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4SC kaufen 12.09.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Dr. Stefan Schröder, Analyst von SES Research, bewertet die 4SC-Aktie (ISIN DE0005753818 / WKN 575381) weiterhin mit dem Rating "kaufen".
Die 4SC AG habe die angekündigte Kapitalerhöhung in vollem Umfang durch Ausgabe von 6,3 Mio. neuen Aktien erfolgreich abgeschlossen. Die Erhöhung des Grundkapitals von EUR 12,67 Mio. auf EUR 19,0 Mio. sei als Privatplatzierung zu einem Bezugspreis von EUR 2,65 erfolgt. Mit der Kapitalmaßnahme habe das Unternehmen auf die Nachfrage der Hexal-Gründer Thomas und Andreas Strüngmann reagiert, die über ihre Santos Holding (Deutschland) GmbH rund EUR 14,6 Mio. in den Martinsrieder Medikamentenentwickler investiert hätten und nun mit knapp 30% zum größten Anteilseigner des Unternehmens aufgestiegen seien.
Nach Bruttoemissionserlösen aus der Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 16,8 Mio. sei die Liquiditätsproblematik bei 4SC nun endgültig vom Tisch. Das Unternehmen verfüge über eine sehr komfortable Cashposition von rund EUR 19 Mio., mit der es in der Lage sein werde, seine bestehende Produktpipeline mit voller Kraft weiterzuentwickeln und um zusätzliche Wirkstoffprojekte auszuweiten.
Neben dem Mittelzufluss aus der Kapitalerhöhung würden die Analysten zusätzliche Lizenzumsätze erwarten: Eine Teilauslizenzierung des antiviralen Wirkstoffes von 4SC an einen Pharmapartner könnte noch in der präklinischen Phase realisiert werden und bereits in den kommenden Monaten zu Cashflows in Form von Vorabzahlungen führen. Wirkstoff SC12267 gegen Rheumatoide Arthritis stehe für einen Lizenzvertrag bereit. Mit einer Auslizenzierung würden die Analysten ab dem vierten Quartal 2007 nach erfolgreichem Abschluss der klinischen Phase IIa rechnen.
Die Strüngmann-Brüder würden als Finanzinvestoren exzellente Managementerfahrung aus dem Arzneimittelgeschäft mitbringen. Das von ihnen in den 80er Jahren gegründete Pharmaunternehmen Hexal hätten sie zum führenden deutschen Anbieter patentfreier Nachahmer-Medikamente (Generika) entwickelt. Mit dem Verkauf von Hexal und der Mehrheitsbeteiligung am US-Generikahersteller Eon Labs an Novartis hätten sie im Jahre 2005 EUR 5,6 Mrd. erlöst. Die Hexal-Gründer würden sich inzwischen zu führenden Finanziers in der deutschen Biotechbranche entwickeln. Neben 4SC hätten sie kürzlich Kapitalerhöhungen bei Medigene, Ganymed und AiCuris gezeichnet, die wie das Martinsrieder Unternehmen in den Indikationsgebieten Krebserkrankungen bzw. Virusinfektionen tätig seien.
Aufgrund der Synergiepotenziale mit der Wuppertaler AiCuris, die als Spin-off des Bayer-Konzerns gegründet worden sei und neue Medikamente gegen virale Infektionskrankheiten entwickle, werde die 4SC AG schon kurzfristig im Rahmen ihres Collaborative Business umfangreiche Forschungsaufträge für Serviceleistungen in den Bereichen Medizinalchemie und Screening generieren können. Darüber hinaus erwarte msn, dass 4SC im Rahmen weitergehender Kooperationen von der ausgewiesenen Expertise der AiCuris auf dem Gebiet der Virusforschung bei der Entwicklung seines Grippemedikamentes entscheidend profitieren werde.
Die Produktpipeline von 4SC umfasse aktuell 6 Wirkstoffe mit Umsatzpotenzialen von ca. EUR 500 Mio. bis 1 Mrd. (Peak-Sales). Sämtliche Medikamentenkandidaten würden ausnahmslos aus der eigenen Entwicklung stammen und die besondere Innovationskraft des Unternehmens im Vergleich zu anderen börsennotierten deutschen Biotech-Firmen unterstreichen. 4SC konzentriere sich auf Medikamente gegen Krebs, chronische Entzündungserkrankungen (Rheumatoide Arthritis, Darmentzündungen, Multiple Sklerose) sowie Virusinfektionen (Grippe, Vogelgrippe, Hepatitis C).
Mit der Kapitalerhöhung würden Liquiditätsengpässe des Unternehmens endgültig der Vergangenheit angehören und die Entwicklung der Pipeline werde volle Fahrt aufnehmen können.
Die Analysten von SES Research empfehlen die 4SC-Aktie nach wie vor zum Kauf und ihr Kursziel lautet nach Berücksichtigung von Verwässerungseffekten EUR 5,00. (Analyse vom 12.09.2007) (12.09.2007/ac/a/nw) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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