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PC-Ware kaufen 05.07.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Felix Ellmann und Andreas Wolf, Analysten von SES Research, raten die Aktie von PC-Ware (ISIN DE0006910904 / WKN 691090) nach wie vor zu kaufen.
Im Vorfeld der Bilanzpresse- und Analystenkonferenz habe PC-Ware am 28. Juni 2007 bekannt gegeben, dass ein zur niederländischen Comparex-Gruppe gehörender Unternehmensverbund "Comparex Central Europe and Iberia" mit regionalen Tätigkeitsschwerpunkten in Spanien, Österreich und Osteuropa übernommen werde. Der Umsatz der Gruppe habe in 2006/2007 bei EUR 110 Mio., das EBIT bei EUR 4 Mio. gelegen.
Die Akquisition bringe PC-Ware zwei entscheidende strategische Vorteile: Erweiterung um europäische Wachstumsmärkte - insbesondere Spanien und Osteuropa würden zu den überdurchschnittlich wachsenden europäischen IT-Dienstleistungsmärkten gehören. Durch die Erschließung dieser Regionen sollte PC-Ware seine Wachstumsaussichten deutlich verbessern. Zweitens sei dies die Stärkung des Geschäfts mit Rechenzentren - die Kernkompetenz der Comparex bestehe in IT-Diensleistungen für Rechenzentren. In diesem Bereich sei PC-Ware bisher kaum vertreten. Dabei sei gerade dieser in hohem Maße ein Türöffner für weiteres Geschäft und biete somit Cross Selling-Gelegenheiten.
Mit dem Zukauf erweitere PC-Ware sinnvoll sein Leistungsangebot und folge der Entwicklung auf dem IT-Dienstleistungsmarkt, "alles aus einer Hand" anzubieten. Comparex sei stark komplementär zu PC-Ware. Dies betreffe nicht nur das Leistungsspektrum und die regionalen Märkte, sondern auch den Kundenkreis. Die Integrationskosten seien mit geschätzten EUR 0,5 Mio. vernachlässigbar.
Die veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2006/2007 hätten einen Umsatzanstieg um 16,5% auf EUR 692,1 Mio. ausgewiesen. Das Umsatzwachstum sei etwa zur Hälfte organisch bedingt gewesen.
Der Umsatz des 4. Quartals sei gegenüber dem Vorjahresquartal leicht rückläufig gewesen. Dies sei auf eine kurzfristige Investitionszurückhaltung im öffentlichen Sektor zurückzuführen. Zu begründen sei diese durch eine große Ausschreibung für Microsoft-Produkte durch das Bundesinnenministerium. Diese sei im Juni 2007 durch PC-Ware gewonnen worden und habe ein jährliches Auftragsvolumen von ca. EUR 30 bis 50 Mio. pro Jahr. Das Ergebnis dieser Ausschreibung sei von anderen öffentlichen Einrichtungen abgewartet worden, da diesem eine Signalwirkung zukomme. Insgesamt sollte daraus eine Verschiebung der PC-Ware-Umsätze aus 2006/2007 in das laufende Geschäftsjahr in Höhe von rund EUR 20 bis 30 Mio. resultieren.
Das EBITDA, die Steuergröße der PC-Ware, sei um rund EUR 0,7 Mio. auf EUR 11,7 Mio. leicht zurückgegangen. Dies sei unter anderem auf die Erweiterung der Managementstrukturen im Geschäftsbereich PS (Professional Services) und den Anstieg der personalbedingten sonstigen betrieblichen Aufwendungen zurückzuführen. Des Weiteren seien Investitionen in die Erweiterung des Vertriebs vorgenommen worden.
Die Abschreibungen seien um EUR 0,2 Mio. geringfügig gestiegen, so dass sich das EBIT von EUR 9,6 Mio. auf EUR 8,7 Mio. rückläufig entwickelt habe. Das EBT sei aufgrund eines nahezu ausgeglichenen Zinsergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 12,6% auf EUR 8,7 Mio. gesteigert worden. Im Geschäftsjahr 2005/2006 sei das Zinsergebnis bedingt durch einen Sondereffekt deutlich negativ gewesen. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit habe sich auf den ersten Blick mit einem Rückgang um rund EUR 8 Mio. auf EUR 6,6 Mio. enttäuschend entwickelt. Dieser Rückgang sei im Wesentlichen auf die stichtagsbedingte Veränderung des Working Capital zurückzuführen.
Der erste Eindruck relativiere sich bei folgender Betrachtung: Die Veränderung des Working Capital mache lediglich rund einen Prozent der Umsatzerlöse aus. Ein entgegengesetzter Sondereffekt sei im Geschäftsjahr 2005/2006 vorhanden gewesen und habe zu einem deutlichen Anstieg des Cashflows aus operativer Tätigkeit geführt. Vor diesem Hintergrund wirke sich die Zunahme des Working Capitals des abgelaufenen Geschäftsjahres besonders stark aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sei mit rund EUR -13,6 Mio. deutlich negativ und durch die Rückführung von Bankverbindlichkeiten begründet gewesen.
Da die bisherigen Prognosen der Analysten von SES Research etwaige Akquisitionen bereits vorweggenommen hätten, seien diese für das laufende Geschäftsjahr 2007/2008 nur geringfügig angepasst worden. Die Auswirkungen der geplanten Steuerreform seien mit einem Steuersatz von 33% berücksichtigt worden.
PC-Ware sollte nach wie vor eine positive Umsatzentwicklung aufweisen. Gründe hierfür seien insbesondere der Markteintritt in Spanien und Osteuropa (dieser sollte dem Umsatzwachstum der PC-Ware weitere Dynamik verleihen) und die deutliche Stärkung des Geschäfts mit Dienstleistungen für Rechenzentren (dies sollte dazu führen, dass Cross Selling-Effekte stärker als bisher genutzt werden könnten und eine höhere Kundenbindung erreicht werde).
Auch ergebnisseitig seien positive Effekte zu erwarten: Die EBIT-Marge der Comparex-Gruppe liege mit rund 3,5% deutlich über der EBIT-Marge der PC-Ware von rund 1,3% im abgelaufenen Geschäftsjahr. Des Weiteren weise Comparex bei einem bisherigen Umsatzwachstum von 15% bis 20% überproportionales Ergebniswachstum von 20% bis 25% p.a. aus.
Durch zunehmende Größe der PC-Ware würden sich bessere Einkaufkonditionen erreichen lassen. Der Ausbau des gegenüber dem Lizenzhandel margenstärkeren Geschäftsbereichs Professional Services sollte sich positiv auf das EBIT auswirken. Im laufenden Geschäftsjahr sollte die Einführung des konzerneinheitlichen ERP-Systems weitestgehend abgeschlossen sein und zur positiven Margen- und Ergebnisentwicklung beitragen.
Das Rating "kaufen" der Analysten von SES Research für die PC-Ware-Aktie hat weiterhin Bestand. Damit weise die Aktie der europäischen Nummer eins im Softwarelizenzierungsgeschäft ein Kurspotenzial von mehr als 30% auf. Das Kursziel sei von EUR 18,00 auf EUR 21,00 angehoben worden. (Analyse vom 05.07.2007) (05.07.2007/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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