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Schaltbau kaufenswert 01.10.2007
TradeCentre.de
Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "TradeCentre.de" ist die Schaltbau-Aktie (ISIN DE0007170300 / WKN 717130) nach wie vor kaufenswert.
Beim Spezialisten für mobile und stationäre Verkehrstechnik würden die Geschäfte wie am Schnürchen laufen. Schaltbau-Lenker Jürgen H. Cammann kündige im Gespräch mit "TradeCentre.de" eine Konkretisierung der Planzahlen für das Jahr 2008 für den Herbst an. "Wir befinden uns derzeit in der Budgetierungsphase und wollen Ende Oktober oder spätestens im November dieses Jahres die Umsatz- und Ergebnisprognose für das kommende Jahr konkretisieren und unsere Ziele für das Jahr 2009 der Börse vorstellen", sage der Firmenchef.
Für das Jahr 2008 habe das Unternehmen bislang einen Umsatz von 245 Millionen Euro und ein EBIT von 15 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Die EBIT-Marge von mehr als sechs Prozent könne sich sehen lassen. Der Gewinn nach Minderheiten solle sich auf 7,8 Millionen Euro oder auf fast 4,20 Euro je Aktie belaufen. Cammann deute an, dass die Ziele wohl eher nach oben als nach unten korrigiert würden. "Wir sind sehr zuversichtlich für die nächsten Jahre und legen den Fokus auf den Gewinn und Cashflow", so der Vorstandssprecher.
Erfreulich sei, dass Cammann den Konzern nach Gewinnen und Cashflow steuere. Im ersten Halbjahr 2007 habe der operative Cashflow bereits ins Positive geschaltet werden können, nachdem im ersten Semester des Vorjahres noch ein dickes Minus in den Büchern gestanden habe.
Die Ziele für das nächste Jahr seien ohnehin konservativ, weshalb eine Anhebung der Ziele nur die logische Konsequenz wäre. Schaltbau habe jüngst die Firma Bubenzer mit einem Jahresumsatz von 26 Millionen Euro übernommen. Ab 2008 werde die Akquisition voll konsolidiert. Rechne man den Umsatz auf die Jahresziele für 2007 hinzu, erwarte Cammann demnach in der Gruppe für 2008 keinen Umsatzzuwachs in den angestammten Geschäftsfeldern. Der CEO betone jedoch, in wesentlichen Bereichen auch weiterhin organisch wachsen zu wollen.
Allerdings werde das Unternehmen andererseits auch auf weniger rentable Aufträge in der Zukunft eher verzichten, was sich entsprechend negativ auf den Umsatz auswirke, aber sich positiv in der prozentualen Marge niederschlage. "Wir streben mittelfristig eine EBIT-Marge von bis zu acht Prozent an. Der Umsatz soll sich mittelfristig auf die Marke von 300 Millionen Euro bewegen", so Cammann.
In diesem Turnus würden die Münchener einen Umsatz von 230 Millionen Euro, ein EBIT von 13,5 Millionen Euro und einen Nettogewinn von 6,6 Millionen Euro oder ein Ergebnis je Aktie von mehr als 3,50 Euro erwarten. Cammann bekräftige die Ziele für 2007. Er kündige zudem erneut die Zahlung einer Dividende an. Zur Höhe habe sich der Firmenchef aber nicht äußern wollen. Für das Jahr 2006 seien 15 Cent je Aktie ausgeschüttet.
Schaltbau profitiere derzeit stark im Bereich Schienenfahrzeuge und Komponenten. "Im Bereich der Schienenfahrzeuge läuft es bei allen Produktsegmenten", sage Cammann. Besonders der chinesische und europäische Markt mache dem Unternehmen große Freude. "Wir können keine Abkehr des positiven Trends erkennen und erwarten ein konstantes Investitionsvolumen im Schienenverkehr."
Etwas schwächer würden sich gegenüber dem besonders starken Jahr 2006 allerdings die Türabrufe für Busse zeigen. "Das Geschäft ist volatil. Wir wollen uns von der Bus-Konjunktur künftig etwas abkoppeln und dafür die anderen Bereiche stärken." Das könnte auch über Zukäufe erfolgen. Wobei in 2007 dem Vernehmen nach seitens Schaltbau kein Zukauf mehr zu erwarten sei. "Für 2008 schließen wir kleinere Arrondierungen mit Umsätzen von 5 bis 15 Millionen Euro nicht aus", sage der CEO.
Das Unternehmen werde an der Börse derzeit mit 65 Millionen Euro kapitalisiert. Das KGV für 2008 belaufe sich auf preiswerte 8. Selbst unter Berücksichtigung der Verschuldung sei die Aktie alles andere als teuer.
Der Altfavorit der Experten von "TradeCentre.de", die Aktie von Schaltbau, ist weiter kaufenswert. (Analyse vom 01.10.2007) (01.10.2007/ac/a/nw)
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