mio. erscheine dies überraschend konservativ und werfe Fragen hinsichtlich der Geschwindigkeit der geplanten regionalen Expansion auf.
Die neuen Schätzungen für 2008 und 2009 würden daher in gleichem Umfang den dämpfenden Effekt des schwachen USD auf eine höhere US-Umsatzbasis von ca. 60% und eine möglicherweise langsamer als erwartet umgesetzte Expansion widerspiegeln. Der Newsflow dürfte sich nach der Kursreaktion auf die vorsichtige Guidance wieder verbessern. Q4 sollte ähnlich gut wie Q3 ausfallen und den kontinuierlich zunehmenden Fokus auf höhermargige Produkte verdeutlichen. Zudem seien in den nächsten Monaten Aussagen zur Expansion nach Russland, Indien und die Türkei zu erwarten. Mit den Gesamtjahreszahlen für 2007 oder dem Bericht für Q1 2008 plane das Unternehmen zudem die Veröffentlichung der Guidance für 2008, die die erzeugten Irritationen bereinigen könne. Trotz der Adjustierung der Zahlen bleibe SKW deutlich unterbewertet. Das neue Kursziel von EUR 52 (alt: EUR 58) basiere auf dem FCF-Yield 2008e, unterstützt vom DCF-Modell.
Die Empfehlung der Analysten von SES Research für die SKW Stahl-Metallurgie-Aktie lautet unverändert "kaufen". (Analyse vom 14.11.2007) (14.11.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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