Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Deutsche Wohnen verkaufen


24.10.2007
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Frank Neumann, bewertet die Aktie von Deutsche Wohnen AG (ISIN DE0006283302 / WKN 628330) in seiner Ersteinschätzung mit dem Rating "verkaufen".

Die Deutsche Wohnen AG, ein Wohnimmobilienbestandshalter mit regionalem Fokus auf Deutschland, habe Anfang Juli 2007 den Kauf der Gehag, eines Wohnimmobilienbestandshalters mit dem Schwerpunkt Berlin, bekannt gegeben. Mit dieser Transaktion habe der Konzern in etwa seinen Wohnimmobilienbestand auf über 50.000 Wohnungen verdoppelt. Diese Übernahme habe sich auch auf das Geschäftsmodell ausgewirkt. Dieses habe sich den Weg vom Schwerpunkt des Privatisierers hin zum Bestandshalter von Wohnimmobilien entwickelt.

Die weitere Geschäftssäule, neben der Bestandshaltung, die Privatisierung, verliere künftig an Bedeutung. Ab dem kommenden Jahr sollten nur noch 500 Wohnungen im Jahr veräußert werden (2006: 1.645 Wohnungen).

Insgesamt sei die Gehag-Übernahme als ein strategischer Schritt zu werten. Das Unternehmen steige damit umfangreich in den Berliner Markt ein und verringere zugleich den Abstand zu anderen börsengelisteten Wohnimmobilienunternehmen. Am 23.10. habe die Deutsche Wohnen AG die Neubewertung des Portfolios bekannt gegeben. Nach Erachten der Analysten sollten sich die Bewertungsgewinne auf ca. 70 Mio. EUR belaufen und damit die Erträge signifikant erhöhen.

Die Halbjahreszahlen würden mit der Übernahme der Gehag in den Hintergrund rücken. Im ersten Halbjahr habe das Unternehmen 50,6 Mio. EUR (Rumpfgeschäftsjahr 2006: 48,3 Mio. EUR) umgesetzt. Das EBIT habe mit 11,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 14,3 Mio. EUR gelegen. Die Kausalität dafür sei weniger auf der Einnahmeseite als vielmehr auf die Ausgabenseite zu sehen. Durch die Einbeziehung des Portfolios DB14 hätten sich die Abschreibungen signifikant erhöht.


Weiterhin hätten die Personalaufwendungen durch Abfindungszahlungen an Vorstände zugenommen. Bedingt durch die hohen Zinszahlungen in Höhe von 17,1 Mio. EUR (Vj.: 12,4 Mio. EUR) sei das Ergebnis vor Steuern mit -4,4 Mio. EUR (Vj.: 2,6 Mio. EUR) negativ ausgefallen und der Jahresüberschuss habe -5,3 Mio. EUR (Vj.: 1,7 Mio. EUR) betragen.

Im Zusammenhang mit der Übernahme der Gehag habe die Deutsche Wohnen AG einige Altersheime sowie ein Kabelgeschäft mit einem Umsatzpotenzial von ca. 40 Mio. EUR für das Jahr 2007 übernommen. Im September dieses Jahres habe die Colonia Real Estate bekannt gegeben, einen Anteil von über 3% an der Deutsche Wohnen AG erworben zu haben. Dies habe damals Übernahmefantasien geschürt.

Mit der Übernahme der Gehag seien zwei Unternehmen ähnlicher Dimension unter einem Dach vereint worden. Nach Erachten der Analysten müsse sich in den nächsten Monaten zeigen, ob sich der Kaufpreis für die Gehag im angemessenen Bereich bewegt habe. Dies würde durch die Realisierung der geplanten Einnahmeerhöhungen, Effizienzverbesserungen und die damit verbundenen Kosteneinsparungen bewiesen werden. Inwieweit und in welchem Tempo dies umgesetzt werden könne, bleibe abzuwarten. Als weitere kritische Punkte seien der hohe Grad der Fremdfinanzierung, die damit verbundene Zinslast sowie die daraus resultierende Sensitivität gegenüber den Zinsschwankungen zu sehen.

Aktuell stufen die Analysten vom Bankhaus Lampe die Aktie von Deutsche Wohnen AG mit dem Kursziel von 31,00 EUR als Verkauf ein. (Analyse vom 24.10.2007) (24.10.2007/ac/a/nw)


Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
26.09.2024, ZertifikateJournal
Turbo-Optionsschein auf Deutsche Wohnen: Extra-Chance in der Immobilienbranche! Optionsscheineanalyse
25.11.2021, ZertifikateJournal
Turbo auf Deutsche Wohnen: Papiere des Unternehmens sind eine heiße Wette! - Optionsscheinenews
12.08.2021, ZertifikateJournal
Discount Call auf Deutsche Wohnen: Die Immobiliengesellschaft wird von Vonovia geschluckt - Optionsscheineanalyse
29.04.2021, ZertifikateJournal
HVB-Discount Call auf Deutsche Wohnen bleibt ein ideales Investment - Optionsscheinenews
22.04.2021, ZertifikateJournal
Discount Call-Optionsschein auf Deutsche Wohnen: Positives Gerichtsurteil - Optionsscheineanalyse
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG