|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
PC-Ware kaufen 06.03.2007
SES Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Frank Biller, Analyst von SES Research, empfiehlt die Aktie von PC-Ware (ISIN DE0006910904 / WKN 691090) zu kaufen.
Mit den Zahlen zum dritten Quartal 2006/07 habe PC-Ware den Wachstumskurs bestätigt und zum Vorjahr eine deutliche Ergebnisverbesserung erreichen können. Dabei sei das beste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt worden. Während die Umsatzprognose der Analysten getroffen worden sei, seien ihre Ergebnisschätzungen nicht ganz erreicht worden. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal sei der Umsatz um 20,4% verbessert worden. Das EBIT habe um 16,6% über dem Vorjahresniveau gelegen, während das Nettoergebnis um 26,4% habe gesteigert werden können.
Das Wachstum sei von einer deutlichen Umsatzsteigerung (+24,1%) im Kerngeschäft Software getrieben gewesen. Hierbei habe die Segmententwicklung, neben der konjunkturell bedingt verbesserten Investitionsneigung der Kunden, von anorganischem Wachstum durch die zum Jahresbeginn akquirierte Ravenholm Gruppe profitiert, die ihren Fokus auf Lizenzhandel und -management habe. Für die mittelfristige Entwicklung dürfte das Segment Impulse aus der zum Jahresende 2006 erfolgten Markteinführung des neuen Microsoft Betriebssystems Vista und der Office 2007-Produkte erhalten. Aufgrund des Wegfalls des anorganischen Wachstums dürften in den kommenden Quartalen die Wachstumsraten niedriger ausfallen.
Im Systemhausgeschäft habe PC-Ware im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 9% wachsen können. Dies würden die Analysten angesichts des Preisdrucks bei Hardware für außerordentlich erfreulich erachten. Zudem habe sich die Ertragslage des Systemhausgeschäftes deutlich verbessert. Nach einem Ausbau dieser Aktivitäten in der jüngeren Vergangenheit habe PC-Ware den Bereich, wie angekündigt, in die Profitabilität geführt.
Das zuletzt noch dynamische Wachstum des Segments Services sei durch eine Umstrukturierung gebremst worden. Hier hätten die Analysten stärkeres Wachstum erwartet. Den Service-Anteil würden sie bei PC-Ware noch für deutlich ausbaubar erachten. Mittelfristig würden die Analysten in diesem Bereich das größte Potenzial für organisches Wachstum sehen. Durch Investitionen und organisatorische Umgliederungen strebe PC-Ware eine größere Steuerbarkeit, höheres Wachstum und eine verbesserte Profitabilität der Service- und Consulting-Aktivitäten an. Hierfür seien temporäre Belastungen in Kauf genommen worden.
Die Bedeutung des Auslandsgeschäftes habe im Berichtsquartal weiter zugenommen. Der Auslandsanteil habe bei 42% gelegen. Diese Entwicklung sei getragen gewesen von dem überwiegend positiven Geschäftsverlauf der ausländischen Gesellschaften und der erfolgreichen Expansion nach Skandinavien durch den Zukauf von Ravenholm. Das Wachstum und die fortgeschrittene Internationalisierung sowie der Ausbau des Service-Geschäftes habe PC-Ware in den Aufbau von Personalkapazitäten zu investieren veranlasst. Der Personalaufwand habe, auch teilweise bedingt durch die Konsolidierung von Ravenholm, um 36,3% über dem Vorjahr gelegen. Dieser deutliche Anstieg sei der Hauptgrund dafür gewesen, dass die Gewinnschätzungen der Analysten nicht erreicht worden seien.
Schwerpunkt der Investitionen seien die Stärkung der Consulting- und Service-Aktivitäten und der Management- und Organisationsstrukturen gewesen. Die Analysten würden davon ausgehen, dass die Maßnahmen bis zum Geschäftsjahresende abgeschlossen und die Grundlage für Margenverbesserungen in den kommenden Geschäftsjahren geschaffen worden seien.
Ein etwas besseres Finanzergebnis und eine leicht niedrigere Steuerquote als die Analysten angenommen hätten, hätten dafür gesorgt, dass auf Basis des Nettoergebnisses die Abweichung von ihren Schätzungen sehr moderat ausgefallen sei. Zum Vorquartal habe PC-Ware wieder eine deutlich höhere Nettoliquidität von EUR 51,3 Mio. aus gewiesen. Diese stelle sich stichtagsbezogen sehr volatil dar. Mit dem Quartalsbericht habe PC-Ware die Ergebnisprognose aufgrund zuvor erwähnter Investitionen etwas zurückgenommen. Es werde ein EBITDA von EUR 13 Mio. nach zuvor EUR 15 Mio. angestrebt. Das Ziel, einen Umsatz von über EUR 700 Mio. zu erreichen sei unverändert geblieben.
Die Analysten würden ihre Schätzungen vor dem Hintergrund der berichteten Zahlen und dem neuen Ausblick anpassen. Auch in den kommenden beiden Geschäftsjahren würden sie weiteres anorganisches Wachstum erwarten und hätten dieses in ihren Prognosen bis 2009 berücksichtigt. Sowohl mit Blick auf die Ergebnismultiplikatoren als auch auf Basis des DCF-Modells sei die Aktie günstig bewertet.
Bei einem unveränderten Kursziel von EUR 18,00 bestätigen die Analysten von SES Research das Rating "kaufen" für die PC-Ware-Aktie. (06.03.2007/ac/a/nw)
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|