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VEM Aktienbank halten 23.11.2006
Der Börsendienst
München (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen die Aktie der VEM Aktienbank (ISIN DE0007608309 / WKN 760830) zu halten.
Wie irrational die Börse sehr oft sei, erlebe man am Beispiel des Musterdepotwertes der Experten hautnah. Obwohl die Aktie sehr günstig bewertet sei und die Münchner Spezialbank extrem profitabel arbeite, falle der Kurs kontinuierlich. Operative Gründe auf Seiten des Unternehmens gebe es keine, das Geschäft brumme nach wie vor. Allerdings sei die Aktie bei den Anlegern derzeit out. Eine Erklärung könnten die Experten nicht liefern.
Mitte November habe VEM eine sehr positive Meldung veröffentlicht, auch diese habe der Aktie nur kurz auf die Sprünge geholfen. Die Experten würden deshalb einen Stopp-Kurs setzen, um die sowieso schon hohen Verluste jetzt einzudämmen. Mit den kürzlich gemeldeten zwei Kapitalerhöhungen der Heliad Equity Partners GmbH & Co. KGaA im Gegenwert von insgesamt 31,03 Mio. Euro habe die VEM Aktienbank ein im laufenden Geschäftsjahr abgewickeltes Emissionsvolumen von 300 Mio. Euro erreicht. Dies sei das höchste Abwicklungsvolumen in der nun fast 10-jährigen Unternehmensgeschichte der Bank. Obwohl der Markt für Nebenwerte nunmehr seit Mai 2006 - und damit mehr als sechs Monate lang - rückläufig sei, habe VEM gleichwohl eine ganze Reihe an Kapitalbeschaffungsmaßnahmen erfolgreich umsetzen können.
Seit Juli 2006 habe die VEM Aktienbank bzw. die 100%ige Tochtergesellschaft TradeCross AG sage und schreibe zehn Börsengänge begleitet: MAGNAT Real Estate Opportunities GmbH & Co. KGaA, HumanOptics AG, emQtec AG, F24 AG, GWB Immobilien AG, mic AG, LipoNova AG, elexxion AG, eteleon e-solutions AG sowie GoingPublic Media AG. In Kürze solle das Listing der CFC Industrie Beteiligungen GmbH & Co. KGaA erfolgen. Ebenso sei die VEM Aktienbank mandatiert, den Asset Manager ALTIRA AG an die Börse zu bringen. Also auch kurzfristig sei mit weiteren positiven News zu rechnen.
Von den derzeit 60 Entry Standard Werten betreue die VEM Aktienbank elf Emittenten. Das Kerngeschäft der Gesellschaft liege in der Betreuung und Durchführung von Wertpapieremissionen. Aufgrund der klaren Ausrichtung auf die Bedürfnisse von mittelständischen Unternehmen mit einer Kapitalisierung von bis zu 300 Mio. Euro agiere VEM dabei in einer Marktnische, die von den Branchengrößen kaum adressiert werde. Die für VEM üblichen Transaktionsvolumina würden zwischen einer und 40 Mio. Euro liegen und damit in der Regel unterhalb der Rentabilitätsgrenze der großen Konkurrenten.
Als zweites Standbein betätige sich VEM mittlerweile sehr erfolgreich im Wertpapierhandel, mit dem im abgelaufenen Geschäftsjahr schon mehr als die Hälfte der Erträge erwirtschaftet worden sei. Zur Abrundung des eigenen Leistungsangebots sowie zur Reduktion der Abhängigkeit von der Börsenentwicklung habe VEM Mitte letzten Jahres angefangen, ein Portfolio aus Beteiligungen mit komplementären Geschäftskonzepten aufzubauen. Dazu würden vor allem die hundertprozentige Tochter TradeCross AG gehören, die sich auf die Kapitalbeschaffung für kleine Gesellschaften spezialisiert habe, sowie Minderheitsbeteiligungen an den Dienstleistern für Kapitalmarktkommunikation Financial.de AG (25%) und Equitystory AG (10%).
Nachdem die Gewinne in 2005 auf 8,3 Mio. Euro (2004: 1,7 Mio.) regelrecht explodiert seien, werde VEM im laufenden Jahr aufgrund der durch die Börsenkorrektur ruhigeren Sommermonate voraussichtlich ein etwas niedrigeres Ergebnis von 6,9 Mio. Euro ausweisen. Im Vergleich zu 2004 bedeute dies aber immer noch eine Vervierfachung. Da der Vorstand Andreas Beyer anlässlich der Hauptversammlung bereits wieder von einer "Vollauslastung" für die nächsten Monate berichte, würden die Experten mit Blick auf die geschilderten Wachstumsaussichten in 2007 eine abermalige Gewinnsteigerung für realistisch halten.
Selbst wenn man die derzeit klotzige Nettomarge von über 30% aus Vorsichtsgründen etwas mindere, sollte im kommenden Jahr ein Gewinn von 7,8 Mio. Euro bzw. 0,80 Euro je Aktie herausspringen können. Damit hätte die VEM-Aktie ein KGV von unter 8 - für ein Unternehmen mit derartiger Ertragsdynamik extrem günstig. Auf dem jetzigen Kursniveau weise die VEM-Aktie ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis auf. Sollte sich die Börsenstimmung nicht wesentlich verschlechtern, würden die Experten auf Sicht von einem Jahr zweistellige Kurse für möglich halten. Den Stopp-Kurs würden sie bei 4,60 auf Schlusskursbasis setzen.
Die Experten von "Der Börsendienst" bewerten die Aktie der VEM Aktienbank mit dem Rating "halten". Das Kursziel auf Sicht von 12 Monaten liege bei 10,00 Euro. (23.11.2006/ac/a/nw)
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