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VERBIO spekulativ halten 18.06.2007
Finanzen & Börse
Lauda-Königshofen (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Finanzen & Börse" raten die Aktie von VERBIO (ISIN DE000A0JL9W6 / WKN A0JL9W) spekulativ zu halten.
Die Zeit dränge. Spätestens nach dem alarmierenden Klima-Bericht der Vereinten Nationen sei Klimaschutz ein Top-Thema. In den Medien und bei Politikern - und auch an der Börse. Selbst US-Präsident Bush, nicht unbedingt als "grüner Ritter" bekannt, habe schon von einer "ernsten Entwicklung" gesprochen. Deutschlands Umweltminister Sigmar Gabriel sei vor einigen Wochen in der "Süddeutschen Zeitung" wie folgt zitiert worden: "Es bleibt uns nur noch ein Zeitfenster von etwa 10 bis 15 Jahren, um in der internationalen Klimapolitik umzusteuern. Wenn uns das nicht gelingt, werden künftige Generationen massiv darunter zu leiden haben."
Die Welt brauche Lösungen, um eine aller Voraussicht nach drohende Klima-Katastrophe abzuwenden. Schnelle und saubere Lösungen. Eine davon sei der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien. Die Europäische Union wolle dementsprechend den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf mehr als 20 Prozent steigern. Auch in den Vereinigten Staaten und in China sei man mittlerweile sensibilisiert, was die notwendige Nutzung von Klima schonenden Energien anbelange. Hinzu komme, dass der weltweite Energiebedarf ohnehin stetig zunehme. Der Energiehunger boomender Volkswirtschaften wie China oder Indien sei immens und werde es auch bleiben. Die Internationale Energieagentur rechne demzufolge bis 2030 mit einem Anstieg des weltweiten Energiebedarfs um mehr als 50 Prozent.
An der Börse werde die Zukunft gehandelt, zukünftige Entwicklungen und Trends würden in der Gegenwart bewertet. Kein Wunder somit, dass beispielsweise Solar-Aktien in den letzten Jahren zu Anlegers Lieblingen gezählt und atemberaubende Kurs-Sausen gefeiert hätten. Doch nach Informationen des Verbandes für Elektrizitätswirtschaft habe die Sonnen-Energie in 2006 lediglich einen Anteil von 2,7 Prozent an der Stromerzeugung in Deutschland. Dies untermauere die These, dass die Nutzbarmachung der Solar-Energie noch in den Kinderschuhen stecke. Dies treffe auch auf andere erneuerbare Energiequellen zu. Wie beispielsweise die Windkraft, der vor allem mit Anlagen auf See (Offshore) ein hohes Potenzial zugebilligt werde. Mit einem Satz: Erneuerbare Energien seien ein Megatrend - auch an der Börse.
Der neue ÖkoDAX werde offiziell seit dem 4. Juni dieses Jahres von der Deutschen Börse berechnet. Der Index beherberge die zehn deutschen Titel aus dem Bereich der erneuerbaren Energien mit der größten Marktkapitalisierung. Anfänglich seien alle zehn Werte gleich gewichtet. Einmal im Quartal werde der Index dann überprüft, gegebenenfalls neu angepasst und wieder gleich gewichtet. Beim Start seien folgende Aktien im ÖkoDAX vertreten: Conergy, ErSol, Q-Cells, SolarWorld, SOLON (alle Solar-Energie) plus die beiden Wind-Werte Nordex und REpower Systems plus die drei Biokraft-Titel CropEnergies, Schmack Biogas und VERBIO.
Die Vereinigte BioEnergie AG aus Leipzig, besser bekannt als VERBIO, sei nach eigenen Angaben einer der führenden Hersteller und Anbieter von Biokraftstoffen in Europa. Zugleich sei man der einzige europäische großindustrielle Produzent sowohl von Biodiesel als auch von Bioethanol. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe VERBIO einen Konzernumsatz von 103,1 Mio. Euro erzielt. Das Betriebsergebnis nach Sondereinflüssen habe sich auf 3,3 Mio. Euro belaufen. Daraus errechne sich eine eher bescheidene EBIT-Marge von 3,2 Prozent. Die Auslastung der Produktionskapazitäten im vom Margendruck gekennzeichneten Bereich Biodiesel sei nach Aussage des Unternehmens "zufriedenstellend".
Das Geschäft mit Ethanol sei aber laut Vorstand "weiterhin deutlich unter den Erwartungen geblieben". Der Vorstand von VERBIO sehe auch keine Besserung für das Gesamtjahr 2007 - die branchenwirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen seien unverändert negativ. Trotz allem sei man der festen Überzeugung, dass der langfristige Wachstumstrend im europäischen Markt für Biokraftstoffe intakt sei. Mit einem KGV08e von 14,4 sei die Aktie trotz Kurs-Einbußen von mehr als 46 Prozent im laufenden Jahr kein Discount-Artikel.
Die Experten von "Finanzen & Börse" empfehlen die VERBIO-Aktie spekulativ zu halten. (Ausgabe 22 vom 16.06.2007) (18.06.2007/ac/a/nw)
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