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H&R WASAG dabeibleiben


22.05.2007
Geldanlage-Report

Gerbrunn (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Geldanlage-Report" raten bei der Aktie von H&R WASAG (ISIN DE0007757007 / WKN 775700) dabeizubleiben.

Einiges sei bei H&R WASAG passiert, der ersten Top-Empfehlung der Experten für 2007. Die Experten hätten die Aktie damals bei 44,2 Euro empfohlen. Auf den ersten Blick sehe der Kursverlauf äußerst schwach aus. Doch das sei nur teilweise richtig. Denn das Unternehmen habe im Dezember eine recht komplexe Kapitalerhöhung zur Finanzierung des weiteren Wachstums beschlossen.

Im Rahmen dieser Maßnahme hätten Aktionäre das Recht, für je neun Aktien in ihrem Bestand vier neue Aktien zu einem Preis von nur drei Euro zu erwerben. Da die Aktie zu diesem Zeitpunkt bei über 47 Euro notiert habe, habe sich daraus ein beträchtlicher Vermögensvorteil für die Zeichner der Kapitalerhöhung ergeben. Um nun die Performance der Empfehlung der Experten vom 4. November 2006 korrekt ermitteln zu können, müsse der Kaufkurs entsprechend um diese Kapitalerhöhung bereinigt werden.

Tue man dies, ergebe sich ein bereinigter Kaufkurs von 31,59 Euro. Aktuell notiere die Aktie bei 34,75 Euro und damit um fast exakt zehn Prozent höher als zum Empfehlungszeitpunkt.

Das könne jedoch trotzdem nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Aktie sich in den letzten zwei Monaten im Vergleich zum Gesamtmarkt eher unterdurchschnittlich entwickelt habe. Woran habe das gelegen? In erster Linie wohl an der Unsicherheit der Aktionäre über den weiteren Geschäftsverlauf. H&R WASAG habe noch keine Prognosen für 2007 abgegeben und dadurch würden Spekulationen ins Kraut schießen.


HypoVereinsbank-Analyst Friedrich Schellmoser gehe beispielsweise davon aus, dass 2007 für H&R "ein Übergangsjahr mit weniger schönen Zahlen werden" könnte und stufe die Aktie deshalb gar auf verkaufen.

Die Experten würden diese Ansicht nur teilweise teilen: Kurzfristig könne es in der Tat im Zusammenhang mit dem Umbruch zu zusätzlichen Kosten bzw. rückläufigen operativen Gewinnen kommen. Aus dem ehemaligen Mischkonzern mit den Sparten Chemisch-Pharmazeutische Rohstoffe, Kunststoffe und den Sprengstoff-Aktivitäten solle ein ausschließlich auf den chemisch-pharmazeutischen Bereich spezialisierter Konzern werden. Die Sprengstoff-Sparte sei bereits für rund 80 Millionen Euro verkauft worden, die Abstoßung des Kunststoff-Geschäfts werde wohl folgen.

Kurzfristig bedeute das natürlich den Wegfall des Umsatzes aus diesen beiden Bereichen, der erst durch den geplanten Ausbau der Kapazitäten im Hauptgeschäft kompensiert werden müsse. Bei dieser Expansion könne es in der Tat zu Verzögerungen bzw. zusätzlichen Kosten kommen.

Diese sollten jedoch nur kurzfristiger Natur sein: Denn prinzipiell spreche vieles für weiter gut laufende Geschäfte. Die Salzbergener würden einen breit gefächerten Kundenkreis aus den verschiedensten Branchen bedienen und sollten daher von der weiter boomenden Konjunktur profitieren. Der für H&R wichtige Ölpreis (Öl als Rohstoff für das Weißöl, das H&R produziere) halte sich derzeit konstant im Bereich 65 US-Dollar. So sollte auch von dieser Seite her keine Gefahr für Margen drohen.

Nicht zu vergessen: Das Hauptargument der Experten für die langfristig sehr guten Aussichten des Unternehmens greife weiter. H&R agiere teilweise als einziger Anbieter am Markt, weil Mineralölgesellschaften sich aus dem Spezialchemiegeschäft mehr und mehr zurückziehen würden bzw. bereits zurückgezogen hätten. Dadurch bestehe bei weitem kein so großer Margendruck wie in anderen Industrien.

Vor diesem Hintergrund sei es aus strategischer Sicht genau richtig, sich auf dieses Geschäft zu fokussieren. Durch die Kapitalerhöhung und die Abstoßung der Randbereiche wurde bzw. wird die Bilanzstruktur entsprechend deutlich verbessert, so dass die geplante schnelle Expansion auch finanzierbar sei.

Die Empfehlung der Experten vom "Geldanlage-Report" lautet daher: Wer damals ihrer Empfehlung gefolgt ist und entsprechend einen mittelfristigen Investitionshorizont hat, sollte bei dem Papier von H&R WASAG auf jeden Fall dabeibleiben. Bis Ende des Jahres würden die Experten mit deutlich höheren Kursen rechnen. Kurzfristig könne es allerdings zu weiteren Kursturbulenzen kommen, so dass sich ein Neukauf derzeit nicht aufdränge. (Ausgabe vom 21.05.2007) (22.05.2007/ac/a/nw)




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