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DE000A0JQ5U3 A0JQ5U -   € -   €
 
 
 

Manz Automation Gewinne laufenlassen


09.07.2007
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die Gewinne bei der Aktie von Manz Automation (ISIN DE000A0JQ5U3 / WKN A0JQ5U) laufenzulassen.

Der Systemlieferant habe jüngst eine Kapitalerhöhung erfolgreich platziert. Insgesamt seien rund 325.000 neue Aktien zu einem Preis von 70 Euro platziert worden. Aus dieser Transaktion sei der Gesellschaft ein Erlös von netto rund 22 Millionen Euro zugeflossen. Wie den Experten Finanzvorstand Martin Hipp im Hintergrundgespräch erläutere, sollten die frischen Mittel in erster Linie für Akquisitionen verwendet werden. "Das organische Wachstum und das daraus ansteigende Working Capital können wir zunächst weiter aus dem Cashflow finanzieren. Der wesentliche Grund für die Kapitalerhöhung ist, dass wir noch schneller wachsen wollen", so der CFO.

Nach eigenen Angaben könnten sich die Schwaben vor neuen Aufträgen kaum retten. "Die Nachfrage vor allem aus dem Solarbereich ist sehr stark. Der Trend ist ungebrochen". Ziel sei, mit einer Übernahme zusätzliche Ressourcen zu gewinnen. Zwar baue das Unternehmen die Kapazitäten in Ungarn und am Firmensitz in Reutlingen stetig aus, dieser Aufbau der Ressourcen aus eigener Kraft nehme jedoch viel Zeit in Anspruch. Ideal wäre nun beispielsweise der Zukauf eines Maschinenbauers, welcher über eine funktionierende Organisation verfüge und auch gute Technologien aufweise. "Wir schauen uns aktiv nach solchen Unternehmen um, die in etwa rund 100 Mitarbeiter beschäftigen", sage Hipp.

Mit zusätzlichen Ressourcen könnte Manz Automation das ohnehin dynamische Wachstum weiter beschleunigen. Aufgrund des bislang sensationellen Geschäftsverlaufs in diesem Jahr, habe der Vorstand die eigene Umsatz- und Ergebnisprognose bereits zweimal nach oben revidiert. Nunmehr würden die Reutlinger in 2007 einen Umsatz zwischen 65 bis 68 Millionen Euro erwarten. Das EBIT werde zwischen 8,1 und 8,5 Millionen Euro erwartet. Das entspreche einer komfortablen EBIT-Marge von 12,5 Prozent.


Das Finanzergebnis dürfte leicht positiv ausfallen. Abzüglich Steuern würden die Experten unterm Strich mit einem Überschuss von 5,6 bis 5,8 Millionen Euro rechnen. Geteilt durch 3,582 Millionen Aktien errechne sich ein Gewinn je Aktie von circa 1,60 Euro. Die Wachstumsraten der Schwaben seien immens: Umsatz plus 50 Prozent und Gewinn plus 70 Prozent.

Für das kommende Jahr habe sich der Finanzvorstand noch keine konkrete Prognose entlocken lassen. "Unser Ziel ist auch in 2008 weiter deutlich zweistellig zu wachsen", sage Hipp. Mit der momentanen EBIT-Marge von 12,5 Prozent fühle sich der CFO recht wohl. Die Experten würden vermuten, dass Manz Automation noch Luft habe, die Marge auf bis zu 15 Prozent zu steigern, was Hipp allerdings nicht habe kommentieren wollen. Würden die Experten auch für das Jahr 2008 ein Umsatzplus von circa 50 Prozent unterstellen, könnte die Gesellschaft bereits im nächsten Jahr einen Umsatz von 100 Millionen Euro stemmen.

Die EBIT-Marge würden die Experten auf mindestens 13 Prozent taxieren, was einem operativen Gewinn von 13 Millionen Euro entsprechen würde. Netto könnten rund neun Millionen Euro hängen bleiben, oder ein Ergebnis je Aktie von 2,50 Euro.

Auf aktuellem Kursniveau (81,75 Euro) werde das Unternehmen mit mehr als 270 Millionen Euro bewertet. Das KGV für dieses Jahr liege bei fast 50. Dürfte sich aber in 2008 auf circa 30 reduzieren. Angesichts des Umsatz- und Gewinnwachstums sei das Gewinn-Multiple nicht zu hoch. Die Aktie sei allerdings auch kein Schnäppchen mehr. Wer der Kaufempfehlung der Experten vom Anfang April gefolgt sei, verbuche bereits ein sattes Kursplus von über 100 Prozent.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Gewinne bei der Manz Automation-Aktie laufenzulassen. Die Aktie verfüge über starkes Momentum. Die Experten würden Kurse von 100 Euro in diesem Jahr für erreichbar halten. (Analyse vom 09.07.07) (09.07.2007/ac/a/nw)



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